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Nya Dak'na Or
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    Nya
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    Nya Dak'na Or

    von Nya » 06.04.2009, 22:22

    Die Sturmschwester blickt zu den vielen Orks, die sich um die Flamme gesellen und ausgelassen scherzen, Pfeife schmauchen, fressen oder das gute Met genießen. Plötzlich erinnert sie sich an ein Anliegen, was sie schon lange aufgeschoben hat und ergreift die Gelegenheit des Zusammenseins. Sie bittet um Aufmerksamkeit und räuspert sich kurz um dann das Wort zu ergreifen.

    Ez sen nun schon etwaz meha als zwei Winter her, dazz Nya zum Clan gestoßn sen unn Nya will hier nun endlich auch kurz erzählen wo se eigntlich herkommt, wie se zum Clan gekommen sen unn wazz sich inzwischn ereignet hat.

    Egh war wohl um die siebzehn Winter alt, als egh eines Tages vollkommen kaputt in nem Zelt wach wurde. Mere Schädel brummte unn die Arme tatn mir weh.
    Von draussn hörte egh en lautes Stampfen unn kurz darauf schob en Hornschädel den Fellvorhang beiseite und nickte nem alten Ork zu, er könne reingehn.
    Der Alte lehnte sen beidpatschige Lusk gegen den Eingang unn nahm sen schweren Schulterplattn ap. Egh beobachtete ihn sorgfältik.
    Mit sen rauen Stimme erklärte er Nya, dazz egh en hohen Abhang runtergestürzt unn dazz die Druidn ihm gesagt hätten egh hätte mere Erinnerunk verlorn. Er sagte dazz er der Bruder mere Vorgash sei unn dazz er bald wieder anne Front, zum Schutzwall von Mor’shan, muzz.
    Mere Kehle war so trockn dazz egh nub ein Wort rausbrachte obwohl egh doch so viel Fragen hatte.
    Er musterte Nya knapp. Dann drehte er sigh um, nahm sen Ausrüstung unn sagte den Hornschädeln se solln Nya nach Klingenhügel zur Taverne bringen.
    Egh wurde also auf den Rücken einer Kodo gebundn unn quer durch dazz Brachland bis nach Durotar gebracht.
    Dort angekommen musste egh zwei oder drei Winter für Grosk schuftn. Dazz war nub lustik denn der Ork hat ne schnelle Hand und wenn mal waz daneben ging bekamen Ukor unn Nya Prügel.
    Enmal in den drei Wintern bekam mere en Brief vom Bruder mere Vorgash. In dem Brief standn zwei Sätze.
    „Mere hat waz vergessn. Dere Name sen Nya Dak’na Or.“
    Ab diesm Tag hatte egh nen Namen. Für Grosk hieß egh aber immer noch „Dere da!“

    Kurz nachdem Nya den Brief bekommen, kamen drei Schamahnen in dazz Dorf. En Langohr, en Hornschädel unn en Ork. Se warn auf der Suche nach neuen Schamahns aller Völker und bereisten ganz Durotar. Die Schamahns razzteten in der Taverne wo egh schuftete. Am gleichn Abend sagten se mere egh soll sofort ins Tal der Prüfungen aufbrechn unn migh dort den Lehrmeistern vorstelln.
    Grosk war nub einverstandn, und wollte de Schamahnen auz der Taverne werfn dieze aba zeigtn ihm nen Rekrutierungsbefehl der direkt aus der Feste Grommash kam unn er musste nachgebn.
    So machte egh mer aufn Weg um den Pfad der Geister unn Ahnen zu gehen. Ukor begleitete Nya auf dem Weg zum Tal der Prüfungen. Er wollte sigh dazz ganze anguckn unn den Prüflingen etwaz zu frezzn bringen. Were trotzten Spinnen, Skorpiden unn Schlimmerem biz wir endlik im Tal ankamen. Ukor wurde sofort wieder zurückgeschickt da die Rekruten versorgt warn. Were verapschiedeten unz unn Nya begann die Auzbildunk.
    Egh lernte die Kräfte der Geister auf sanfte unn weniger sanfte Weise einzusetzen. Dann lernte egh die Elemente kennen unn lernte se zu beherrschn.
    Nya erledikte einige Aufträge für die Lehrmeister um an Erfahrunk zu kommen.
    Irgendwann erreichte egh daz Wegekreuz. Egh ging an den Wachen vorbei in den Innenhof dez Postens.
    Plötzlik packte en Ork Nya am Unterarm unn wollte Glitza haben. Der Ork war etwaz erfahrener alz Nya unn egh sagte ihm dazz er doch viel mehr Glitza haben müsste alz Nya. Der Ork wurde frech unn holte mit einer Pranke zum Schlag auz, doch Nya konnte sich wegducken unn zog dem Söldna die Beine wek.
    Danach er forderte Nya zum richtigen Kampf auf unn verlor. Mit blutender Nase unn einigen Kratzern im Gesicht zog er sigh, wie ein Worg mit eingezogenem Schwanz, zurück.
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    von Nya » 06.04.2009, 22:29

    Egh hörte en leises Klatschen von der Seite unn mere Blick traf auf nen Schamahn, der im Schatten einez Baumes saß.
    Er sagte er iz vom Donneraxt Clan unn sen Name sei Urcta Mok-Hollow. Er hatte den kleinen Kampf gesehn unn sagte Nya se soll zum Splitterholzpostn gehn wenn se Luskträgerin werdn will.
    Egh überlegte nub lange unn machte migh auf ins Eschental um migh mit Brógur unn Raggash zu treffen. Urcta kam später auch noch dazu.
    Da Urog’ash zu dieser Zeit lange fort war vom Clan musste egh bei Brógur vorsprechn unn machte den Fehler in nem Stofffetzn aufzukreuzn, den egh vorher noch gekauft hatte.
    Bróg erklärte Nya welche Traditionen der Clan ehrt, worauf Nya zu achtn hat unn waz passiert wenn Nya mit Dämonen oder Gerippen sich trifft.
    In der selben Nacht noch verbrannte egh dazz Kleid unn bekam daz Wams überreicht. Daz war vor etwaz mehr alz zwei Wintern.
    Viele Orks unn Freunde von Nya sen in der Zeit gegangen. Nya sen viel moschen gegangen unn wollte kurzzeitik sogar Donnerkriegerin werdn. Dann entdeckte egh die Schwesternschaft unn habe viel nachgedacht biz migh die Geister, zusammen mit Taima, den Weg der Sturmschwestern gehen ließen.

    Doch eine Sache hat Nya imma bewegt unn aufgewühlt. Wer sen Nyas Eltern unn wo kommt Nya eigentlik her? Nya hat oft mit den Geistern gesprochen unn sogar gefährlik Reisen in die Geisterwelt gemacht um etwaz über mere Makhai unn mere Vorgash zu erfahren oder se sogar zu treffn. Der Bruder von mere Vorgash sen lange gefallen bei einer Schlacht am Schutzwall unn er hat mer nie Nya’s Herkunft oder die Namen mere Eltern verraten.
    Dann… vor etwaz weniger alz nem Winter hatte Nya immer wieder en Traum. En Traum von nem schwarzen Buch.
    Egh forschte nach diezem Buch unn fand einige Dinge heraus vor denen egh Angst hatte.
    Aba dazz Buch hat Nya trotz allem sehr geholfn unn ohne Awatanka unn Troskan wäre Nya heute noch genau so Ahnunkslos wie vor dieser Reise.
    Nya hatte damals etwaz geschummelt alz se sagte dazz es die Schamanenkräfte steigert. Nayub dazz kann es sicherlich auch, aba Nya hat es nub dazu genutzt.
    Ez geben en Seite in diezm Buch die mit Mojo besetzt sen. En Rahmen sen gezogen auf diezer Seite und wenn man eine Frage hineinschreibt erscheint die Antwort in dere Traum.
    Egh habe de Seite mit drei Fragen füllen können. Egh habe lange übalegt wie egh die Fragen stellen soll. Nayub,
    „Wie sen der Name mere Eltern?“
    „Wo liegen Nyas Wurzeln?“
    „Wie sehen mere Eltern auz?“
    waren die Fragen die egh dem Buch stellte.
    Heute weiß Nya dazz mere Mak’hai Sherka Dak’na Or heissn, dazz mere Vorgash Karrash Dak’na Or heissn, dazz Nyas Wurzeln beim Frostwolf Clan liegn unn, durch ein Bild im Traum, auch wie mere Eltern auzsehn.

    Nya wirft ein Gemisch aus Kräutern, Rinde und Erde in die Flammen um das Bild im Rauch entsehen zu lassen, welches ihr im Traum erschienen ist.

    Bild

    Dadurch hab egh endlik Gewissheit.

    Die Sturmschwester grunzt zufrieden, nachdem sie endlich erzählt hat was in ihrer Vergangenheit geschehen ist und setzt sich wieder zwischen ihre Clanbrüder und Schwestern.
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    von Nya » 19.08.2009, 04:02

    Die Sturmschwester ritt langsam und aufmerksam durch den ihr unbekannten Wald.
    Ihre lilanen Augen glitzerten leicht unter der dunklen Kapuze, die sie sich tief ins Gesicht gezogen hatte. Die Luft war kalt und feucht und das Atmen fiel ihr schwer.
    Der dunkelbraune Leinenumhang verdeckte ihre Bewaffnung und den Wappenrock.
    Eine dichte Nebeldecke lag auf dem Waldboden, die bei jedem Schritt des Worgs aufwirbelte und den vernebelten Boden, dem Kielwasser eines kleinen Ruderbootes gleichen ließ.
    Die Geräusche in diesem Wald waren der Orkin unbekannt und unheimlich.
    Nya hielt inne und zog an den Zügeln, als sie Fressgeräusche aus der näheren Umgebung vernahm.
    Ihr Worg wurde langsamer und schließlich in eine andere Richtung gelenkt um dem Räuber, der im dunklen Dickicht sein Mahl verrichtete, nicht in die Quere zu kommen.
    In unregelmäßigen Abständen glitt ihr Griff zu einem kleinen Bündel unter ihrem Mantel, um sich zu vergewissern, dass es noch da sei. Der Boden unter den Krallen des Worgs veränderte sich mit jeder Minute, die die Orkin ihn weiter vorantrieb.
    Der lehmige, mit vertrockneten Ästen übersäte Waldboden wich einem moosbewachsenen und weichen. Die Schritte des Worgs waren nun kaum mehr hörbar und Nya konnte ihr Herz laut schlagen hören.
    Vor ihr tat sich eine große wuchernde Hecke auf, zwischen der Nya viele junge Triebe Blassblatt entdecken konnte.
    Sie hielt auf eine etwas lichtere Stelle in der Hecke zu und presste sich mit ihrem Oberkörper an den Rücken des Worges.
    Nya legte ihr Gesicht auf den Nacken des Worges und hielt sich zusätzlich die Hand davor um sich vor den peitschenden Hieben der Hecke zu schützen.
    Als die beiden die Hecke durchbrochen hatten und Nya sich wieder aufrichtete erblickte sie ihr Ziel.
    Die verkommene Hütte stand zwischen vielen abgeknickten, kranken Bäumen. Die zwei kleinen Fenster und die schiefe Tür bildeten ein unheimliches Gesicht, das der Sturmschwester einen kalten Schauer über den Rücken jagte.
    In der Hütte brannte ein Feuer und Rauch stieg aus dem Schornstein. Vor der Hütte verlief ein kleiner Zaun, der eine Art Garten von dem Waldstück abtrennen sollte.
    Rechts neben der Hütte befand sich ein kleiner Teich in dem ein paar Kröten hockten.
    Nya verzog das Gesicht als sie die ersten Quak-Laute vernahm, sie hasste Kröten.
    Augenblicklich änderte sich ihr Gesichtsausdruck als sie einen Blick auf den Garten warf. Das kümmerliche Beet mit dem ordentlichen Zaun herum hatte irgendetwas Komisches und sie konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
    Nya warf die Kapuze zurück und verschaffte sich nochmals einen Überblick. Sie stieg aus dem Sattel und landete mit einem Satz auf dem weichen, erdigen Boden. Die Zügel warf sie über das Zaunende und dann ging sie auf die Tür zu.
    Entschlossen schob sie die Tür auf, die mit einem fürchterlichen Quietschen den eintretenden Besucher ankündigte.

    „Nya Dak’na Or, “wehte ihr eine krächzende Stimme entgegen.
    Die Sturmschwester blickte sich um und entdeckte eine Verlassene in zerrissenen Roben, die zusammengekauert vor einem Kessel saß und darin rührte.

    „Woher kennt dere mer Namen?“ entgegnete Nya. Die Untote lachte schallend und drehte ihren kahlen Schädel in Nyas Richtung. Ihr Nacken knackte bei der Bewegung und die aufeinander reibenden Wirbel erzeugten ein Geräusch, bei dem die Orkin Gänsehaut bekam.
    „Ohh, du hast Gewicht verloren“, grinste sie hämisch „Und deine Haare sind ja ganz lichte. Woran mag das liegen?“
    Nya nahm Haltung an und erwiderte: “Egh dachte dazz könnte dere mer sagn. Dere sen doch Janice die Hexe oder nub?“
    Das Lachen der Verlassenen verstummte. „So heiße ich nicht mehr. Du kannst mich Marexa nennen.“
    „Dere sen die die von den Piratn ermordet unn dere gehört dazz Buch.“

    Die Untote nickte knapp und wandte ihren Blick wieder dem Kessel zu.
    „Es hat migh verflucht. Nimm den Fluch von mere!“
    Die Untote erhob sich langsam, sodass Nya instinktiv in Schrittstellung ging. Marexa drehte sich um und fixierte die Orkin.
    „Dann gib es mir“, entgegnete sie Nya mit fast flüsternder Stimme.
    „Vergiss ez, egh hab ez gefunden. Dere soll blos den Fluch von mere nehmen.“
    Die Verlassene verzog ihre trockenen Lippen zu einem Grinsen.
    „Ich bin mächtiger als du Nya. Warum glaubst du bist du hierher gelangt? Ich beobachte dich schon eine Weile Orkin. Du bist nur hier, damit ich mir meinen rechtmäßigen Besitz wiederholen kann.“
    „Egh schneidn dik in zwei Hälften Made, wenn dere Dummheiten macht.“

    Nya griff zu ihrem Waffenhalfter und umschlang den Griff ihrer Axt.
    „Hast du gemerkt wie deine Fähigkeiten als Schamanin immer schwächer werden? Du bist schon lange nicht mehr Eins mit den Geistern Nya. Deine Gier nach Macht ist zu groß geworden, “ Marexa hielt kurz inne „Dein Blut verdirbt, “ zischte sie.

    „LÜGE!“ brüllte die Orkin und stürmte, von ihrer Wut übermannt auf die Untote zu. Nya zielte mit einem seitlich geschwungenen Hieb auf Marexas Hals. Diese duckte sich jedoch unter dem Hieb hindurch und berührte blitzartig Nyas Stirn mit ihrem knochigen Zeigefinger. Die Sturmschwester stand wie erstarrt da.
    „Ich habe es dir gesagt kleine Orkin. Du hättest es eigentlich besser wissen müssen.“
    Hämisch grinsend schob die Untote den Mantel der Sturmschwester bei Seite und richtete ihren Zeigefinger auf das Bündel. Ein blau-violett leuchtender Blitz durchzuckte das schwach beleuchtete Zimmer, löste den Leinenstoff um das Buch herum auf und umspielte die vielen Runen auf dem, zu Boden fallenden, Buch.
    „Waz hat dere getan?“ brüllte Nya hysterisch während sie langsam aus der Starre erwachte. Hastig warf sie sich auf den Boden und blätterte die Seiten gierig durch. Marexa hatte langsam Abstand genommen und beobachtete die Szenerie mit emotionslosem Blick und verschränkten Armen.
    Ein hellblau schimmernder Nebelfilm begann sich über die Seiten zu legen.
    Nya blätterte wie besessen weiter, bis sie zu der Seite gelangte auf der sie vor langer Zeit die drei Fragen in den leeren Rahmen geschrieben hatte. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und sie strich lieblich über die von ihr verfassten Fragen.
    Der blaue Nebel begann sich um ihre Finger zu legen und kroch langsam die Hand und ihren Unterarm hinauf.
    Bevor Nya die Situation erkannte war es zu spät. Der Nebel hatte seinen eisernen Griff um ihren Arm gelegt und die Fläche in dem Rahmen, auf der vorher noch die Fragen gestanden hatten, hatte sich zu einer sich windenden schwarz-blauen Masse gewandelt.
    Nya biss die Zähne zusammen. Der Nebel stach nun wie tausend Nadelstiche auf ihrer Haut und zog ihren Arm langsam in die schwarze Masse.

    „Was sen dazz für än Mojo?“ Hilflos blickte Nya sich im Raum um und starrte auf Marexas leere Augenhöhlen.
    „Dein Schicksal ist besiegelt. Wehre dich nicht, das macht das ganze nur schmerzhafter.“ fügte die Untote kühl hinzu.
    Nya ignorierte Marexas Rat und wehrte sich so stark sie nur konnte, doch die Schmerzen wurden zu stark. Nya wurde kurz schwarz vor Augen. Völlig erschöpft gab sie ihre Bemühungen auf.
    Heiße Tränen rannen Nya über die Wangen. Sie hatte aufgegeben.
    Ein letztes Mal ließ sie den Kopf nach vorne sinken, sodass ihr die verbliebenen langen, pechschwarzen Haare ins Gesicht fielen, bevor sich die Umrisse ihres Körpers verformten und in dem Buch verschwanden.
    Dann war es still in dem Zimmer. Marexa ging auf das Buch zu und betrachtete die nun wieder leere Seite.
    Behutsam hob sie es auf und ließ es langsam zuschlagen, bevor sie es auf einem Hocker ablegte und sich wieder dem Kessel auf der Feuerstelle zuwandte.



    Ooc:

    Ich bedanke mich für fast drei Jahre tollen Rollenspiels und wünsche Euch, dem Clan und nicht zuletzt den Charakteren, die ich in der Zeit lieb gewonnen habe, alles Gute.
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    Taima
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    von Taima » 19.08.2009, 13:41

    Die junge Sturmschwester schreckt hoch aus dem Schlaf, immer noch gefangen von dem beklemmenden Gefühl, dass sich in ihr durch ihren Traum verursacht ausbreitete. Oder war das gar kein Traum, war es eine Vision? Unruhig drehte sie auch auf ihrem Fell herum und versuchte, die Zeit abzuschätzen. Noch lange nicht Morgen. Aber sobald es hell wurde, würde sie nach Nya sehen, die nach ihrer langen Reise gestern endlich wieder ansprechbar gewesen war. Gut hatte sie allerdings nicht ausgesehen.

    Morgen, sagte sie zu sich selbst, gleich morgen früh. Es war sicher nur ein Traum, nur ein böser Traum...

    Langsam glitt sie wieder in einen ruhelosen, diesmal traumlosen Schlaf.

    ooc:

    Vielleicht stimmt es, dass jemand, in dem der Gedanke einmal gewachsen ist, zu gehen, nicht mehr lange aufzuhalten ist.
    Du wirst mir fehlen, wie du mir auch in letzter Zeit gefehlt hast.
    Es ist schade, dass du den Char ganz geopfert hast und nicht wenigstens noch in der Feste bei uns sein kannst. Aber manchmal muss man wohl mit Dingen abschliessen. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute.

    /ooc
    Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.

    :arrow: Heil- und Unheilkundige
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    Awatanka
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    von Awatanka » 25.09.2009, 21:49

    ooc: ich war lange Zeit auf meinem eigenen Pfad..und bin es noch. Manchmal kann das Leben selbst sehr viel spannender sein als WoW ;-)

    Es tut mir leid, ich war lange nicht mehr hier und habe Deine wunderbaren Zeilen erst jetzt gelesen.
    Die Geschichte mit dem Buch - der Ausflug dorthin, der Lauf übers Wasser, bei dem drei Orks beihnahe verreckt sind - wird immer in meinem Herzen bleiben. Und die zauberhaften Screens auf meinem PC. Es waren Stunden, in denen ich wieder wußte, daß Rollenspiel alles und WoW gar nichts ist.
    Ich bedanke mich ganz herzlich für die schöne gemeinsame Zeit mit Nya.

    Mögen die Geister Dich schützen auf all Deinen Pfaden.

    Herzliche Grüße, Player of Awatanka
    Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist die Geduld. (Ralph Waldo Emerson)
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    Nya
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    von Nya » 01.08.2010, 19:48

    Das blutrote L prangte auf Jonas Hopes weißen Wappenrock. Der Hexenjäger bahnte sich seinen Weg durch das Unterholz des Silberwaldes, stets seinem treuen Vierbeiner Patton auf der Spur.
    Es war ein kalter Morgen und es war erst kurz nach vier.
    Der Himmel war klar und eine glitzernde Reifschicht, die sich an Steinen und Bäumen ablagerte, brach das silbrige Mondlicht um diese grauenvolle Umgebung zusätzlich in einen schimmernden Schleier zu hüllen.
    Außer gelegentlichem Wolfsgeheul war in diesem Wald nichts zu hören. Eine Stille, die einen zu erdrücken schien.
    Jonas zog an seinen braunen Wildlederhandschuhen damit seine Fingerkuppen die Enden berühren konnten.
    Das Mondlich bildete scharfe Kanten die an den markanten Gesichtszügen des hageren Mannes entlangliefen.
    Er nahm einen tiefen Atemzug von der modrigen, kalten Luft. Es roch muffig und irgendwo in der Nähe musste ein Kadaver liegen. Als er ausatmete stieg sein Atem in Form von Dampf zum Himmel.
    Er wusste von den Worgen die hier ihr Unwesen trieben, und das sie nicht zu unterschätzen seien.
    In diesem Moment krachte es im Unterholz hinter ihm. Er fuhr erschrocken herum und richtete seinen Säbel auf einen auf dem Hosenboden sitzenden jungen Mann. Jonas' Gesichtsausdruck verzog sich zu einer verärgerten Grimasse.

    „Noah!“, entgegnete er dem Störenfried mit gedämpfter, jedoch wütender Stimme. „Verzeihung Sir...“. Der blonde Junge stand auf und hob Jonas' Hut auf, der bei dem hastigen Manöver von seinem Kopf gefallen war.
    Behutsam klemmte er den schwazen Lederhut zwischen Arm und Bauch und klopfte ihn ab. Jonas entriss ihm ruckartig den Hut und setzte ihn sich wieder auf.

    „Das ist kein Spiel hier Noah. Konzentriere dich! Sobald Patton die Fährte hat wird es ernst und dann musst du deine Aufgabe erfüllen.“ Jonas Hope strafte seinen Begleiter mit einem langen strengen Blick.
    „Jawohl Sir.“ Demütig blickte Noah zu Boden und sammelte die schwere Ausrüstung zusammen, die er zu tragen hatte.
    Mit einem knappen
    „Weiter jetzt.“, beendete Jonas die Szene und fuhr damit fort sich einen Weg durch das Dikicht zu bahnen.

    ***

    Diese Endlosigkeit um sie herum fraß sie langsam auf. Die niemals enden wollende Stille. Kein raues Ork-Gelächter, kein Geschrei hungriger Welpen. Das Röcheln eines sterbenden Gnomes, ja vielleicht sogar das Quaken von Kröten hätte ihr in dieser Lage Hoffnung schenken können.
    Doch da war nichts. Sie war eingeengt, konnte sich nicht bewegen. Sie hatte die Kontrolle über ihren Körper verloren und schwebte nun fast ein Jahr durch einen pechschwarzen, endlosen Raum.


    ***

    Die beiden Männer gerieten immer tiefer in den Wald und in Jonas Hope keimte die Idee umzukehren. Je weiter sie in den Wald eingedrungen waren desto dichter war die Umgebung bewachsen und desto öfter gerieten warnende Geräusche an die Ohren des Hexenjägers.
    „Sir, ich denke wir sollten umkehren.“ verkündete Noah kleinlaut.
    „Du gibst hier nicht die Kommandos Noah. Aber ich muss dir Recht geben. In diese Richtung sollten wir nicht weitergehen.“ Jonas fuhr sich nachdenklich mit der Hand um das Kinn sodass ein leises Kratzen zu hören war als sich die hellen Bartstoppeln an dem Wildleder rieben.
    „Gib mir nochmal die Karte.“ fügte er hinzu und nahm ein Pergament entgegen. Seine langen weißen Haare fielen ihm ins Gesicht und behinderten ihn beim studieren der Karte. Leicht genervt strich er die Strähnen hinter sein Ohr.
    „Sir!“ durchbrach Noah aufgeregt die Stille. „Da ist Patton! Er scheint etwas gefunden zu haben.“

    Jonas Hope warf Noah die Karte zu und pirschte in die Richtung in die der Junge gezeigt hatte. Der Beagle verharrte lautlos mit angewinkeltem Vorderlauf in seiner Bewegung und blickte geradewegs auf eine dichte Hecke.
    „Es geht los, er hat was!“ sagte Jonas leise zu sich selbst und gab dann Noah das Signal dafür, dass die Aktion nun starte.
    Behutsam drückte sich Jonas Hope durch die Hecke und blickte auf eine heruntergekommene Hütte.
    Die Hütte stand zwischen vielen abgeknickten Bäumen. Es waren zwei Fenster und eine hölzerne Tür zu erkennen.
    Vor der Hütte verlief ein Zaun und rechts neben der Hütte befand sich ein kleiner Teich.
    Sein Herz begann schneller zu schlagen. Er hasste dieses Gefühl und hätte es am liebsten abgestellt. Leicht geduckt schätzte er kurz die Lage ein und schlich dann weiter.
    Während Noah und Patton gerade erst durch die Hecke traten war Jonas schon auf einer kleinen Erhebung mit guter Sicht auf die Hütte angekommen.
    Als auch Noah und der Hund auf dem Hügel angekommen waren begab er sich in eine gute Liegeposition.

    „Muskete!“ forderte er leise.
    Noah holte ein mit Leinenstoff umwickeltes Paket hervor und reichte es Jonas. Patton verharrte in Lauerstellung neben seinem Herrchen und blickte auf die Hütte.
    Der Hexenjäger schälte das Gewehr aus dem Leinenstoff und prüfte nochmals den Zustand der Waffe.

    „Pulver!“
    Noah reichte Jonas das Schwarzpulverröhrchen und dieser füllte die Substanz in den Lauf des Gewehres.
    „Kugel!“
    Der Junge nahm eine silberne Kugel aus einem ledernen Behälter und überreichte sie dem wesentlich älteren Mann. Dieser führte sie in den Lauf und stopfte die tödliche Kombination mit einem Ladestock fest.
    „Kein Wind, Entfernung ungefähr neunzig Meter.“ berichtete Noah.
    „Gute Arbeit Junge. Deine Aufgabe ist es jetzt ihre Aufmerksamkeit zu erregen.“
    Noah schluckte trocken und nickte dem Hexenjäger zu. Langsam und unsicher begab er sich hinab während Jonas das Ersatzgewehr schussbereit machte.
    Noahs Herz raste und Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Jeder Schritt den er auf die Hütte zuging wurde quälender für den Jungen.
    Er atmete unruhig und schnell und seine Beine schienen langsam nachzugeben. Er stand ungefähr zehn Meter von der Tür entfernt als er stoppte. Er blickte herüber zum Hügel und positionierte sich so, dass Jonas freie Sicht auf die Tür hatte.
    Dann überwand er seine Ängste und erfüllte seine Aufgabe.

    „Ha – Hallo? Ist da jemand? Ich brauche Hilfe. Ich habe mich verlaufen und...“ Noah hielt inne als aus dem Inneren der Hütte kratzige Geräusche drangen. So als ob jemand mit einer Harke über einen Holzboden fuhr.
    Das Geräusch wurde lauter und Noah machte ein paar Schritte zurück. Wie gebannt starrte er auf die Tür als das Geräusch letztendlich verstummte und von einem anderen abgelöst wurde.
    Ein eiskalter Schauer lief ihm über den Rücken als das hölzerne Knarren erklang, und der Anblick des sich langsam vergrößernden Türspaltes schnürte ihm die ohnehin schon trockene Kehle zu.
    Ein gelblich leuchtendes Augenpaar funkelte ihn aus der dunklen Hütte heraus an. Die Kreatur bewegte sich daraufhin langsam aus der Hütte, sodass ihr Körper nach und nach in das silbrige Mondlicht getaucht wurde bis er vollständig zu sehen war.
    Die Verlassene fixierte den Jungen und ein böses Grinsen breitete sich auf ihren verwesten Gesichtszügen aus.
    Noah stockte der Atem. Der Anblick war einfach zu grauenhaft.

    „Mit Besuch habe ich gar nicht gerechnet.“, krächzte sie.
    Ihre Augen schweiften blitzartig herüber zum Hügel und ihr Grinsen verschwand schlagartig. Noch im selben Augenblick vernahm sie durch die Dunkelheit hindurch das Aufblitzen des Feuersteins und den Schuss, der sich löste.
    Ein lauter Knall durchfuhr die Stille der Nacht.
    Die Kugel schlug mit so einer Wucht ein, dass sie ihr den linken Oberschenkel wegriss und somit das Gleichgewicht nahm. Ein kurzes Stöhnen kündigte den dumpfen Aufprall der Hexe an.
    Noah blieb wie angewurzelt stehen und starrte auf den am Boden liegenden Körper.
    Jonas Hope preschte mit dem Ersatzgewehr bewaffnet den Hügel herunter, dicht gefolgt von Patton. Der Saum seines rostbraunen Ledermantels wippte synchron zu seinen Schritten von Seite zu Seite. Bei Marexa angekommen holte er eine Phiole mit heiligem Wasser hervor und träufelte es über den trockenen Körper der Hexe.
    Sein Gesicht nahm wahnsinnige Züge an. Mit weit aufgerissenen Augen und einem diabolischen Grinsen auf den Lippen fuhr er mit dem Ritual fort.
    Auf diesen Moment hatte er gewartet. Dort lag ein weiteres dieser Scheusale genau vor ihm und er hatte die Macht es zu töten. Hier und jetzt. Das waren die Momente für die er lebte. Das waren die Momente die ihn ausfüllten.
    Entschlossen erhob Jonas seine Stimme.

    „Janice Wallace, auch bekannt unter dem Namen Marexa. Der Scharlachrote Kreuzzug hat euch der Hexerei, des Mordes, der Brandschatzung sowie des Verrates an eurer eigenen Rasse für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Das Urteil wird umgehend vollstreckt werden.“
    Marexa hob ihren Kopf leicht an und die Augen der Hexe wanderten nochmals herüber zum Jungen während sich ihre Lippen kaum merkbar zu bewegen begannen.
    Das leise Zischen der Verse die sie sprach verriet sie jedoch und Jonas Hope platzierte seine Stiefelsohle an ihrem Hals um sie wieder zurück auf den Boden zu drücken.
    Gleichzeitig nahm der Hexenjäger ein kleines Gläschen mit Feuerkäfern aus seinem Mantel, schraubte den Verschluss ab und setzte fünf der Tiere auf den zerrissenen Roben der Hexe ab.
    Ohne zu zögern begannen die Tiere damit den Stoff in Brand zu setzen und sich an den Flammen zu nähren.
    Marexa blieb regungslos am Boden liegen und akzeptierte ihr Schicksal. Es hatte keinen Sinn sich jetzt noch zu wehren. Dieses Vergnügen würde sie dem Hexenjäger nicht bereiten.
    Ihre Zeit war gekommen. Sie blickte ein letztes Mal zum Himmel als auch das letzte Leuchten aus ihren Augenhöhlen schwand.


    ***

    Das schwarze Buch lag in der Hütte auf einem Schemel und schien zu vibrieren. Langsam aber stetig begannen die vielen Runen auf dem Einband bläulich violett zu leuchten. Nach einer Zeit begann das Buch so heftig zu vibrieren, dass es den Hocker auf dem es lag zum schwanken brachte. Letztendlich geriet der Schemel aus dem Gleichgewicht und krachte zu Boden.
    Das Buch allerdings begann kurz vor dem Aufprall zu schweben und begab sich nun auf einen Flug in die Mitte des Raumes, wo es verharrte.
    Plötzlich öffnete sich das Buch und die Seiten blätterten wie von Geisterhand um, bis die Mitte des Buches erreicht war.
    Die beiden Blätter leuchteten erst hell golden auf, bis sie sich bläulich schwarz verfärbten.
    Ein schwarzer Tropfen Tinte, der aus der Mitte der Buchfalte tropfte kündigte an was sich gleich ereignen würde.
    Augenblicklich brach ein wahrer Schwall der zähflüssigen schwarzen Tinte aus dem Buch heraus und begann allmählich den Boden der Hütte zu bedecken.
    Mit der schwarzen Flüssigkeit wurden nach und nach die Körper derjenigen hinausgespült die über viele Jahre Gefangene der Hexe waren.
    Unter den vielen Menschen, einigen Zwergen und Gnollen war auch der Körper einer Orkin zu erkennen.
    Nya rieb sich den schwarzen Schlick aus den Augen und versuchte sich zu orientieren. Selbst das fahle Mondlich, dass durch eines der Fenster schien, blendete die empfindlichen Augen der Orkin. Ihr war sehr schlecht und sie konnte es nicht unterdrücken sich zu übergeben.
    Ihr gesamter Körper war von einem stinkenden schwarzen Schlamm bedeckt der aus der Tinte und zersetzten Kleidunsstücken zu bestehen schien.
    Die vielen Geräusche, die ihre Mitgefangenen machten schmerzten in ihren Ohren, die das vergangene Jahr über nichts als Stille vernommen hatten.
    Auf allen Vieren kroch sie zu einer der Wände und versuchte sich aufzurichten. Sie stützte sich mit Müh und Not auf einem Fenstersims ab und blickte sich im Raum um.
    Die vielen, vom schwarzen Schlamm bedeckten, nackten Gestalten schienen genau so verstört und schwach zu sein, wie sie selbst auch.
    Sie erblickte eine Kreatur, die einem Gnoll ähnelte, jedoch hatte dieser Gnoll kein Fell mehr. Langsam Glitt ihre rechte Hand hoch zu ihrem Kopf. Doch von der einst so stolzen Mähne war nichts mehr übrig. Ungläubig verharrte ihr Blick im Raum.
    Mit einem Goblin wurde schließlich auch der letzte Körper aus dem schwarzen Loch gespuckt. Das Buch schlug zu, um sich einen Augenblick später wieder zu öffnen und in der Mitte zu reißen, als ob jemand an beiden Seiten ziehen würde.
    Als sich auch das letzte Stück vom anderen getrennt hatte verwandelten sich die beiden Hälften in zwei krächzend flatternde Krähen, die zielstrebig den Weg durch die geöffnete Tür nahmen.
    Nya folgte den beiden Vögeln mit ihrem Blick, bis sie über die Baumkronen hinweg flogen und nicht mehr zu sehen waren.
    Ruckartig ging sie in Deckung als sie von außerhalb der Hütte den schmerzerfüllten Schrei eines Menschen vernahm.


    ***

    Noah lag am Boden und krümmte sich vor Schmerzen. Überall auf seiner Haut bildeten sind ekelhafte Brandblasen und die Luft wurde von dem Geruch verbrannten Fleisches erfüllt.
    Jonas Hope nahm Abstand und hielt sich ein weißes Taschentuch vor den Mund nachdem er seinen Blick von den Krähen nahm und ihn Noah zuwand. Ekel breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er den um sein Leben kämpfenden Jungen beobachtete.
    Wie wild rieb der Gehilfe über die heißen Stellen bis er irgendwann nur noch die Hände vor das Gesicht schlug und zu schluchzen begann.
    Der Zauber ließ allerdings schnell wieder nach und der Junge konnte sich einigermaßen beruhigen.

    „Ich kann dich so nicht mitnehmen.“ sagte Jonas.
    Noah nahm die Hände vorm Gesicht weg und musste feststellen, dass der Hexenjäger das Zweitgewehr im Anschlag hatte.
    „Aber Sir, es hat aufgehört. Ganz sicher sogar. Der Zauber war zu schwach! Ihr habt ihn unterbrochen. Bringt mich zum Kloster und die Paladine werden mich heilen,“ wimmerte der Junge.
    „Du weißt, dass das nicht geht. Ihre Hexerei hat dich verflucht. Du bist besessen.“
    Noah hob noch schützend die Arme, als Jonas Hope anlegte und auf die Brust des Jungen zielte.

    ***

    Ein Schuss löste sich keine zehn Meter von der Hütte entfernt und sorgte in der Hütte für Aufruhr. Nya wollte schreien vor Schmerz und schlug die Hände vor den Mund. Der Knall war so laut, dass es sich anfühlte als ob ihr jemand einen Dolch durch die Ohren gebohrt hätte.
    Einige der Gefangenen pirschten benommen zu den Fenstern um zu sehen, was sich draußen abspielte. Als klar war, dass es sich blos um einen einzigen Menschen handelte schlurfte ein Pulk von zwei Dutzend pechschwarzen Kreaturen auf den Ausgang der Hütte zu.
    Jonas Hope war gerade damit beschäftigt heiliges Wasser über den Leichnahm des Jungen zu träufeln als die ersten Gefangenen aus der Tür traten.
    Patton ging in Kampfstellung und fletschte die Zähne als er eine der schwarzen Gestalten ausmachen konnte.
    Jonas folgte dem Blick seines Hundes und traute seinen Augen nicht.

    „Beim Licht. Dämonen! Die Legion ist hier!“ Vom Wahnsinn gepackt versuchte er eines der Gewehre zu laden, doch es gelang ihm in seinem Übereifer nicht. Stattdessen öffnete er die Phiole mit dem Weihwasser und fuchtelte wie ein Irrer damit herum.
    „Ihr werdet geläutert werden. Ich werde euch Ausgeburten der Unterwelt vernichten.“ Jonas schwang so lange fanatische Parolen des Kreuzzuges, bis einer der bartlosen Zwerge die Initiative ergriff und ihn mit einer harten Rechten niederstreckte.
    In dem Moment ging Patton zum Angriff über, doch der Zwerg hatte für den Vierbeiner nicht viel mehr als einen Tritt übrig. Winselnd und Jaulend rannte der Beagle eingezogenen Schwanzes hinter sein bewusstloses Herrchen. Kommentiert wurde die Szene von dem dümmlichen Gackern des Gnolles.

    Nyas Blick traf die glühenden Überreste der Hexe, die ihr das angetan hatte. Die Wut kochte in ihr hoch, doch sie besann sich auf ihre jetzige Situation.
    "Ich muss hier weg, raus aus diesem Wald." Dachte sie sich und beobachtete wie sich der Mob langsam auflöste und in sämtliche Himmelsrichtungen verstreute. Sie blickte nach oben und sah, dass die Sterne noch am Himmel standen. Mit ihrer Hilfe würde sie den Weg schon finden. Die Geister würden sie leiten.



    ooc:

    Lok'thar Donneräxte.
    Mit dieser Geschichte wollte ich euch darüber in Kenntnis setzen, dass der Charakter Nya wieder auf Azeroth wandelt.
    Das letzte Jahr WoW war für mich wie ein farbloses Gemälde. Und ich habe wieder am eigenen Leib erfahren dürfen wie Recht Awatanka damals doch mit ihren Worten hatte.

    „Es waren Stunden, in denen ich wieder wußte, daß Rollenspiel alles und WoW gar nichts ist.“


    Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden wieder Rollenspiel mit Nya zu betreiben.
    Da ich fast drei Jahre bei euch im Clan verbracht habe wollte ich euch hier darüber informieren und den Hintergrund dafür liefern, warum dieser Charakter wieder durch Orgrimmar spaziert.

    Grommash Hall

    Nya Dak'na Or

    /ooc
    Zuletzt geändert von Nya am 28.08.2010, 11:08, insgesamt 1-mal geändert.
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    von Attra » 02.08.2010, 08:15

    Aus unruhigem Schlaf erwacht, schlägt Attra die Augen auf, die Felle auf denen sie liegt streicheln ihre Wange. Die Geräusche der Nacht dringen von draußen hinein, es ist die dunkelste Stunde der Nacht, die Stunde in der nur Verzweifelte und dem Tode geweihte noch wachen.

    Mit trockenem Mund setzt sie sich auf, versucht die Taumfetzen, die sie aus dem Schlaf gerissen haben, wieder vor Augen zu bekommen.

    Aber das Einzige was bleibt, ist das unbestimmte Gefühl, dass grade irgendetwas, irgendwo passiert ist.


    -- ooc --

    Wunderschöne Geschichte.
    Unbekannterweise willkommen zurück in der Welt der Kriegskunst. *lächelt*

    Po Attra.
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    von Grodork » 03.08.2010, 08:24

    *Der Krieger lächelt leicht und nickt*

    Nya, Nya willkommen zuruck Maaka
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    von Raknog Scharfauge » 03.08.2010, 16:33

    BildDer Donnerbote summt ein Lied was ihm seit vielen vielen Stunden nicht aus dem Kopf geht. Er spürt einen rauhen Windzug als er an diesem Tage aus der Feste tritt, nachdem er lange über viele Dinge nachgedacht hatte. Er spürt, dass die Welt sich bald wandeln wird. Von Nyas Geschichte wird er wohl viel später erfahren, aber die Bindungen die zwischen den Donneräxten liegen wiegen schwer. Bei den Welpen sind die Bindungen ebenso schwach wie bei Äxten, die sich nicht kennen, und doch... spürt er etwas, was mit einer Art Wiedergeburg zu tun haben könnte. Er erinnert sich an seine Begenung mit dem Waldgott Cernunnos. Mit der Gelassenheit eines erfahrenen Jägers tritt er zurück in die Festung.

    "Soll'n deh Geista heudh midh den Äxten sen.. egh muhz vorberitungkh'n treff'n."

    Am Himmel hoch fliegt ein Rabe durch die Lüfte und taucht in das geheimnissvolle Grün des Waldes ein. Raknog weicht zurück in die Schatten und überlässt die Welt sich selbst... vorerst.


    ooc: Willkommen zurück, Nya, in der Tat eine schöne Geschichte.
    "Bevor Du befiehlst, lerne zu gehorchen." - altes Sprichwort
    "Sei getreu bis in den Tod, so will ich Dir die Krone des Lebens geben." - Offenbarung 2,10
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    von Taima » 04.08.2010, 01:23

    Taima schlenderte etwas ziellos durch die dunkle Gasse.
    Tief in Gedanken versunken, setzte sie eine Fuß vor den anderen, unaufmerksam, unbedacht.
    Plötzlich, ohne wirklichen Grund, hob sie den Kopf und lies ihren Blick schweifen. Als sie ihn wieder senkte, stutzte sie plötzlich... war das nicht...

    Nein. Unmöglich.

    Sie starrte auf die Stelle, wo sie eben noch gedachte hatte, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Sie war leer, niemand war dort.
    Verwirrt ging sie weiter, versuchte das Gefühl abzuschütteln.
    Aber die Unruhe blieb.

    Zurück in der Feste beschloss sie, diesem Gefühl auf den Grund zu gehen.

    'Be'dah', flehte sie in Gedanken zu den Geistern,' schenkt mir Einsicht und Gewissheit'.
    Taima lies den Blick nachdenklich über ihre Bücher gleiten. Sie hatte es gelesen... wo war nur... ah.
    Erleichtert lächelte sie und zog ein Buch aus einem ganzen Stapel sehr alter Bücher, von denen manche kaum noch an drei Fasern zusammen gehalten wurden.

    Zielsicher schlug sie eine Seite auf, auf dem ein uraltes Ritual beschrieben war. Schnell raffte sie einige Dinge zusammen und eilte mit dem Buch und diversen Dingen bewaffnet in einen entlegenen Winkel der Feste.
    Eine einsam herumstehende Wache zuckte zusammen, als die junge Schamanin mit wehendem Kleid auf ihn zustürmte.


    "Du! Sorg dafür, dass mich niemand stört, bis ich wieder herauskomme. Sonst kratz ich dir die Augen aus!"

    Die Wache zuckte zusammen und starrte Taima mit offenem Mund an.
    Solch harte Worte von der jungen, sonste eher eingeschüchtert wirkenden Orkin zu hören war mehr als ungewöhnlich.
    Erst als er sah, dass sich ihre Augen zu ungehaltenen Schlitzen verengten, fiel ihm auf, dass das wohl nicht die angemessene Reaktion war und er beeilte sich zu nicken.
    Hart fiel die schwere Tür hinter Taima ins Schloss.

    Einige Stunden später öffnete sie sich wieder mit einem leisen Quietschen.
    Taima erschien, sehr viel weniger energiegeladen, einige Haarsträhnen hatten sich aus ihrem sonst so sorgfältig gebunden Zopf gelöst und lies sie total zerzaust wirken und ihre Miene drückte alles aus zwischen Besorgnis und Erleichterung.

    Der Wache das gewohnte, sanfte Lächeln schenkend neigte sie den Kopf, um sich zu bedanken und ging dann auf die Suche nach den Anderen, um ihnen zu berichten, was sie gesehen hatte.

    Die Unruhe in der Halle war greifbar, als der Älteste den Hof betrat und Taima eilte zu ihm, um zu berichten.


    "Urog'âsh." Selten benutzte sie diesen Namen, um den Ältesten anzusprechen.
    "Wir müssen sie suchen. Wir müssen sehen, in welchem Zustand sie ist.
    Wir müssen sehen, ob sie nach Hause kommen will."
    Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst.

    :arrow: Heil- und Unheilkundige
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