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Brogûr - Blut und Sand
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    Brogûr Clawfinger
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    Brogûr - Blut und Sand

    von Brogûr Clawfinger » 06.11.2016, 20:31

    Die Donnerfestung - spät am Abend

    Die Sterne scheinen hell über dem Sumpf während der Orc geistesabwesend mit seinem Speer in der großen Flamme stochert.
    Einige der jüngeren Orcs, die sich heimlich aus ihren Fellen geschlichen haben, beobachten ihn aus der vermeintlichen Sicherheit einiger Kisten und Fässer heraus.
    Innerhalb der sicheren Festungsmauern trägt der Orc nichts weiter als eine lockere Fellhose sowie leichtes Schuhwerk.
    Die Jungen beginnen leise zu tuscheln als sie im unsteten Flackern des Feuers einige der größeren Narben auf dem Rücken des Orcs erkennen.


    "Sen es nub etwaz zu spät füa eugh Welpen?"

    Erschrocken setzen die jungen Orcs bereits zur Flucht an, doch mit einem Wink seiner schartigen Pranke ruft er sie zu sich an die Flamme.
    Zögernd nähern sich die kleinen Ausreißer und starren den venarbten Kämpfer mit großen Augen an.


    "Waz sen deinä Geschichte Brogûr? Wo war dere so lange?"

    Mit einem bedrückten grinsen fährt der Jäger mit seiner linken Pranke über die glühende Klinge seines Speers, der Geruch von verbrannter Haut lässt seine Zuhörer die Nasen rümpfen.

    "Ihr wollt mere Geschichte hör'n?
    Dann bleibt ein Weilchen und hört zu ..."
    [center]Wie die kleinen Schweinchen quieken werden, wenn sie hören was der große Eber erleiden musste.[/center]
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    Brogûr Clawfinger
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    von Brogûr Clawfinger » 06.11.2016, 20:56

    Ein unbekannter Ort - vor ca. einem Jahr

    Schlaff sackte der geschundene Mensch in sich zusammen, sein Schädel zerschmettert und deformiert.
    Sein Schlächter blickte teilnahmslos auf ihn herab, zu oft hatte sich dies in den letzten Jahren bereits wiederholt als das es ihn noch berühren würde.
    Die Zuschauer auf den Rängen grölten und jubeltenn wie sie es immer taten, in einer Sprache die ihm auch nach all der Zeit noch immer schauer über den Rücken jagte.

    Zulange war er bereits hier.
    Zulange hatte er zu Ihrer Belustigung getötet.
    Zulange hatten sie ihn in Ketten gelegt.
    Zu nachlässig waren sie geworden.

    Der leuchtende Metallsplitter wanderte unbemerkt in seinen Lendenschurz bevor die kalte Pranke des Dämons ihn aus der Arena führte.



    Einige Tage früher ...

    Wie lange er bereits an diesem unwirklichen Ort war vermochte der Orc nicht mehr zu sagen, genauso wenig wusste er wo genau er überhaupt war.

    Der Himmel, so es denn überhaupt einer war, blieb dauerhaft schwarz und undurchdringlich.
    Er könnte sich auf einer anderen Welt befinden oder genauso gut nur in einer riesigen Höhle.
    Eines konnte der Orc jedoch mit Sicherheit sagen, wo auch immer er sich gerade befand, einen Ort wie diesen hätte er sich nicht einmal in seinen schlimmsten Träumen ausmalen können.

    Dämonen versklavten andere Wesen, das war dem Orc bewusst ...
    doch das diese abschäulichen Kreaturen mit den so versklavten etwas anderes anstellten als sie nur zu korumpieren oder ihrer Macht zu berauben ... das verstörte ihn zutiefst.

    Er kannte Arenen, ähnlich dieser dämonischen pervertierten Version, von Ogern, Trollen oder profitgierigen Goblins.
    Das allerdings auch Dämonen Freude daran fanden Anderen dabei zuzusehen wie sie sich gegenseitig abschlachten, machte diese Ausgeburten in seinen Augen noch viel gefährlicher
    ... und das nicht nur weil er einder der Anderen war.

    DIe Zelle neben seiner öffnete sich und ein kräftig gebauter Mensch wurde hinein gestoßen.
    Er spieh dem dämonischen Wächter einige Flüche in Gemeinsprache hinterher.
    Der Orc verstand wie immer kein Wort, er hatte sich nicht die Mühe gemacht zu versuchen die Sprache seines Miitgefangenen zu lernen.
    Für gewöhnlich lebten sie ohnehin nicht lang genug als das es sich gelohnt hätte.

    Doch dieser Mensch schien anders zu sein, er hatte bereits einige Siege in der Arena davongetragen, besonders wenn sie ihm ihre Teufelshunde auf den Hals hetzen schien er sich besonders gut zu schlagen.
    Bei dem Gedanken an diese dämonischen Köter viel des Blick des Orcs auf seine linke Pranke.
    Vor einiger Zeit hatte auch er gegen ein Rudel dieser grotesken Wesen kämpfen müssen, dabei hatte ihm eines fast die Pranke abgerissen, seit dem fehlt ihm jegliches Gefühl in seiner Linken.
    Doch diese Weichhaut schien keinerleis Probleme mit den dämonischen Bestien gehabt zu haben.
    Obwohl der Mensch genausowenig am Leib trug wie er selbst hatten die Dämonen ihm nicht alles abgenommen, um seinen Hals baumelte eine Kette und an dieser hing eine Art kleine Satue.
    Die erste Zeit über schenkte der Orc dem Geschmeide genauso wenig Beachtung wie dem Menschen der es trug. Doch nach einiger Zeit bemerkte er etwas das seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
    Jedes Mal wenn die Weichhaut aus der Arena zurück in den Käfig gebracht wurde und nachdem er seine Schimpftiraden beendet hatte, umschloss er diesen unscheinbaren Anhänger mit beiden Hände und murmelte einige unverständliche Worte.
    Durch die Finger des Menschen schien dabei ein beruhigendes weißes Licht und er schien neue Kraft zu schöpfen.
    Es dämmerte dem Orc das diese unscheinbare Gestalt um den Hals des Menschen wohl etwas mit diesem ominösen "Licht" zu tun haben müsste.

    Ein Hoffnungsschiimmer regte sich in dem gebrochenen Orc, die Zeit seine Kettne abzustreifen nahte.
    Zuletzt geändert von Brogûr Clawfinger am 06.11.2016, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
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    von Brogûr Clawfinger » 06.11.2016, 22:05

    Die Donnerfestung - spät am Abend

    "Wie geht de Geschichte weita Brogûr? Erzähl, erzähl!"

    Ein unscheinbares Lächeln huschte über das Gesicht des Orcs ehe er wieder ernst wurde.

    "Es sen schon spät. Nub die Zeit füa kleine Orcn.
    Ab in de Fälle mit eugh.
    Ihä erfahrt nogh früh genug wie de Geschichte ausgeht."


    Nach kurzem Protest schlichen die jungen Orcs wieder zurück in ihre Felle.

    Der gezeichnete Jäger blieb noch einige Zeit am Feuer zurück bevor er sich, ausgezehrt durch die aus dem dunklen hervorgeholten Erinnerungen, ebenfalls auf den Weg in sein einsames Gemach machte.
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