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Der fremde Gast...
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    Shorka
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    Der fremde Gast...

    von Shorka » 25.11.2016, 03:01

    Der Mond senkt sich bereits langsam gen Horizont und das Licht eines neuen Tages wird bald anbrechen, doch noch hält die Nacht die gierige Hand über den Sumpf und taucht die Bäume und Gräser in ein unheimliches Licht. So auch die Gestalt, welche sich in einem langsamen, gemütlich wirkenden Tempo von den Ausläufern des Totenpasses voran schiebt. Eine seltsame, deformierte Monstrosität, hoch aufragend und doch von vier seltsamen Beinen getragen bewegt es sich auf die Festung zu. Doch je näher diese seltsame Gestalt kommt desto leichter ist es im Lichte erkennbar, dass es sich um jemand Reisendes handelt, getragen von einem dunkelgrauen Wolf.
    Doch bis diese Gestalt an der Festung ankommt wird es noch einige Stunden dauern...
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    Shorka
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    von Shorka » 25.11.2016, 19:07

    Die Stunden zogen sich dahin wie ein Wasserfall, plätschernd und ruhig wie die Schritte des Wolfes, der sich über die Nacht näher an den Clansitz herangewagt hat. Wohl auch nur auf das Wort der Orkin, die auf dem Rücken des Tieres sitzt und als Sattel nur eine einfache graue Decke nutzt. Weißes Fell, an den Seiten hängen einstige Pranken herunter, zieren die Schultern. Das violette Haar ist von der Reise nicht sonderlich hübsch in Form gehalten und fällt unordentlich gescheitelt vom Schädel, der an den Seiten kahl rasiert ist. Mit einigem Abstand zum Tor hält sie inne, blickt sich ein wenig um.

    Lok´tar Ogar!
    Ist die Festung bewohnt?


    Die kehlig-raue Stimme erhebt sich zu diesen Worten, die Augen wachsam und wartend ob es eine Antwort gibt.
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    Shorka
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    von Shorka » 25.11.2016, 23:20

    Neugierig fahren die Augen über die Pallisade, hier und da vielleicht den Kopf etwas schräg legend um durch eine Ritze im Holz etwas im Inneren erkennen zu können. Doch als die Stimme sich erhebt schwenkt sie zu dem Krieger, welcher sich im Tor aufbäumt und die Arme verschränkt.

    Lok´tar, Freund. Ich bin Shorka, eine reisende Schamanin auf der Suche nach einem Unterschlupf für die Nacht und einem Feuer unter Freunden.

    Nun wird auch der Ork genauer inspiziert. Neugierig wie ein Welpe und doch einige Zeit bereits aus dem Alter heraus.

    "Sagt.... welcher Clan nennt dieses Land sein eigen?"
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    von Kreshkor » 26.11.2016, 13:04

    Kreshkor beobachtet die selsame Fremde aus dem Sumpf heraus.

    In seiner Wolfsgestalt ist er eins mit dem Sumpf.

    Diese Haarfarbe lassen eine Erinnerung in ihm erklingen, an einen Ort, weit entfernt von

    diesem.

    Er richtet sich zu seiner vollen Größe auf, die Wolfsgestalt hinter sich lassend und die

    Äxte ziehend.

    Wachsam beobachtet er mit leicht zusammen gekniffenen Augen das Geschehen,

    bereit sich zwischen seinen Häuptling und die Fremde zu werfen, sollten seine

    Ahnungen sich bewahrheiten.

    Er hat in der Vergangenheit schon größere Entfernungen schnell überwunden, wie die

    nun nötigen acht Wolfslängen.
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    von Shorka » 28.11.2016, 15:51

    Weiterhin ruhig auf dem Gefährten, der sie trägt, sitzend wartet sie und blickt Urog´ash weiter an.
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    von Shorka » 28.11.2016, 18:02

    Sie nickt über diese mehr als zufriedenstellende Antwort und rutscht vom Rücken ihres Tieres, klopft sich auf die Brust für einen respektvollen Gruß.

    "Gut gesprochen, Freund. Ich bin Shorka aus Orgrimmar. Ich bin eine einfache Schamanin auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht und auf der Suche nach Geschichten von unseresgleichen. "

    Einen Moment lang wartet sie ehe sie anfügt.

    "Wird mir der Donneraxt Clan die Tore öffnen?"


    Ja, ich bin nur zufällig darauf gestoßen und dachte mir, ich gebe mal meine zwei Senftütchen dazu. Aber scheinbar ist das KdV-Forum nicht sonderlich unterschiedlich wie das Aldor-Forum. ^.^ Dort überlasse ich es meist den Geduldigeren sich mit sowas auseinanderzusetzen.

    Ich wußte übrigens nicht, ob das hier in diese Forensparte reinpasst für erstes RP. Man darf sich hier natürlich gern mit einmischen, sofern ich nicht vor Ort sein kann.
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    von Kreshkor » 29.11.2016, 17:39

    Kreshkor entspannt sich und lässt die Waffen in die Halterungen am Gürtel gleiten.
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    von Shorka » 03.12.2016, 15:11

    Einige Tage sind nun vergangen seitdem Shorkah als Gast des Clans beherbergt wurde. Die kurzen Tage, in denen sie den Peons half oder sich um notwendige Übel auf den verheerten Inseln kümmerte, es fühlte sich seltsam an. Etwas war nicht richtig. Und doch konnte sie den Finger nicht darauf legen, es nicht benennen was in ihren Augen falsch war. Seufzend legte sie sich in die Felle, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und angestrengt nachdenkend bis die Müdigkeit ihren Tribut forderte.

    Die Nacht, obwohl diese länger als der Tag war, endete früh für Shorkah. Erschrocken fuhr sie hoch ehe sie begriff, dass sie wach war. Es musste ein seltsamer Traum gewesen sein, etwas ungreifbares für ihren noch müden Verstand und so machte sie sich bereits auf, um die gegen die Legion zu helfen. Letztlich, so dachte sie bei sich, hat es immerhin ein gutes Gefecht gegeben als ein kleiner Trupp Allianzler versuchte, die Bemühungen der Horde für den bevorstehenden Kampf zu sabotieren.

    Mit Blut bespritzt kehrte sie zurück zur Feste, musste jedoch ein wenig in sich hineinschmunzeln. Lugosh kreuzte ihren Weg, beglückwünschte sie zu dieser neuen, aufregenden Gesichtsfarbe und ließ Shorkah recht zufrieden wirken. Meist hatte sie sich doch in Kämpfen mehr um die Verwundeten gekümmert denn den Hammer gegen die Feinde geschwungen. Aber jetzt, jetzt brannte sie regelrecht nicht nur ihre Heilkünste einzusetzen sondern auch ihren Hammer zu schwingen um die Elemente auf ihre Feinde niederregnen zu lassen. Ihre Muskeln spannten sich an bei dem Gedanken, doch hier in der Festung waren keine Feinde. Noch nicht und sie glaubte auch, dass nur Dumme sich dieser Festung nähern würden wenn sie von der Allianz wären.
    Schmunzelnd ging sie an das große Feuer, die Flamme Donneraxt wie sie von den Nordorcs genannt wird, und setzte sich für einen Moment der Meditation.

    Wie lange die Schamanin dort saß, im geheimen Zwiegespräch mit Feuer, wußte sie nicht. Doch konnte sie die Scharfseherin erst benerken, als sie herantrat und grüßte. Die Frage, ob Shorkah mit ihr zum Thron der Elemente der Scherbenwelt reisen würde, war wie ein Donnerschlag. Das war es, was so sehr an ihr genagt hatte, sie umtriebig den Peons hat helfen lassen. Sie wollte nicht mehr nur ein einfacher Gast sein. Sie wollte helfen, und dies war eine Gelegenheit sowohl dem Clana zu helfen als auch die Möglichkeit, mehr über ihre Ahnen zu erfahren.
    So zog sie mit Sunekka, der Scharfseherin los zum Thron der Elemente. Im Gepäck etwas Wasser, ein Holzscheit von Flamme Donneraxt und einer kleinen Hand voll Erde.
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    von Shorka » 09.12.2016, 16:56

    Viele Tage sind bereits ins Land gegangen seitdem der Häuptling Urog´ash ihr gesagt hat, dass sie im Clan aufgenommen wurde. Der Häuptling ist ein Meister der Dramatik, das hat Shorka bereits durchschaut, aber sie mochte es. Das Blut rauschte ihr durch die Adern als er immer wieder zögerte, unklar ob es doch so sein sollte. Die Hände ballten sich schon leicht vor Anspannung im Schoß, diese vor den Blicken von Sunekka, Balrog und Lugosh verbergend. Und bei den Ahnen und Elementen, sie wollte nichts anderes als ankommen. Einen Clan finden, der für sie da ist so wie sie sich einst geschworen hatte, für den Clan da zu sein.
    "... du darfst bleiben" waren die Worte, die ihr Leben verändern würden. Von Grund auf und mit vielen Dingen, die anders waren als sie es gewohnt war. Euphorisch hätte sie Urog umarmt, ihn im selben Augenblick gegen den Oberarm geschlagen - doch sie tat es nicht. Es wäre respektlos gewesen. Der Schlaf, den sie diesen Abend fand, war angenehm und ruhig, auch wenn die junge Schamanin sich fragte, was der Durub damit meinte als er sprach, dass viele sich nicht sicher wären. Vielleicht sagte er das zu allen, die nicht im Clan geboren wurden. Das wußte sie nicht, sie wußte nur, dass sie angekommen ist.

    Die Flamme Donneraxt brannte, doch ging das Holz langsam zu Neige. Ausbesserungen, die unter der Hand gemunkelt wurden, brauchten Holz wie auch anstehende Rituale. Alle, die sich dem Rudel für die Beschaffung anschließen wollte, durfte mit. Shorka ließ sich nicht zweimal bitten - die Aussicht dem Clan helfen zu können und dabei ein paar Kleinzähne zu sammeln war zu verlockend. Auch konnte sie die anderen, die sich anschlossen, besser kennenlernen. Lugosh hatte dafür ein besonderes Interesse geweckt. Sie wußte, als man ihn ihr vorstlelte, dass er einen Grubenkampf gewonnen hatte und als ein großer Krieger galt.
    "Wenn die Zeit reif ist... will ich dich kämpfen sehen... " dachte sie bei sich. Nie konnte sie ihre Fähigkeiten im Zweikampf mit einem Ork nie wirklich testen. Die Holzbeschaffung verlief ruhig, nur einige Wachen auf den Wegen zum Holzfällerlager hatten versucht, die Kolonne aufzuhalten, doch war die Kampfeslust der Donneräxte ungebrochen. Und auch der Rückweg war recht entspannt, was Shorka ziemlich niedergeschlagen hat. War es an den Kleinzähnen nicht gelegen, ihr Holz zu verteidigen? Ihre Ländereien? Was, wenn die Donneräxte kein Holz sondern Nahrung und Sklaven raubte?
    "Die Allianz ist schon sehr seltsam... " schloß sie für sich gedanklich ab als bereits die ersten Hölzer von dem Kodo einer Orkin purzelten. "Heee... Xool! Du hast was verloren!" rief sie und trug diese zurück zum Kodo, der immerhin nach einiger Zeit stehen blieb, befestigte das Holz erneut. Diese Gleichgültigkeit. Wie ein Dorn im Fleisch hing ihr diese Situation nach, schob es aber beiseite. Es lag nicht an ihr zu beurteilen ob das Holz, welches noch im Lager ankommt, auch genug ist. Doch schien viel mehr dahinter zu stecken als nur simples Holz.
    Völlig in Gedanken versunken kamen sie schon fast an und Lugosh konnte ihre Provokationen nicht mehr allzu leicht ignorieren, um nicht ganz in Gedanken zu verfallen. Dem Zweikampf hatte er zugestimmt und Shorka brannte darauf, seine Kampfkünste zu entdecken.
    Doch was sie entdeckte waren Schmerzen. Viele Schmerzen. Es war für sie unverständlich, wie ein stämmiger, kräftiger Ork sich so schnell bewegen konnte nur um dann doch an einem ganz anderen Ort zu sein. Die Schläge waren erträglich, doch die Menge, die auf sie einprasselte, waren es nicht mehr. Ihr Hammer, gut geführt aber schwerer, trafen ihn selten. Etwas Blut ausspuckend hob sie nur resigniert die Hand und winkte ab. "Du ... hast gewonnen.... das.. ist zuviel.. " japste sie nur und tappste außerhalb des Platzes, wollte Dabu´ka ihr Glück versuchen. Und sie führte einen Bogen, keinen Hammer. Und doch konnte auch sie nicht bestehen. Dennoch, so gestand sie sich, war Dabu´ka mutig hatte sie schließlich mitangesehen, wie die Schamanin verprügelt wurde.
    Ein paar erfrischende Heilzauber ließen den Schmerz verklingen, doch der Schock saß der Schamanin in den Knochen. Es war eindeutig zu früh sich mit so einem hervorragenden Krieger zu messen. Aber irgendwann würde sie ihn besiegen. Irgendwann... und mit diesem Gedanken schmunzelte Shorka, legte sich in die Felle und fiel in einen tiefen Schlaf.
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    von Shorka » 25.12.2016, 17:33

    Viele Male ist die weiße Dame und ihr Kind am Himmel aufgegangen, hat den Sternen ihren Glanz verleiht. Tage der Aufregung, wurde die junge Schamanin bereits zur Späherin geweiht. Die Prüfung verlangte viel von ihr, machte es schwerer durch die Überraschung und doch biss sie sich hindurch. Die Feier in Orgrimmar, ihrer Heimat, war feucht-fröhlich, der Schnaps und das Bier floßen in Strömen die Kehlen hinunter und auch sie gönnte sich das ausschweifende Besäufnis.
    Seit dem Shah´Prak Ausritt mit Dabu´ka lernten sie sich besser kennen, eine gute Freundschaft würde sich daraus entwickeln, da war sich Shorkah sicher. Und auch mit Lugosh, Bashek und den anderen kam sie recht gut klar, lebte sich sicherlich recht gut ein auch wenn vieles noch ungewohnt war. Selbst der magisch bewanderte Sprücheklopfer Iz´grimar imponierte ihr mit seinem Geschick, Eis wie Kanonenbälle umherzuwerfen. Er erinnerte sie an sich als sie und sie bedauerte es für sich, dass er die Ahnen nicht sehen konnte um ein Schamane werden zu können.

    Das Aaz´nodûm, die Clanversammlung, ließ für alle die Ereignisse noch einmal in Erinnerung rufen oder brachte all jene, die anderweitig zu tun hatten, auf den neuesten Stand. Gäste wohnten bei, beeindruckt von der Größe des Clans und ihrer Einigkeit. Sogar ein paar schicke, rote Schultern waren nett verpackt beim Beuteltausch und der Schokoladenkuchen von Attra wurde von Shorkah und Dabu´ka verzehrt und für Gesichtsverzierungen genutzt.

    Iz´grimars Aufnahme durch das Ritual wurde den letzten Abend abgeschlossen und sie nickte insgeheim für sich. So einen Clan wie die Donneräxte hatte sie auf ihren Reisen noch nicht erlebt. Wo andere stagnierten, sich der weichen Art durch die Blutelfen hingaben so wuchs der Clan und stetig neue Orks kamen, um ihre Neugier zu stillen. Ein paar Fläschchen, die Lugosh ihr schenkte, klimperten ganz leise beim Austausch, machten Shorkah fast sprachlos. Damit hatte sie eindeutig nicht gerechnet und konnte ihm nur eine Zuckerstange aus Orgrimmar schenken. Sie war ihm dankbar dafür, übersah die leichte Kränkung, dass die Süßigkeit keine Proteine enthalte. Es war die Geste, die für sie zählte, nicht das, was es wert sei.

    Die große Flamme Donneraxt, wie sie genannt wird, loderte und ließ das Holz darunter knistern. Das Lied aus Hitze fing den Geist der Schamanin ein, die wie immer wieder wie gebannt mit leicht verengten Lidern hinein blickte. Die Erde unter ihr vibrierte leicht aufgewühlt und die Luft trug den leichten Hauch Salzwassers aus der Ferne mit, mischte sich mit dem umtriebigen, orkischen Geruch und dem des Sumpfes.
    Sie war sich sicher, dass die wohlgemeinten Ratschläge im Guten gemacht wurden. Doch sie ist, die sie ist. Jedes weitere Wort, welches im leisen getauscht wurde, ließen ihr Blut kochen - kam es schließlich aus heiterem Himmel. Ihr Geist raste, nach einer Antwort suchend woher diese Ratschläge kamen und warum sie ausgerechnet jetzt kamen. Doch nur eines kam in Frage und das wurde verneint. Der Hammer auf ihrem Schoß wurde angehoben als die Schamanin aufsteht - ihre schlechte Laune sollte niemandem den Abend verderben, schon gar nicht Iz´grimar. Es war sein Abend, dachte sie sich, nicht ihrer. Und so entfernte sie sich von der Flamme, bereit für die Felle.

    Etwas Ruhe für meinen Geist. dachte sie bei sich, deckte sich mit dem Fell zu und drehte sich auf die Seite. Ruhe sollte der Schamanin nicht vergönnt sein. Unruhig wälzte sie sich in ihrem Schlaf hin und her, wie ein Boot das auf wilden Wellen ritt. Donnerschläge, kraftvoll und beängstigend, donnerten wie Trommelschläge durch eine verregnete Traumwelt und ihren Geist. Die starke, blassgrüne Hand am Mast festgepackt und ohne Ruder trieb das Boot die Wellen auf und ab, einem unbekannten Ziel entgegen. Stumme, wortlose Rufe der Besänftigung der tobenden Elemente halfen nichts und das Wasser schwappte hinein, der Orkin ins Gesicht. Wut brandete in ihr auf wie die Wellen, die an das Holz krachten. Eine riesige Welle türmte sich auf, überragte das Boot und drohte es zum kentern zu bringen. Mit einem tiefen, wutentbrannten Schrei begegnete sie dem Element, spürte wie ihre Haut durch die Hitze der Kampfeslust prickelte ehe die Welle brach und Shorkah schreiend aufwacht.
    Schweißgebadet und schnaufend blickt sie sich um, erspähte im Dunkeln jemand schlafendes. Die Hand wischte über die Stirn, ließ die Schamanin zurückfallen. Noch einige Zeit lag sie wach, grübelnd über das, was sie geträumt hatte.

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