Grodork Rückenbrecha
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    von Grodork » 09.03.2014, 10:47

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    *Die Dunkelheit hat den Morgen noch im Griff. Es ist früh, sehr früh als Grodork seine Kiste nach draussen auf den Hof zieht und seinen Worg zur Abreise bestückt. Links und rechts an den Seiten des alten Wolfes hängen zusammengerollte Felle und hölzerne Schlachtwaffen. Vorne am Halse ziert eine Trophäenkette aus Knochen das gute Tier. Die meisten Orcs schlafen noch um die bevorstehende Jagd mit aller Kraft und Ausdauer vorranzubringen. Dem alten Orc macht dieses stickige Wetter sichtlich zu schaffen. Grodork kann Sümpfe garnicht ausstehen und hat so seine eigenen Schwierigkeiten mit dieser neuen Heimat klarzukommen. Nachdenklich streicht er mit seinen grünen Krallen durch sein Krauselhaar auf der Brust und lässt seine Blicke innerhalb der Feste umherschweifen. Mit nahezu geschlossenen Augen verharren seine Blicke auf die Unterkünfte die etwas abseits zum Hauptfeuer in der Mitte des Hofes plaziert sind. Langsam bewegt sich der Kriegsorc auf diese zu und öffnet die Fellvorhänge um anschliessend einzutreten. Auf leisen Sohlen geht er langsam den Gang entlang und blickt auf seine ruhenden Orcs. Bekannte, aber auch einige unbekannte sind darin zu finden und Grodork weiss genau, dass ein jeder von ihnen seine Geschichte innerhalb des Clans schreiben wird, so wie er selbst seine Geschichte geschrieben hatte. An einigen Fellen bleibt er länger stehn, an anderen hingegen geht er mit gleichgültigem Blick vorrüber. Am Ende des Ganges verlässt der Veteran das Zelt und nimmt Kurs auf das Häuptlingszelt. Dort eingetreten erhaschen seine Blicke den Durub. Urogash Vorghai hingegen kennt die Absichten seines Uruks und blickt ihn nur wortlos an. Auch von Grodork`s Seite fallen keine Worte. Einander wissen sie um die Bedeutung des Blickes und der Entscheidung die Grodork gefällt hat. Ein Nicken reicht und der Fellvorhang schliesst den letzten Blick auf seinen Ziehvater. Grodork richtet seine Brust und seinen Gang gerade auf und wuchtet sich mit seinen mittlerweilen zugewonnenen Kilos auf seinen alten Worg. Ein Tritt in dessen Flanke lässt das Tier einmal laut aufheulen und durchstarten. Mit Eile geht es aus der Festung hinaus gen Westen....


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    Rasch geht es vorran, die Sümpfe hinter sich lassend erreicht Grodork den Gebirgspass der Totenwinde. Die Luft die seine Lungen füllt ist bereits klarer und sauberer, aber eben auch kälter. Während des Rittes wirft sich der Krieger den Umhang über die Schulter und zurrt ihn in der Halsgegend fester. Zwei Tage lang braucht er für die Überquerung des Passes, bis unten auch schon das dunkle Blätterdach von den dämmernden Wäldern seine Blicke fokusiert...*
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    von Grodork » 10.03.2014, 10:26

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    *Immer dichter werden die Wälder, Schatten umhüllen zunehmend Grodork und lassen erahnen welch Getier abseits der Straße in den Wäldern lauert. Doch Grodork ist nicht das erste mal hier. Oft hat er den Weg genommen, allein oder auch mit dem Clan an seiner Seite. Weit unten im Tal erscheinen die ersten Lichtschimmer von Dunkelhain. Die Sharastadt so weiss der Krieger ist von gut gerüsteten Wachen bewacht und lassen ein Durchkommen ohne Blessuren wohl nicht zu. Er entscheidet sich den Weg über die südliche Hügelkette zu nehmen. Einen Tag lang irrt er durch die mit Untoten und Spinnen verseuchten Wälder. Den Kampf ging der Orc diesmal bewusst aus dem Wege, da er noch eine lange und beschwerliche Reise durchstehen muss. Kilometer um Kilometer lässt er hinter sich, Tage vergehen. Das Klima in dieser Gegend ist schon unfreundlicher wennauch gewünschter von Grodork. Eisig pumpt er Luft in seine Lungen und schiebt sich gemächlich weiter gen Westen. Starr richten sich seine Augen auf eine Gabelung unweit der Grenze des Schlingendorntals. Von dort aus so weiss Grodork ist es nicht mehr weit. Zunehmend erhellt ein Lichtschimmer im Süden das Blätterdach. Undurchdringlich und doch langsam öffnend verliert der Wald an Dichte und gibt den Blick auf eine hölzerne Brücke frei, die den Grenzgraben und gleichzeitig die Wetterscheide zum Dschungel markiert. Die Gebirgszüge halten die warme Luft davon ab weiter in den Norden zu strömen und sorgen für das kältere Klima hier und das wärmere auf der anderen Seite des Gebirgszuges. Nur diese Holzbrücke verschafft ein Durchkommen und zeigt das dahinterliegende Land in seinem Reichtum an Nahrung und Erzen...*

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    *Als Grodork immer weiter in das grüne Land einzieht wird ihm etwas unwohl. Diese ständigen Witterungswechsel hat er früher besser vertragen und so kommt es, dass er sich an einem Baum nahe der Straße ausruhen muss. Stunden vergehen und Grodork ist eingenickt. Als er am Abend zu sich kommt, ist auch schon das letzte Licht gerade am entweichen. Um keine Zeit zu verlieren stemmt sich der Orc gegen seine Ausrüstung und vertäut den Rest seiner Reisekleidung am Worg. Durch die wärmere Luft benötigt er nurnoch weniger am Leibe als sonst. Seine Gedanken sind in diesen Minuten und Augenblicken auf den Clan ausgerichtet. Haben sie sein Weggehen bemerkt? Werden sie ihn vermissen? Oder ist es auch nur dass was Grodork gerne hätte? Zunehmend plagt in der Gedanke in Vergessenheit zu geraten. Als die Entscheidung fällt nun weiterzuziehen, ist das Gröbste seines Gedankensturms auch schon vorrüber. Unablässig und langsam, für Orc und Tier belastend schiebt sich der Einorctross gen Süden durch die Nacht. Am Morgen des darauffolgenden Tages endeckt Grodork am rechten Seitenarm der Straße ein altes verwittertes Schild dass den Weg nach Grom Gol kennzeichnet. Plötzlich bricht unter dem Gewicht der Last sein Worg zusammen und bleibt hechelnd am Boden liegend. Die Reise war zu schwer für seinen treuen Begleiter. Der alte Krieger sieht ein, dass es wohl von nun an zu Fuß weitergehen muss. Mit etwas Wasser und einer längeren Rast schafft es der Krieger seinen Worg wieder etwas reisefähiger zu machen. Dennoch ist er nicht herumgekommen einige seiner Waffenteile zurückzulassen. Zu schwer war die Last für beide dies zu schultern. Grodork geht vorraus und führt seinen Worg weiter den Pfad entlang. Gegen Mittag als die Sonne am höchsten steht erreichen sie die Palisaden von Grom Gol. Dort verbringen sie einen ganzen Tag und eine Nacht um sich zu stärken. Morgen schon soll der Zeppelin kommen den Grodork so hasst. Nichts ist im mehr zuwieder als sein Leben in die Pranken dieser kleinen schmierigen Goblins zu legen. Doch es muss sein.....*
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    von Grodork » 12.03.2014, 11:23

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    *Geschüttelt und gerüttelt erwacht der Krieger aus seinem Schlaf. Seine Augen kreisen sofort umher um die Ursache für dieses unsanfte Wecken herauszufinden. Dann sieht er wer oder was ihn dort so wagte zu wecken. Klein, grün mit graugrünen Haaren steht ein mit Leder bekleideter Grünling mit großen Ohren vor ihm. Wütend tritt Grodork zu und der Miesling landet auf dem Hosenboden....*

    Grodork: "Du kleiner Stinkfisch, du wagst es den alten Orc anzufassen?"
    Goblin: "Dein Zeppelin ist da du dickbauchiges Vieh!"

    *Der Krieger umgetrieben von Wut und Rachsucht greift nach dem Goblin, der sich wie ein schmieriger Fisch auch sogleich aus dem Staub macht. Mit der Einsicht den Grünling nicht fangen zu können, rappelt sich der Alte auf und wirft sich seine Utensilien über. Sein Worg folgt ihm langsam in Richtung des Gobboturms. Es geht beschwerlich den Turm nach oben und der Veteran sieht auch schon dieses aufgeblasene Drecksding das aus Goblingedanken geschaffen wurde. Grodork geht zögerlich an Bord und setzt sich am Ende an der Reling mit den Rücken zur Bordwand. Schweigend beobachtet er das ablegen vom Turm und lässt seinen Blick über das Deck schweifen. Das Geschaukel und auch das Gefühl keinen festen Boden unter den Stampfern zu haben lässt ihn fast schon unsicher wirken. Die Tage vergehen und auch Grodork gewöhnt sich nach und nach wieder an dieses Flugding, wie er es immer getan hat. Der erste Schritt ist ihm stets der schwierigste gewesen. Plötzlich ein leichtes Hornblasen im Wind dass an Grodork`s Ohren tönt. Der Winzling am Bug des Zeppelins war es! Irgendwas muss er gesehen haben. Grodork richtet sich auf und schlendert neugierig über das Deck. Nickend blickt er in die Ferne. Das Farbenspiel zu Tagesanfang ist atemberaubend. Vor ihm bildet sich aus dem Sonnenaufgang heraus eine dunkle Masse aus Erde. Grodork erkennt sein Durotar und es dauert auch nicht allzulange, bis er auch die ersten Spitzen von Orgrimmars Wehrtürmen sieht. Fasziniert und gefestigt steht der Orc an Deck und hat nun sichtlich Freude daran, das Gewusel der kleinen Grünlinge mit anzusehn. Lange wird er nicht in Orgrimmar bleiben. Eine Nacht wird ihm bleiben, eine einzige! Nach etwa einer Stunde des ruhigen Gleitens passiert der Zeppelin in einiger Höhe die Befestigungsmauern und hält geradewegs auf den Anlegerturm zu. Nachdem das Luftschiff festmacht geht Grodork gut gelaunt von Bord...*
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    von Grodork » 13.03.2014, 12:24

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    *Kaum festen Boden unter den Füßen, atmet der alte Orc erleichtert aus und zieht Luft durch seine mit Meersalz verkrusteten Nüstern. Endlich in Orgrimmar! Die Gäste vor ihm auf Seite schiebend, hält Grodork direkt auf die Treppen nach unten zu. Sein Worg folgt stumm und hörig. Unten angelangt fahren Grodork`s Augen herum und suchen diesen Stallmeister, der sonst immer da ist wenn Grodork ihn nicht will. Ah, da ist er denkt sich der Krieger und wankt auf ihn zu. Nach einigen Minuten der Palaverei entscheidet sich Grodork dahingehend seinen treuen Begleiter über Nacht in Obhut zu geben. Gut gelaunt und durstig bahnt er sich seinen Weg in Richtung Stadtkern. Angewidert beobachtet er das Gesindel , dass seine Mar verschmutzt und besudelt. Pandas, Leckelfen und Kuttenträger machen sich breit wie Pestgeschwüre. Am liebsten könnte Grodork im vorbeigehen schon Rache üben an denen die er eh nicht mag - Also Alle! Sich zurücknehmend und den engen Gassen folgend betritt der Alte unweit des Tals der Geister eine in den Fels gehauene Taverne. Wie er die Tür öffnet, schlägt ihm schon der Gestank saufender und fressender Orcs entgegen. Mit einem Grinsen im Gesicht hält er Ausschau nach einem Stzplatz. Dort am Eck, hinten gekauert sitzt ein Goblin am Kleintisch und versucht sich an bleichen Knochen. Grodork schiebt sich in Richtung des Tisches und knallt seine Ausrüstung neben den Goblin auf die Bank. Nach einer freundlich bestimmten Aufforderung "Verschwinde!" ist auch der Winzling fort und der Krieger findet Ruhe. Seine Anwesenheit ist nicht unbemerkt geblieben und schon hat er einen stattlichen Krug voller Schwarzbier auf dem Tisch stehen. Die Stunden vergingen, das Nass floss in den Rachen, die Weiber wurden um sich gescharrt und Widersacher fast totgeprügelt. Was für ein Abend der Völlerei und Saufwut.....*
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    von Grodork » 14.03.2014, 09:17

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    *Mit fürchterlichem Kopfweh erwacht Grodork in einer nahezu leeren Taverne. Ein mieses Stechen zieht sich von der linken bis zur rechten Gesichtshälfte. Schwer und ungelenkig kriecht der Orc unter dem Tisch vor und lässt sich mit dem Rücken an der Wand nieder. Mit seiner rechten Pranke ertastet Grodork den stechenden Schmerz und bekommt die Gewissheit, dass wohl seine Nase etwas angebrochen ist. Er erinnert sich aber an nichts mehr und so bleibt der Augenblick der Gegenwart. An sich hinuntersehend bemerkt er, dass Bier und Gebrochenes seine Lederbekleidung zieren. Angeekelt steht der Orc auf, sucht seine Ausrüstung zusammen und verlässt dieses Stinkloch. Draussen erwartet ihn schon klare Luft und Sonnenschein, die ihm mehr schaden als nützen. Müde, gerädert und völlig schlechtgelaunt schiebt sich der massige Orc in Richtung des Zeppelinturms. Die Sonne blendet natürlich genau aus dieser Richtung und so wankt er ziellos als in diese Richtung. Nach etwa 30 Minutenschlägen hat er den Turm erreicht und betritt diesen Dampfantrieb der unter seinen Füßen zum laufen kommt. Mit quietschenden Bewegungen führt der Weg nach oben. Grodork ist es noch grüner zumute als er selbst ist. Das Schaukeln macht ihn kaputt . Oben angekommen betritt er den Zeppelin, der ihn so die Ahnen wollen in die Feste nach Nordend bringen soll. Kaum an Bord nickt Grodork in den ersehnten Schlaf . Die Winde tragen das Luftschiff gen Norden über das Land und Meer hinaus...*
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    von Grodork » 15.03.2014, 11:05

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    *Zitternd erwacht der alte Orc am Morgen des darauffolgenden Tages. Ihm bläst eine kalte steife Brise entgegen. Als er zum Gähnen ansetzt, bemerkt Grodork wie viele kleine weisse Körnchen über das Deck des Luftschiffes hupfen. Graupelschauer! Nordend kommt auch schon einige Augenblicke später in Sicht und in der Ferne zeichnen sich die Schatten von Garrosh`s monströser Festung in den Horizont. Die Kriegshymnenfeste thront fast schon majestätisch in dieser unwirtlich lebensfeindlichen Umwelt voller Eis, Wind und Schnee. Und doch fühlt Grodork das erste mal sei langem wieder eine Art von Gefühl dass ihn einst zu dem machte was er heute ist. Das Gefühl mit seiner Umgebung verschmelzen zu können und eins zu werden mit dem Land dass ihm gefühlsmäßig am ehesten an die kalten Wälder des Eschentals vor vielen Wintern erinnert. Der alte Orc wird umhergerissen von Gefühlsschwankungen und Regungen. Seinen Umhang enger ziehend sieht Grodork über die Reling hinaus auf die immer deutlicher und größer werdende Festung. Es ist nur noch eine Frage von einigen Minuten, bis das große Luftschiff in das Herz des Stahlkolosses einfliegt um festzumachen. Er erinnert sich auch an die alten Tage vor langer Zeit, als diese Festung noch das Zuhause der Nordorcs war. Die Gespräche unten am Feuer, die Wärme die aus dem Stall das innere der Festung durchströmte und auch als ein Orc Namens Krenn damals zum Donnerkrieger wurde. All das ist es, wovon Grodork noch lebt und was ihm sein geistiges Auge nach und nach offenlegt. In diesen Minuten vermisst er aber auch seinen Clan. Ohne diesen Clan indem er den Großteils seines Lebens verbrachte, bleibt nur das Gefühl ein einsamer Orc zu sein. Einzig seine Geschichte und seine Erfahrung lässt ihn in diesen Stunden stolz leben. Buuuuuummmmmm !!!!! Ein Stoss, ein vibrieren und das Luftschiff macht innerhalb der Feste fest. Mit seinen Habseligkeiten über der Schulter und seinem Worg im Schlepptau verlässt Grodork das Luftschiff und geht die Eisenstiegen nach unten...*
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    von Grodork » 17.03.2014, 11:05

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    *Am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden ist es kälter als tags zuvor. Der Himmel hat sich zugezogen und spannt ein graues Band mit leichten Flocken über den Nordhimmel. Gestern noch hat Grodork seit langem wieder Nordlicht sehen können, dass mit spitzen Zungen am Himmel tanzte und die Nacht verschönerte. Doch heute Morgen ist es eben anders als Gestern und der Orc packt seine Ausrüstung zusammen um langsam aber sicher in den Tag aufzubrechen. Mit steifen und müden Gliedern verlässt er mit seinem Worg die Festung und reitet langsam den Abhang hinunter. Vor ihm liegend breitet sich das sagenhafte Rot der Tundra aus und verleiht diesem nördlichem Landstrich ein ganz besonderes Flair. Auffällig im Vergleich zum Süden sind die offenen Flächen ohne Bäume und Geäst. Schneidig wird der alte Krieger auch schon von einer Böe heimgesucht, die sich wie eine Speerspitze mit eisigen Zacken unter seine Rüstung bohrt. Schauer laufen ihm den Rücken hinunter und verursachen Gänsehaut auf seinen Armen. Den Umhang enger ziehend reitet Grodork einige Stunden nach Nordost. Weit ab in der Ferne ist ein grüner Streifen am Horizont erkennbar, dessen Hintergrund von hohen Stieben aus Wasserdampf überzeichnet wird. Grodork weiss, dass es dieses Grün dort nur gibt weil die Erde das Tor zur Unterwelt aufstößt und seinen feurigen Atem in die Winde bläst. Doch ist die Vegetation dort recht angetan von wärmenden Nass. Aber nicht nur das, sondern dort herrscht auch Leben in einer unangenehmen Form. Grodork erinnert sich an frühe Zeiten des Daseins hier in der Tundra. Es ward genau dieser Landstrich durch den der Krieger damals erkundend zog. Damals hörte er ein Tapsen hinter sich und eher er sich versah wurde er von kleinen hüpfenden Drachen umlagert, die sehr flink und bissig waren. Nur mit Not konnte er damals entkommen und einen eisigen Hang hinunterrutschen. Die Waffe etwas locker am Saumsattel haltend reitet er nun durch diese unwirtliche Welt voller Dampf, Eis und Schnee. Unaufhaltsam zieht sich der Weg gen Osten und der Clanorc passiert die gefährlichsten Stellen ohne Zwischenfall. Kurz vor der Nacht erreicht Grodork Tauka`le, eine Siedlung mit Hornköpfen die etwas taurisches an sich haben und doch anders sind. An der Pforte erkennt man sogleich dass man auch erkannt wurde. Die Speerträger werfen sich auf den Boden und blicken zu Grodork auf. Er wird sofort mit etwas warmen bedeckt und sein Worg versorgt. Damals vor vielen Wintern hat der Krieger im Namen dieses Banners viele Aufträge erledigt und sich einen Ruf erarbeitet der der Erfurcht entspricht. Demzufolge sind es mehr Gesten als Worte als der Krieger vor den Häupling tritt und einen Nachtplatz erbittet. Am Feuer wurde bis spät in die Nacht getrunken, gescherzt und gelacht. Aber auch Geschichten und Heldentaten des Südens wurden erzählt.......*
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    von Grodork » 20.03.2014, 09:32

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    *Der nächste Tag beginnt mit einem Schneesturm, der sich tags vorher bereits angekündigt hat. Grodork erwacht in einem geborgenem Umfeld voller Wärme und Feuer. Die Schamanen der Taunka haben sich bestens um den alten Krieger gekümmert. Fleisch mit Honig umstrichen in Biersoße gebraten gab es in reichlichen Mengen. Die Völker des Nordens verstehen die Jagd und die Eissteppen sind üppig an Wild. Doch Grodork weiss auch, dass diese ETA oder welche Namen die da tragen recht aggressiv gegen Jäger vorgehen. Sein Kenntnisstand beschränkt sich nur auf das, was er selbst erlebte weiter im Westen. Dort treiben Wilderer ihr Unwesen und nehmen sich mehr aus der Natur als diese zurückgeben kann. Die Taunka jedoch verstehen das Gesetz des Gebens und Nehmens. Nichts anderes hat sie in dieser Welt weitergebracht als diese Philosophie. Rülpsend liegt der Krieger mit weit von sich gestreckten Beinen innerhalb der Holzhütte und starrt auf die fellverhangenen Wände, die jegliche Zugluft abweisen. Sichtlich angenervt von seinem Vorhaben muss er sich doch irgendwann erheben und geht vor die Hütte. Stechend hell raubt ihm der Schnee das Augenlicht. Die Schneeblene die Grodork im Alter heimsucht ist mittlerweile mehr als lästig geworden. Doch es hilft nichts und ein Aufschub der Zeit ist nicht möglich. Sein bereits gesattelter Worg steht bereit und Proviant hängt in schweren zusammengenähten Häuten an den Seiten des Tiers herunter. Nun geht es los. Stunde für Stunde führt der Weg nach Osten. Der Himmel wird mit jedem weitergehendem Kilometer immer bedrohlicher und dunkler. An der Brücke angelangt, unter dem der Grenzfluss seinen Weg sucht, muss Grodork fürchterlich Husten. Hat er sich etwa eine Erkältung eingefangen? Ein Schluck Rindermilch muss es richten. So geht es weiter über die nicht allzu vertrauenserweckenden Seilvertrebungen der Brücke. Doch alles geht gut und der Clanorc erreicht das angrenzende Ufer, das bereits in der Öde der Drachen liegt. Auch der Bewuchs wird dicher und höher, bis Grodork letztendlich im Wald des Eises steht. Hier ist Vorsicht geboten, da gemunkelt wird dass irgendwo in diesen Bäumen auch Spitzohren lauern und nur darauf warten einen alten Orc wie Grodork vom Worg zu schiessen. Grodorks Gedanken drehen sich um diese Elfenschaar und dass man diese auch gut und gerne als schmutziges Spielzeug benutzen kann. Doch die Gedanken sind schnell verflogen, als in etwa 200 Schritten ein riesiger Bär auf dem Weg steht und Grodork aus dunkeln Augen ansieht. Langsam stoppt Grodork und blickt den Bären ebenfalls ins Gesicht. Dieses Tier wirkt unentschlossen aber nicht bößartig und doch muss Achtung herrschen. Dieses Vieh hat einige Kilos mehr als Grodork und kann zu einer Gefahr werden. Doch schnell entspannt sich die Lage, das Tier zeigt keinerlei Aggression und gibt den Weg frei. Keine Augenschlag später verschwindet der Bär im Unterholz. Grodorks Reise geht weiter, einem Ziel entgegen dass er selbst nur unzureichend kennt....*
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    von Grodork » 22.03.2014, 07:22

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    *Nach einigen Tagen öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf das eigentlich vor ihm liegende Land frei. In der Ferne ist der Turm zu erkennen, den Grodork den Drachenturm nennt. Diesen Ruf erlangt er aus der früheren Geschichte heraus. Dort wohnen Drachen und werfen ihren Schatten auf vorbeiziehende Wanderer. Grodork selbst hat nur wenig für Drachen übrig. Alles was fliegt ist ihm suspekt, alles was große Zähne hat und fliegt n0ch viel mehr. Der Krieger erinnert sich aber auch erfürchtig an die Krieger die diesen Turm bewachen. Es sind Drachenkrieger mit langen spitzen und tödlichen Lanzen, die auch die Blauröcke schützen. Dieser Ort ist befriedeter Boden. Das alleine schon lässt Grodork einen weiten Bogen um den Turm machen. Dazu gehört auch die offen ausgetragene Feindschaft der Drachenclans, die sprichwörtlich Drachen vom Himmel regnen lassen. Es geht weiter nach Osten der offenen Steppe entgegen trotzend durch den Schnee. Hier und da mal eine Schneehyene oder ein kreuzendes Mammut mit seiner Herde. Der alte Krieger ist enorm beeindruckt von den großen Tieren, die mit ihrer Herde in den eisigen Weiten umherziehen. Die Jagdausbeute eines solchen Riesen würde einen ganzen Clan eine Zeit lang mit Nahrung versorgen. Nachdenklich schweift Grodork in Gedanken ab und zieht sich Bilder aus den Sümpfen des Elends her. Kopfschüttelnd muss er an die Entscheidung des Durubs denken, der diesen Ort für den Clan als Zuhause benannte. Krokodile schmecken nicht, Gazellen gibt es keine und bei diesem Anblick heute und hier ist sein Unverständnis noch viel größer. Beschwerlich und immer weniger ersichtlich wird das Weiss vor ihm. Ein Weg ist schon lange nicht mehr erkennbar und so bleibt nur der Blick in den Himmel. Manchmal scheint etwas Licht durch die vorbeiziehenden Wolken und eine grobe Orientierung wird möglich. Am nächsten Morgen in der Ferne taucht ein kleiner dünner grauer Streifen am Horizont auf. Der Veteran lacht laut und freut sich den Weg richtig gedeutet zu haben. Es sind die östlichen Wälder der drachischen Öde die vor ihm in Sichtweite kommen. Zielstrebig und ohne längere Pause versucht Grodork die offenen und windigen Schneewüsten hinter sich zu lassen und zieht in die geschützten Wälder des Ostens ein......*
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    von Grodork » 25.03.2014, 10:21

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    *Je weiter der Veteran in die Wälder einreitet, desto dunkler und dichter wird das Blätterdach über ihn. Grodork erinnert sich noch an damalige Berichte, wogegen es hier in diesem Landstrich von Geißelanhänger wimmelt. Jetzt da Arthas seinen Kopf verlor erholt sich die Natur und die verderbten Tiere. Doch bis es endgültig sauber und geläutert ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen. An jeder Ecke des Nordreiches befinden sich letzte Überbleibsel des schwarzen Fluches, der die Untoten auferstehen lässt. Grodork ist sehr wachsam bei seinem Ritt über die gefrorenen Pfade. Nicht weit von hier ist eine kleine Ortschaft die damals sehr unter der Geißel gelitten hatte. Wieviel Winter mag es her sein, als Grodork mit erhobenen Schild den Madenfratzen entgegenstürmte. Nicht schön was er dort sah. Kurz zögernd überlegt der Orc einmal an diesen denkwürdigen Ort vorbeizureiten, doch hat er andere Pläne die nach Osten zeigen. Tagelang geht seine Reise durch den Wald. Links und rechts neben der Straße ist nichts als Buschwerk und undurchdringliches Frostgras am wachsen. So bleibt ihm nur der sture Blick nach vorn gerichtet. Am zweiten Tag geht es im Land bergauf, dass für Grodork ein Vorzeichen eines Höhenzuges ist, der seine Arme in das eisige Flach ausbreitet. Rechter Hand ist ein Gefälle, dass sehr steil zugeht. Einen Blick durch das Urwuchs lässt die Küste erahnen. Grodork nennet diesen Landstrich die Küste der Geister. Dort unten erzählt man sich, sollen viele Blauröcke zurückgelassen sein die heute noch ihren Uruk suchen und seelenlos umherwandeln. Ihm läuft es eiskalt den Rücken herunter, er beschliesst diese Gedanken zu verdrängen. Wie ein Schlauch zieht sich der Weg vor ihm durch diese kalte Steppe voller Bäume die zunehmend wieder etwas lichter werden. Durch die Baumspitzen hindurch sieht Grodork einen großen Schatten in den Wolken. Beim Näherkommen offenbart sich der Schatten als dass was Grodork lange nicht mehr sah....Der Berg der Berge! Sein Gipfel ist so hoch, dass ein Blick auf dessen Spitze verborgen bleibt. Plötzlich steigt Grodork ein Hauch in die Nüstern. Mit erhobenen Schädel dreht Grodork den Kopf in den Westwind und ahnt was er da riecht. Es ist ein harziger Duft gemischt mit moosigem Inhalt. Bald schon wird er die Hügel erreichen die Drachenöde von den Grizzlyhügeln trennen. Langsam liegt der Wald hinter ihm und der Weg endet im Nichts. Es geht noch etwa eine Stunde durch Eis und Schnee. Der Wind frischt auf und nimmt dem alten Orc die Sicht. Mit zusammengekniffenden Augen wandert Grodork weiter gen Osten. Als das Wetter aufklart und der Wind sich legt, bleiben Grodork`s Augen an einem alten Bauwerk hängen..........*


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    von Grodork » 03.10.2014, 07:36

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    *Im Morgengrauen der 3. Sonne des 11. Mondes passiert ein alter zerzauster Orc das Südtor der Feste in den Sümpfen. Seinem Rüstzeug und der Kleidung nach zu schätzen ist er aus dem weiten Norden vor einigen Wochen aufgebrochen. Etwas starr und grau bewegt sich der unscheinbare Schatten gen Häuptlingszelt und tauscht ein paar Worte mit den Wachen des Durubs. Nach einigen Augenblicken wird ihm Einlass gewährt. In Umklammerung seines Fellhandschuhs ist ein Pergament zu sehen, dass sich in verschlissenem und zusammengerolltem Leder aufgequollen hervortut. Der Bote aus Burg Siegeswall bewegt sich langsam und vorsichtig unter den Blicken der Wächter auf den Durub zu und beginnt nach kurzem Schweigen zu reden....*

    "Ug Durub der Donneräxte, der Orc der vor dir steht wird Seknash Lederarm gerufen. Er kommt aus dem Norden, weit weg von hier. Burg Siegeswall hat ihn geschickt um dir und deinem Clan eine Botschaft zu überbringen....

    *Der Bote stockt kurz und spricht weiter...*

    ...Als wir letzte Woche routinemäßig unsere Grenzen patrollierten, entdeckten wir auf einer Lichtung im Wald vor uns ein glänzendes Etwas aus der Ferne. Kurzum ritten wir zu diesem Lichtschein und betraten die Lichtung. Was wir vorfanden war ein großer Metallschild mit einem glänzendem Rand. Nicht weit davon sahen wir auch einen großen toten Bären, dem eine Axt von schierer Schärfe und Robustheit den Wanst aufgehackt hatte. Es musste sich also um einen Kampf handelen und wir suchten die Umgebung ab. Nach etwa einer Stunde fanden wir abseits des Geschehens einen alten Orc an einer Tanne sitzen der sich gerade vorbereitete zu seinen Ahnen zu reisen. Unser Schamane konnte nichts mehr gegen die schweren Verwundungen tun und auch der Alte war noch ziemlich stur und wehrhaft als es darum ging diese Wunden näher zu betrachten. Er richtete seine Worte an den Rudelführer die in etwa lauteten...

    *Der zerzauste Orc kramt einen weiteren Zettel hervor..*

    "Grodork wird nun zu senen Ahnen gehn. Dieses Mistvieh war än Nummer zu groß für den Alten. Und auch zu schnell. Richte meinem Clan den Donneräxten Grodork`s Grüße aus und sag ihnen sie solln mer Gedenken und in Liedern besingen. Grodork will nicht vergessen werden. Sie solln das Banner hoch halten und ihm vorallem sen Schwächen verzeihn. Aber was solls? Für Grodork sen hia an dea Stelle eh Schluss. Und jetzt verschwinde endlich dass ehg in Ruhe gehn kann, Donneraxt Hall"

    *Der Besucher rollt die Botschaft zusammen und verneigt sich einmal vor dem Durub. Dann verlässt er das Zelt nach Aussen...*

    OOC:
    Bitte Grodork nach einem halben Jahr Inaktivität aus dem Clan verabschieden. Alles Gute und Liebe für Euch!
    Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt.

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