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Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin
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    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 20.12.2019, 16:09

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil I

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra



    Bild


    N
    och lange saß Torgra am Abend nach einem Gespräch mit Rriia, Raek und der Sturm’makhai Sunekka am Feuer und dachte über das Gesagte und Gehörte nach. Die brennenden Holzscheite knisterten leise vor sich hin und untermalten sacht das Gespräch, das sie sich wieder in Erinnerung rief.

    „Etwahz sen anders, seit dhe Skal um Unterstadt. Egh hab nach mer Ehre gesucht un’ dhe Clan gefunden. Egh weiß dahz egh mer Platz hier gefunden hab, aba etwahz sen nogh nub reghteg un’ egh weiß nub, wahz ehz sen.“

    So in etwa hatten ihre eigenen Worte gelautet. Die Nordorcn hatten zuerst verwirrt gelauscht, und sie musste jetzt, wo sie daran zurück dachte, kurz lächeln, weil das in etwa dem entsprach, was sie auch empfunden und geäußert hatte. „En mer Kopp sen Chaozh.“ Aber dann hatten sie alle ihren Teil dazu beigetragen, dass Torgra besser verstand.
    Beide Schamaninnen hatten ausgesprochen, was sie unterbewusst schon selbst geahnt hatte, nämlich dass ihre Verwirrung ein Versuch der Geister war, ihr etwas mitzuteilen, doch sie wusste nicht so recht, wie sie ihre Gedanken und Gefühle beruhigen sollte. Nach der Skal, die so vieles in Bewegung gesetzt hatte, hatte sie die Horde hinter sich gelassen, aber das schien ihr dieses Mal so abwegig, da sie sich im Clan der Nordorcn zunehmend wohl und richtig fühlte. Sie hatte den Gedanken schon lange vor dem Gespräch verworfen, kein Grund also, ihn überhaupt anzuschneiden.

    Raek fragte nach Zielen, die sie noch hatte, und empfahl ihr sich damit abzulenken. Ein guter Rat. Sie dachte an die vielen, denen sie helfen wollte und all das was sie im Clan noch lernen wollte, doch als sie ihre Gedanken aussprach unterbrach Rriia sie und fragte nach dem, was sie jetzt im Moment am meisten wollte.

    Fortsetzung folgt . . .
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    von Ba'shek Grem'ash » 14.01.2020, 17:28

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil II

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra



    Bild

    "Dahz dhe Geista mer bald ma blah'n wahz se von mer wollen."

    Sunekka griff diesen Gedanken auf und sagte, dass es ihr oft helfen würde, ihre Lieblingsorte zu besuchen, und in jenem Moment schien es Torgra, als würde das Feuer, an dem sie sich wärmten, seine Fühler weit ausstrecken, ihr Herz erwärmen und ihre Gedanken ordnen.
    Es würde wohl doch eine Reise bedeuten, oder auch mehr als diese eine. Die Pandaren, Meister des Nebels, waren die eine Möglichkeit, die ihre Gedanken ihr zeigten. Die andere, zu der ihr Herz sie drängte, lag in ihrer ursprünglichen Heimat, dem Frostfeuergrat, und beides kam ihr sinnvoll vor.

    "Wahz sen, wenn egh jetzt zho schnell wieder aaf Reisen geh, Sturm'makhai? Werd egh dhe Clan dann verlahzz'n mühzz'n?"

    Sie lächelte in Erinnerung an die Antwort, die Sunekka ihr darauf gab, und lauschte in sich hinein. Es stimmte. Der Clan würde in ihren Gedanken und ihrem Herzen bei ihr sein und mit ihr reisen, egal wo sie wäre, und egal wie schwierig der Weg sich entwickeln könnte. Und sie würde auch wieder dorthin zurückkehren.

    "Jetz' sen ehz nur dhe Frage, wohin egh zuerst geh'n soll," kam es leise brummelnd aus ihr hervor. Das Lagerfeuer war mittlerweile herunter gebrannt, nur die Glut wärmte den Fels noch, auf dem sie saß. Sie griff nach einem der trockenen Zweige neben sich und stocherte ein wenig darin herum, beobachtete die kleinen Funken, die noch inmitten der abgebrannten Scheite herumsprangen und die Spitze ihres Steckens, der nun auch langsam an der Spitze zu glühen begann. Ein paar Scheite waren schnell nachgelegt, die das Feuer neu entfachten. Die Flammen eroberten züngelnd das Holz und der orangerote Schein des Feuers, gepaart mit dem rotbraunen Felsboden, auf dem sie saß, ließ ihr Gesicht für einen Moment bräunlich erscheinen.
    Kurz streckte sie die steif gewordenen Beine und rollte sich anschließend am Lagerfeuer zusammen. "Morgen sen augh nogh aan dagaaaa - hhhhz", gähnte sie und nahm sich vor, an jenem noch einmal mit Sunekka oder Rriia zu sprechen.

    Fortsetzung folgt . . .
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    von Ba'shek Grem'ash » 20.03.2020, 17:51

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil III

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra


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    Alle Gespräche waren geführt, Bashek, Rriia, die Sturm'makhai und der Durub wussten um ihren Entschluss und unterstützten sie darin. Ein letzter Schlagabtausch mit dem Donnerkrieger half ihr, die aufkommende Unruhe, die sie kurz überkam, zu bezwingen und sich außerdem besser auf das vorbereiten, was vor ihr liegen könnte. "Snaga uun Grom!", dachte sie, "un' mer muhzz dhe Snaga aafbau'n uun Erfahrung sammeln wie dhe Nordorc'n mosch'n." Bashek hatte ihr versprochen, ihr dazu noch einige Schriftrollen auf ihr Lager zu legen, die sie mitnehmen konnte.

    Nach dem Übungsmosch und einem anschließenden Gespräch mit der Sturm'makhai begann Torgra zu packen. Ihr abgenutztes Lagerfell, das Clanwams, einen Beutel mit Mampf aus den Vorräten der Donneräxte, wozu Sunekka ihr die Erlaubnis erteilt hatte. Geräuchertes und getrocknetes Fleisch für etwa drei Wochen, bei sorgsamer Einteilung, fand dadurch den Weg in ihren Beutel. Dazu ein paar nützliche Kräuter und ein Schlauch mit Wasser. Ihr Häutemesser, etwas Salz zum Konservieren von Häuten und Notwendiges wie ein Feuerstein, ein Wetzstein für ihre Lusk, etwas Seil, Flickzeug für die Rüstung und auch ein paar leere Beutel steckte sie ebenfalls mit ein. Die meisten dieser Dinge hatte sie bereits mitgebracht, lediglich das Salz, der Proviant und die Schriftrollen stammten vom Clan. Auch diese packte sie ein, sorgfältig in ein Ledertuch eingerollt und verschnürt, um sie bei passender Gelegenheit auf der Reise zu studieren. Als sie alles beisammen hatte, ließ sie sich müde auf ihr Lager fallen.

    Die Morgendämmerung hatte noch nicht eingesetzt, als Torgra wieder erwachte. An Schlaf war jedoch nicht mehr zu denken, ihre Gedanken an die bevorstehende Reise waren zu präsent. Also lag sie still da, lauschte den Atemzügen der Nordorc'n nahe ihres Lagers und richtete sich schließlich so leise wie möglich auf, schnürte sich das Gepäck auf den Rücken und machte sich auf den Weg zu Karragh. Auch die Sturm'makhai war früh auf, und so konnten sie noch einige Worte wechseln, während Torgra alles am Reitgeschirr ihres Wolfsgefährten festzurrte. Ein letzter Gruß, dann machten sich Wolf und Reiterin auf den Weg.

    Fortsetung folgt...
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    von Ba'shek Grem'ash » 03.04.2020, 11:52

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil IV

    Erzählung von Tor'gra
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    Als Torgra den Raum der Windportale in Zudazar betrat, war dort nur wenig Betrieb, und so erntete sie den einen oder anderen missbilligenden Blick des diensthabenden Blutelfenmagiers, während sie zögernd das Portal nach Orgrimmar anstarrte. Brummelnd "Ehz sen dhe schnellzhte un' dhe reghteghe Weg..." trat sie auf das Portal zu und wollte gerade hindurch schlüpfen...

    Nicht alles, was schnell geht, ist auch richtig, Welpe. Hast du den Schamaninnen nicht zugehört?

    Die Orc fuhr erschrocken herum, aber außer ihr und dem Spitzohr war niemand dort. Sie bleckte kurz ihre Hauer zu einem Lächeln, eine Geste die den Elfen seltsamerweise nicht zu beruhigen schien. Beschwichtigend hob sie die Hände, bevor sie sich wieder dem Portal zuwandte. "Wo sen dhea?", fragte sie , "Un wiezho nennt dhea mer "Welp'n"?"

    Ich bin, wo du bist, kam die rätselhafte Antwort. Und ich nenne dich Welpe, weil du - egal was du bisher erreicht zu haben glaubst - ein Welpe bist. Du bist unsicher, ungeduldig, und kennst deinen Weg nicht.

    Ihre wochenlange Verwirrung und der Frust, der sich angestaut hatte, platzten wie ein Knoten und sie spürte, wie ihre Stimmbänder kitzelten und sich ein leises Knurren in ihrer Kehle formte, das sie nach einem Seitenblick auf den Magier nur mühsam unterdrückte. "Dann sag mer, wo egh sugh'n soll, wenn dhea schlauer sen." Gleich darauf warf sie dem Magier einen schiefen Blick zu. Hatte der etwa vor sich hin gemurmelt "Das wäre nicht schwer.."? Aber der Blutelf betrachtete sie mit regloser Miene und stoischem Blick. Also wandte sie sich wieder dem Portal zu.

    "Alzho..?" In ihrer Stimme schwang ein Hauch Herausforderung mit. Abwartend verschränkte sie ihre Arme vor der Brust. Aber die fremde Stimme schwieg nun.

    Fortsetung folgt...
    Zuletzt geändert von Ba'shek Grem'ash am 18.04.2020, 09:19, insgesamt 1-mal geändert.
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    von Ba'shek Grem'ash » 17.04.2020, 19:58

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil V

    Erzählung von Tor'gra
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    Inzwischen hatte sich der Portalraum bereits gefüllt und hinter ihr erklang eine trockene, leicht nasale Stimme "Wenn es Euch recht ist, Orc, bewegt Euch entweder durchs Portal oder durch die Tür. Ihr seid nicht die einzige Reisende." Mit diesen Worten schob sich Großtelemant Oculeth in ihr Blickfeld. Ein letzter gerunzelter Blick traf das Portal, ein weiterer den Großtelemanten, dann nickte sie und verließ wortlos das Gebäude. Auf der Plattform davor nahm sie eine Weile Platz, schloss die Augen und dachte nach.

    "Dhe äänzige andere Wegh sen me'm Schiff nagh dhe Echo-Inseln un' dhnn durch Durotar nagh Orgrimmar. Äägentlegh sen dahz nub mer Wegh gewes'n, ehz sen mehr Horde-Kontakt alzh egh wollte. Aba... mer khnn dhe Zäät auf'm Schiff nutz'n um zu lesen un' zu versteh'n. Außerdem muhzz egh mer augh überlegen wo ehz nagh Orgrimmar weiter geh'n soll..."

    Sie hatte Glück, eines der Transportschiffe wurde gerade klargemacht zum ablegen. Mit dem Goblinkapitän wurde sie sich schnell einig und heuerte als Sicherheitskraft auf dem Kahn an, unbezahlt, versteht sich - gegen die kostenlose Reisemöglichkeit. Als sich das Schiff schließlich in Fahrt setzte, stand sie noch lange an Deck und sah zu, wie Zandalar ganz allmählich hinter der angrenzenden Gebirgskette verschwand.

    Die Tage auf dem Schiff vergingen weitgehend ereignislos, abgesehen von etlichen Reibereien innerhalb der Besatzung, bei denen Torgra spätestens wenn die Streithammel handgreiflich wurden zu tun bekam. Den Großteil der Zeit hatte sie aber wenig zu tun. Die Tage verbrachte sie an Deck, um ihrer Aufgabe nachzukommen, die Nächte unter Deck beim Studium der Schriftrollen, die Bashek ihr eingepackt hatte. Aber auch Nachts kam es vor, dass sie sich oben hinsetzte, den Himmel betrachtete und einfach zuhörte. Den gelegentlichen Rufen der Mannschaft im Dienst, den Segeln, wenn sie sich flatternd im Wind bewegten oder stramm gespannt wurden, dem Schiff, wie es über das Meer segelte und von den Wellen mal stürmisch, mal sanft getragen wurde. Jeder dieser Momente bescherte ihr Ruhe, egal wie hektisch der Tag verlaufen war, und es gelang es ihr nach und nach, die Stimmen der Matrosen und die Schiffsgeräusche weitgehend auszublenden und sich auf die Geräusche des Windes und die schaukelnde Bewegung der Wellen einzulassen.

    Da sieh mal einer an, du lernst dazu. Gratuliere.

    Torgra schreckte aus ihrer Döseposition hoch und zuckte heftig zusammen, was eine kleine Kiste ganz oben auf dem Stapel, gegen den sie sich gelehnt hatte, dazu brachte herunter und ihr auf den Kopf zu fallen. Knurrend rieb sie sich den schmerzenden Schädel und blickte sich um.

    "Throm. Aba wenn dhea wahz zu blah'n hat, zägh dhea gefälligst un' khmm nub zho angeschlichen."

    Fortsetzung folgt...
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    von Ba'shek Grem'ash » 01.05.2020, 21:16

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VI

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra


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    Ich bin, wo du bist.

    "Ahyub. Wenn dhea sen wo mer sen, dann muhzz dhea dhe Grund sen wiezho egh aafgebroch'n bin."

    Das... stimmt. Und es stimmt auch wieder nicht so richtig.

    "Dahz maght nub Sinn...", stirnrunzelnd suchte sich Torgra einen Punkt an Deck, an den sie ihren Blick richten konnte, und entschied sich für ein kleines Astloch in der Planke vor ihr. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit dort hin. "Wie kann etwahz reghtegh sen unn' augh wieder nub?"

    Wenn du dich nicht auf Astlöcher konzentrieren würdest, sondern auf dich selbst, kämst du vielleicht drauf.

    Torgra stieß ein verärgertes Schnaufen aus und wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen...

    All dein Frust und der Ärger auf mich wird dir nicht helfen. Genauso wenig wie es dein verwundetes Ehrgefühl getan hat nach Lordaeron, die Wut auf die Kriegshäuptling oder deine Flucht in die Sümpfe und die Festung des Donneraxt-Clans. Du wirst nicht finden, was du nicht richtig zu suchen anfängst.

    Ein kurzer Moment verstrich, in dem Torgra sich eine Bemerkung verkniff, die ihr schon auf der Zunge gelegen hatte. Ein paar bewusste Atemzüge trugen die Worte, die sie hatte aussprechen wollen, erst ein Stück zurück zum Gaumen, dann sanft und unausgesprochen in die Meeresluft. Beiläufig nahm die Orc wahr, dass ihr Atem mittlerweile kondensierte und auch ihre Rüstung kühl auf ihrer Haut auflag. Sie war jedoch so in ihre Gedanken vertieft, dass sie der aufkommenden Kälte nur wenig Beachtung schenkte.

    Sehr gut, wieder ein Schritt weiter. Und jetzt denk nach.

    "Hrm. Wenn dhea sen wo egh sen. .. un dhea dhe Grund sen warum egh hier bin. Aba augh nub..." Während sie nachdachte, malte sie unbewusst mit dem kleinen linken Finger das Astloch nach, immer im Kreis, einmal herum und noch mal, und noch mal... Dann hielt sie plötzlich inne und starrte auf das, was sie da tat. "Egh dreh mer em Krääzh. Me' dhe Denken un' dem wahz egh magh..."

    Sie spürte wie sich ein Stück des Nebels lichtete, den sie innerlich wahrnahm, und wartete, ob die seltsame Stimme etwas dazu sagen würde, erntete jedoch nur Schweigen. Dennoch fuhr sie ermutigt fort, "wahz hab egh... hrm. Egh.. hab vasught mer Ehre wieder zu finden aba egh hab nub reghtegh zugehört bizhea. Egh wollte dahz allezh wieder wird, wie ehz war, wenn egh nur nub mehr uur dhe Kriegshäuptling mosch sondern uur un me' Orc'n dhe dem alten Weg folgen un' wissen wahz Ehre sen." Sie nickte zu ihren Worten und spürte, dass auch die Stimme ihr zustimmen würde, also setzte sie fort, "dhe Rääze sen ash Schritt wahz andarehz zu maghn, aba egh hab nur gewollt dahz egh ankomm un dhe Weg nub genug beachtet."

    Auch das schien wieder richtig, und so machte sie weiter, "wenn dhea sen wo mer sen un dhea sen dhe Grund, aba augh nub dhe Grund...", nachdenklich ergänzte sie, "wenn dhe Grund uur dhe Rääze mer sen und augh dhea sen, und dhea sen wo mer sen... dann muhzz dhea mer sen. Un' dhe Grund warum nub dhea, zhondan mer feige sen sen, weil egh dhe Lauscher nub aaf mer selbst gerichtet, un' mer selbst nub meha geglubscht hab."

    Kopfschüttelnd rappelte sie sich hoch und stand noch eine Weile an der Reling. Die nächtliche Kälte spürte sie nicht mehr, denn wie nach dem Gespräch mit Rriia, Raek und Sunekka am Feuer vor einigen Tagen fand sie auch jetzt wieder eine Flamme in sich selbst, die ihr Herz berührte und ihre Gedanken zu ordnen vermochte. Und plötzlich wusste sie ganz sicher, welchen Weg sie als nächstes nehmen würde.


    Fortsetzung folgt...
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    von Ba'shek Grem'ash » 07.10.2020, 12:51

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VII

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra


    Bild

    Ashran, Kriegsspeer.


    Die Festung lag noch im Halbdunkel, als Torgra sich aus ihren Fellen schälte. Während sie ihre Schulterstücke festzurrte, dachte sie noch einmal an die bisherige Reise zurück.

    VvvvvV


    Nach der Fahrt von Zuldazar hin zu den Echo-Inseln hatte der Goblin ihr noch die Begleitung der Ladung, die für Sen'jin und Klingenhügel bestimmt war, aufs Auge gedrückt. Da die Richtung grundsätzlich stimmte und sie ein gutes Gefühl dabei hatte, ihre Gegenleistung für die Überfahrt auf die Begleitung der kleinen Handelskarawane auszudehnen, hatte sie keine Einwände erhoben. Etwa einen Tag es sie gekostet, doch dieser Tag hatte sie auch noch einmal auf die Probe gestellt. Krushk Eisenfaust, ein Kriegshymnenorc und Waffenbruder seit der ersten Tage, die sie ihrem Häuptling nach Orgrimmar gefolgt war, befand sich gerade in Klingenhügel, als ein Rudel Blutmähnen die sich nahende Karawane überfielen. Seite an Seite hatten sie gestanden, bereit die für die Orcs bestimmten Vorräte zu verteidigen, aber Krushk konnte nicht entgehen, dass sie beim Anblick des teils ausgemergelt wirkenden Rudels Stacheleber zunächst gezögert und ihnen dann zwei große Kisten vor die Füße geschmettert hatte. Daraufhin vergaßen die Eber den Kampf, klaubten die Vorräte zusammen und verschwanden mit ihnen. Bei der anschließenden Lagerfeuerrunde im Klingenhügel hatte Krushk sie verärgert zur Rede gestellt.

    "Was sollte das, Torgra? Die Stacheleber sind unsere Feinde, seit wir diesen Ort befestigt haben, das weißt du so gut wie ich. Die Vorräte waren für die Krieger gedacht, die sich hier auf die Kriegsfronten vorbereiten."


    " Hat dhea..." brummelnd brach sie ab, "ich meine, hast du sie dir mal angesehen? Diese zwei Kisten konnten wir entbehren. Die Stacheleber sahen nicht so aus, als hätten sie gut drauf verzichten können."

    "Und? Je mehr von denen verschwinden, desto besser," knurrte Krushk. "Du hast dich verändert, Speertanz. Es gab noch Zeiten, da hattest du richtig Blut geleckt. Wie oft haben wir Seite an Seite gekämpft, du hast ausgeteilt und eingesteckt. Und jetzt wirfst du denen vor die Füße, was sie haben wollten? Es wäre ein Leichtes gewesen, die klein zu kriegen."

    Torgra hatte reglos da gestanden und sich erst klein wie ein Welpe gefühlt, der gerade von seinem Vater geschüttelt wurde, weil er unachtsam gewesen war. Dann jedoch hatte sie die Flamme wieder in sich gespürt und einen tiefen Atemzug genommen, der ihr half, Klarheit zu gewinnen. Aufrecht und gelassen erwiderte sie Krushks zornigen Blick.

    Aber worin hätte die Ehre gelegen, Krushk? Einen Gegner zu töten, der schon am Boden liegt?" Der Krieger knurrte, "Ich erkenne dich nicht mehr wieder, Torgra," und war wütend weggestapft. Sie hatte ihm noch minutenlang mit einem leisen Bedauern nachgesehen und dennoch verwundert die Wärme und Freude bemerkt, die zeitgleich in ihr ruhte.

    Ehz sen wahr, Krushk. Egh ben nub mehr dhe Kriegerin die egh mal war. Dhe Horde sen nub mehr, wahz se mal war. Egh weiß nogh nub, wer egh sen werd, aba dahz hier sen nub mehr mer Wegh.

    VvvvvV


    Es erstaunte sie noch immer, wie gut und richtig auch diese Begegnung gewesen war, obwohl sie den Entschluss, nicht mehr der Horde zu dienen, bereits vor vielen Monden für sich gefällt hatte. "Aba egh hab se nub ganz bewusst gefällt. Egh ben weggerannt," murmelte sie und erntete dafür die Zustimmung ihrer inneren Stimme.
    Geflüchtet. Nicht vollends blindlings, aber auch nicht sehen-wollend. Lediglich ihre Wut und Selbstverachtung hatte sie angetrieben. Die bewusste Entscheidung, die sie dieses Mal hatte fällen können, fühlte sich weitaus besser an. Und in Orgrimmar hatte sie dann auch ohne inneren Widerspruch das Windportal nehmen können, das sie hierher nach Ashran geführt hatte.

    Die letzte Nacht hatte sie zum ersten Mal seit langem tief und fest geschlafen. In ihrem Traum hatte sie viele Gesichter kommen und schwinden sehen, manche bewusst, andere unbewusst. Die beiden Schamaninnen der Nordorc'n, Rriia und Sunekka, lächelten ihr zu, und im nächsten Augenblick war sie plötzlich tatsächlich wieder ein Welpe, der in dicke Felle eingewickelt am großen Versammlungsfeuer der Frostwölfe hockte und fasziniert in die Flammen blickte. Sie vergaß alles andere, völlig gebannt von deren Tanz. Plötzlich formte sich ein Gesicht aus dem Feuer heraus; das Gesicht eines betagten männlichen Orcs, der eine Augenbinde trug. Sie kannte dieses Gesicht, auch wenn es im Feuer etwas anders schien als sie es in Erinnerung hatte. Drek'thar, der Schamane der Frostwölfe.

    Die Geister haben dich schon angekündigt, Torgra. Ich warte auf dich...

    Seinem Ruf folgte sie nun, zurück zu ihren Wurzeln.
    Torgra schnürte ihre letzten Habseligkeiten zusammen und kraulte Karragh, der in Ashran auf sie würde warten müssen, noch einmal ausgiebig das Nackenfell. Dann ging sie zu dem Windreiter, der schon für sie bereit stand. Als sie aufgesessen war und er sie hoch in die Lüfte trug, paarte sich die Freiheit des Fluges mit der Leichtigkeit und Freude, die sie in ihrem Herzen spürte. Ein lautes "Hoowah!" schmetternd, ließ sie die Festung unter sich zurück.


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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 23.04.2023, 12:02

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII

    Erzählung von Tor'gra
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    Wor'gol, Frostfeuergrat.

    Schnee, so weit das Auge reicht, und Kälte... ich bin die Kälte nicht mehr gewöhnt...

    Torgra zog das Fell, das sie auch als Lagerplatz nutzte und mit dem wichtigsten Gepäck für die Reise mitgenommen hatte, dichter um sich und rutschte etwas näher an die Feuerstelle. Um sie herum saßen noch einige Frostwölfe und unterhielten sich über die vergangene oder die bevorstehende Jagd und den Alltag im Frostfeuergrat. Hin und wieder warfen sie verstohlene Blicke in Richtung der olivgrünen Orc, die da vor kurzem in ihr Lager geschneit war, sich als Frostwolf Torgra Speertanz vorgestellt hatte und seitdem darauf wartete, dass Drek'thar Zeit für sie fand. Gesprochen hatten sie kaum mit ihr und Torgra suchte auch nicht wirklich das Gespräch. Einerseits, weil das Lager ihr in all den Jahren, die sie den Frostfeuergrat nicht mehr gesehen hatte, fremd vorkam, und andererseits, weil es auch die hier lebenden Frostwölfe taten. Sie war, wohl dank des Scharfsehers, kein unwillkommener Gast. Aber sie war eben nicht mehr, als ein Gast. Keine von ihnen, und auch nicht unbedingt jemand dessen Gesellschaft gern gesucht wurde.

    Ein leises Knirschen von Fellschuhen im Schnee, die sich ihr näherten, ließ sie einen Blick über die Schulter werfen, und im nächsten Moment vor Drek'thar im Schnee knien. "Mok'ra, Scharfseher Drek'Thar", begrüßte sie ihn mit rauher Stimme.


    "Mok'ra. Torgra Speertanz. Es gab viel zu besprechen für die kommenden Wochen und Monde, aber jetzt bin ich bei dir. Ich schlage vor, wir suchen uns einen ruhigeren Ort, denn auch wir haben viel zu bereden."

    "Dabuh. Ich folge dir," antwortete sie und richtete sich auf. Drek'thar führte sie etwas abseits auf eine Anhöhe innerhalb des Lagers, von der aus man Wor'gol und auch einen Teil des Frostfeuergrates gut überblicken konnte. "Hier sind wir ungestört. Also, erzähle mir, was dich hierher führt..."

    Ein kurzes, zustimmendes Grunzen erklang bevor Torgra langsam und nachdenklich zu erzählen begann, von der Schlacht um Unterstadt, ihrer Wut und Selbstverachtung, ihrer Suche nach einem Weg, wie sie ihre Ehre wieder herstellen konnte, und der Verwirrung, die sich in letzter Zeit in ihr eingenistet hatte. Aber auch von den Erkenntnissen, die sie auf ihrer Reise bisher schon gewonnen hatte. Der alte Schamane lauschte schweigend ihren Worten, nur selten stellte er eine Zwischenfrage, um etwas genauer zu verstehen. Und auch, als sie geendet hatte, stand er noch eine ganze Weile reglos da, den Blick in die Ferne gerichtet und nicht auf die Orc, die ihm gelegentlich einen Blick zuwarf und ansonsten eher unbewusst ihr Gewicht von einem aufs andere Bein verlagerte, während sie sich dick in ihr Fell eingewickelt hielt.

    Fortsetzung folgt...
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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 06.05.2023, 13:54

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII
    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra

    Wor'gol, Frostfeuergrat. Teil II

    Nach einer gefühlten Ewigkeit begann Drek'thar mit ruhiger Stimme, "Ich.. verstehe. Ich kann dir nicht vorschreiben, was du tun solltest, Torgra, und ich sehe verschiedene Wege, die du einschlagen kannst." Nach einer kurzen Pause setzte er fort, "Du sagst, du fühlst dich nicht mehr so wohl in der Schlacht, wie es vor deiner Erfahrung in Unterstadt war. Eines, was du tun kannst, ist deine Ausbildung als Nebelwirker fortsetzen. Das wird dir Sicherheit im Kampf geben." Ein prüfender Blick lag auf Torgra, bevor er langsam ergänzte "Oder... die Geister zeichnen mir einen neuen Weg für dich vor. Den Anfang darauf hast du dchon gemacht, indem du hierher gekommen bist.
    Aber sei gewarnt, er wird schwierig und nicht ungefährlich. Solltest du diesen wählen, wird es dich ganz fordern, Körper und Geist. Du wirst lernen müssen, deine innere Balance zu halten, ganz gleich wie sehr deine Emotionen dich beschäftigen. Denn wenn du es nicht tust, wirst du nicht nur dir selbst, sondern auch anderen großen Schaden zufügen können. Du wirst Leben erhalten, aber auch Leben verderben können, ohne die Lusk in die Hand zu nehmen. Und du wirst lernen müssen, weise zu wählen und zu handeln."

    Sein Blick wandte sich wiederum Torgra zu, die da stand und unschlüssig den Mund verzog, bevor auch sie langsam sprach, "Das... hrm..." Sie brach ab und schwieg wieder eine Weile, seinen Worten nachspürend. "Ich.. bin unsicher, Scharfseher. Der Kampf ist nicht mehr der Weg, den ich vor mir sehe. Aber deine Worte bereiten mir Sorge."

    "Die Stimmen der Elemente waren nicht eindeutig, Torgra. Sie scheinen zu glauben, dass du es kannst, aber die Entscheidung liegt bei dir. Nimm dir Zeit, eine gute Wahl zu treffen. Du kannst einige Wochen bleiben, wenn du willst, und mit uns jagen oder du ziehst alleine weiter. Es ist dir frei gestellt."

    "Throm dir, Scharfseher. Ich werde über deine Worte nachdenken und dich meine Entscheidung wissen lassen."

    Drek'thar nickte ihr kurz zu, sie erwiderte den Gruß respektvoll. Während er sich auf den Weg ins untere Lager machte, ließ er Torgra nachdenklich auf der Anhöhe zurück.
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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 18.05.2023, 07:04

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII
    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra

    Wor'gol, Frostfeuergrat. Teil III

    "Lok'tar ogar! Für die Horde!"

    Zhira'kha, eine junge Dunkelspeer und noch ganz frisch bei den Streitkräften der Horde, reckte ihre Faust in den Himmel bevor sie vornüber sank, wo vorher noch ihre Faust war, sah Torgra nach einem kurzen Augenblick nur noch silbernes Fell und eine kräftige Tigerpranke. Die große Katze neben ihr gab ihr einen leichten Stubs und stürzte sich dann ins Getümmel. Kopfschüttelnd sah die Orc ihr nach. "Sie ist noch so unerfahren, für sie ist das alles nur ein großes Abenteuer..." brummte sie. "Ahnen, gebt auf sie acht."

    Sie selbst hatte die Sicherung der Tore zugewiesen bekommen und beobachtete das Ringen der beiden Heere um die Überhand, bis sich nach einiger Zeit ein Dutzend Zwerge durch die Kämpfenden pflügte und ein heftiges Gefecht entbrannte. "Lok'tar ogar!", brüllte sie und ließ ihre Hellebarde tanzen. Nach einem kurzen, heftigen Kampf hatte sie zwei entwaffnet und ausgeschaltet, als plötzlich hinter ihr ein Tumult losbrach. Ein kurzer Seitenblick, die übrigen ihres Trupps hielten Stand. Ein Blick über die Schulter ließ sie drei Nachtelfen erspähen, die wohl den Zwergentrupp als Ablenkungsmanöver vorgeschickt hatten. Auf dem Schlachtfeld vor ihr schien sich eine Niederlage abzuzeichnen, die Allianz war stark. Möglicherweise zu stark. Aber es blieb ihr wenig Zeit, darüber nachzudenken, denn die Eindringlinge schickten sich an, die Mauern zu stürmen. Knurrend fiel die Orc hinter die Tore zurück, um sie aufzuhalten. Ihre Hellebarde summte, aber die Nachtelfen waren flink und erfahren, der Kampf ungleich gewichtet. Ein stämmiger Taurenkrieger, der gerade mit seinen vier Zwergengegnern fertig geworden war und den Tumult jetzt ebenfalls bemerkte, hatte gerade noch Zeit durch die Tore zu schlüpfen, bevor diese sich knarrend schlossen. Torgra hatte in dieser Zeit schon einige Wunden durch die Gleven der Nachtelfen eingesteckt und taumelte leicht. Brüllend unterdrückte sie die Schwäche, die sie in sich aufkeimen spürte, und setzte ihren Angriff fort. Mit Hilfe des Tauren schaffte sie es schließlich, die Eindringlinge auszuschalten, und sank erschöpft gegen die Festungsmauer, um sich einen Moment zu sammeln.

    Die ersten dumpfen Aufschläge, die ersten verzweifelten Schreie drangen kurz darauf an ihr Ohr, gedämpft durch die Festungsmauern. Die Tore wurden ein paar Mal gerammt und zitterten unter der Wucht, aber sie hielten Stand. Dann plötzlich hörte es auf. Eine gespenstische Stille machte sich breit. Die Orc rappelte sich hoch und bahnte sich hinkend einen Weg auf die Mauer. Und sie begriff, was geschehen sein musste.

    Fortsetzung folgt...
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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 21.07.2023, 14:19

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII
    Erzählung von Tor'gra
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    Wor'gol, Frostfeuergrat. Teil IV

    Dicke Schwaden grünlichen Nebels überlagerten das Schlachtfeld und machten vor niemandem Halt: Allianz- wie auch Hordekrieger lagen krampfend auf dem Boden, im Kampf gegen einen Feind, den sie nicht treffen und schon gar nicht besiegen konnten. Weit über ihnen, hinter den Zinnen der uralten Burg standen jene, die dafür verantwortlich waren. Mit rasender Wut und einem Gefühl der Ohnmacht starrte die Orc auf das sich unter ihr abspielende Grauen. Auch um sie herum nahm der Nebel zu, ein weißlicher, der ihre Sicht überlagerte. Alles verschwamm, und ein neues Bild formte sich.

    VvvvvV

    Zwerge, wieder einmal waren es Zwerge, gegen die sie kämpften. Zwerge und Menschen.

    Der Sand zu ihren Füßen war rot und diesmal waren es die feindlichen Truppen, die eine Festung im Rücken hatten. Neben ihr nahm sie die vertrauten Gesichter des Durub der Donneräxte, Kadurshaks und Basheks wahr, sowie einiger Donnerkrieger die sie nicht kannte. Hinter ihr wusste sie die Schamaninnen Rriia und Sunekka, eine Reihe anderer Sturmschwestern und der Sturmrufer und Donnerbote Iz’grim. Torgras Aufgabe war es, die Wachen auf sich zu lenken und den Kriegern die Möglichkeit zu geben, sie schnell und effektiv auszuschalten. Verbissen warf sie sich in die Schlacht…

    …und neben ihr sah sie Zhira’kha, im Sprung auf einen der Blauröcke, und ein schweres Fass das neben den Kämpfenden zu Boden krachte und zerbarst. Die Tigerin brüllte und verwandelte sich noch in der Luft zurück, die junge Troll fiel zu Boden und rang krampfend und mit verzerrtem Gesicht um Atem. Minutenlang dauerte ihr Kampf…

    …ein kräftiger Hieb mit dem Schwert sandte Torgra zu Boden, wo sie benommen liegen blieb. War es Glück oder waren es ihre Clangrom, die ihre Aufgabe übernahmen und verhindert hatten, dass sie getötet wurde? Es kam ihr wie Minuten vor, ehe sie wieder in der Lage war, sich aufzurappeln. Brüllend warf sie sich wieder in die Schlacht…

    …die Nachtelfen waren flink und erfahren, der Kampf ungleich gewichtet. Ein Taurenkrieger kam ihr zur Hilfe und sie nahm nur am Rande das Knarren der Tore wahr, als sie sich schlossen…

    …„Verdammt, pahzz auf, Frischling!“ Der Ruf des fremden Donnerkriegers kam gerade rechtzeitig, dadurch entkam sie knapp einem Axthieb, der ihren Kopf von ihrem Körper getrennt hätte. Der Krieger brüllte auf, ihn hatte die Axt dafür tief an der Schulter erwischt. Knurrend ließ Torgra ihre Waffe sprechen. Mit einem kräftigen Schlag des Hellebardenschaftes brachte sie den Zwerg zu Boden, der den Krieger verletzt hatte.

    Schließlich kam der Befehl zum Rückzug. Mit Wut und Scham hatte sie sich dem Clan angeschlossen, weitgehend schweigend am Lagerfeuer gesessen. Erst als sie mit Rriia gemeinsam die Wunden versorgte und dazu beitragen konnte, dass der durch ihre Unachtsamkeit verletzte Krieger seine Schulter sehr bald wieder normal würde bewegen können, beruhigten sich ihre aufgebrachten Gefühle und sie fand ein Stück weit Ruhe…

    Fortsetzung folgt...
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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 21.07.2023, 14:25

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII
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    Wor'gol, Frostfeuergrat. Teil V

    Die Härte und Kälte des Felsvorsprungs drang in ihr Bewusstsein durch und brachte Torgra aus ihrem Traum zurück in die Wirklichkeit. Sie streckte sich mehrfach, um die von der Kälte des Frostfeuergrats starren Muskeln zu lockern, bevor sie sich langsam erhob und ins tiefer liegende Lager zurückkehrte. Scharfseher Drek'thar stand inmitten der Krieger am Lagerfeuer. Sie suchte sich einen Platz in seiner Nähe, und er wandte sich ihr zu.

    "Hast du eine Entscheidung gefällt, Torgra?"

    "Dabuh, Scharfseher. Ich nehme die Verantwortung an. Verrat und Tod ließen mich an meinem Weg zweifeln. Es ist an der Zeit, diesen Zweifeln mit Kraft und Weisheit zu begegnen. Es ist an der Zeit, den Tod mit Leben zu bekämpfen."

    "Es gibt Zeit und Raum für beides, Torgra. Für das Leben, und auch für den Tod."

    "Dabuh. Und ich werde dem Tod den Raum lassen, wo er sinnvoll und richtig ist. Das ist er aber nicht immer und überall. Lehre mich, was ich wissen muss, Scharfseher."

    Fortsetzung folgt...

    Trotz seiner Augenbinde spürte Torgra deutlich den Blick des Scharfsehers auf ihr, vielleicht sogar in ihr, ruhen. Schließlich nickte er.

    "So soll es sein. Aber nicht ich kann dich lehren, Torgra, denn was du lernen wirst ist nichts, was ich dir vermitteln kann.
    Als erstes soll dich dein Weg nach Talador führen, zum Auchindoun. Sei vorsichtig, Torgra, die Draenei werden dich nicht gerne dort dulden, aber die Geister sehen dort etwas, das du erledigen sollst. Reise mit dem Windreiter bis Durotans Brückenkopf. Deinen Weg danach musst du zu Fuß beschreiten und deine Aufgabe wird es sein, auf das zu achten, was dir begegnet und dich vertraut zu machen mit deinen Emotionen und Reaktionen darauf. Es ist deine erste Herausforderung zu lernen, deine wahren von falschen Gefühlen zu unterscheiden und danach zu handeln."

    "Ich höre deine Worte, Scharfseher, und werde tun, was du mir aufträgst."

    "Ich spüre deine Verwirrung. Hab Vertrauen in dich und deinen Weg. Die Geister und Ahnen mögen dich leiten."

    Seine Hand berührte kurz ihre Stirn, dann wandte er sich lächelnd ab. Torgra nickte, packte ihre Sachen zusammen und machte sich dann mit neuer Entschlossenheit auf zu ihrem Windreiter.
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    Re: Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Ba'shek Grem'ash » 11.10.2023, 00:07

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VIII
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    Wor'gol, Frostfeuergrat. Teil VI

    Gelbliche Nebelschwaden umhüllten die Orc, als sie frühmorgens zum Auchindoun zurück kehrte. Der Nebel war so beklemmend, wie sie sich fühlte, die Luft stechend und dünn. Auißer ihrem Unwohlsein in der Nähe der Draenei-Ahnenstätte hatte sie in der Woche, die sie nun schon hier verbracht hatte, nichts erreicht, und mehr als einmal hatte sie sich gefragt, worauf sie eigentlich wartete. "Wenn dhe Scharfseher nub zho sicher gewesen wär, dahz egh hier wahz zu tun hab, wär egh schon weiter," brummte sie. "Alzho wahz kann hier zho wichtig sen dahz egh tagelang rumsitz' un' warte?"

    Draenei war sie bisher nur aus der Ferne begegnet und sorgsam darauf geachtet, dass sie nicht entdeckt würde.Sen dahz dhe Fehler? Sollt'n dhe Draenei mer glubsch'n? Mit schräg geneigtem Kopf dachte sie eine Weile darüber nach. Glaab egh nub. Dhe Scharfseher hat mer nogh davor gewarnt, dahz se mer nub gern here glubsch'n werden. Ehz muhzz etwahz andarehz sen, dahzz egh here magh'n soll.

    Nach einem prüfenden Blick in ihre mittelbare und unmittelbare Umgebung, für den sie sich genug Zeit nahm, schloss Torgra die Augen und versuchte einen ruhigen, gleichmäßigen Atemfluss zu finden, auch wenn hier keine tiefen Atemzüge möglich waren.

    Denk nagh, Torgra. Ehz muhzz ash Sinn haben...

    Einer kurzen Eingebung nachgebend, lauschte sie mit gekräuselter Stirn.

    Nachgedacht hab egh seit dhe dagahz an dem egh her kam. Wenn ehz aba nub Sinn maght? Dhe Scharfseher hat geblah, egh muhzz mer Gerfühle beachten un' dame' umgeh'n lernen...

    Mer Gefühle...
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