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Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin
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    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    von Bashek Gremash » 20.12.2019, 16:09

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil I

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra



    Bild


    N
    och lange saß Torgra am Abend nach einem Gespräch mit Rriia, Raek und der Sturm’makhai Sunekka am Feuer und dachte über das Gesagte und Gehörte nach. Die brennenden Holzscheite knisterten leise vor sich hin und untermalten sacht das Gespräch, das sie sich wieder in Erinnerung rief.

    „Etwahz sen anders, seit dhe Skal um Unterstadt. Egh hab nach mer Ehre gesucht un’ dhe Clan gefunden. Egh weiß dahz egh mer Platz hier gefunden hab, aba etwahz sen nogh nub reghteg un’ egh weiß nub, wahz ehz sen.“

    So in etwa hatten ihre eigenen Worte gelautet. Die Nordorcn hatten zuerst verwirrt gelauscht, und sie musste jetzt, wo sie daran zurück dachte, kurz lächeln, weil das in etwa dem entsprach, was sie auch empfunden und geäußert hatte. „En mer Kopp sen Chaozh.“ Aber dann hatten sie alle ihren Teil dazu beigetragen, dass Torgra besser verstand.
    Beide Schamaninnen hatten ausgesprochen, was sie unterbewusst schon selbst geahnt hatte, nämlich dass ihre Verwirrung ein Versuch der Geister war, ihr etwas mitzuteilen, doch sie wusste nicht so recht, wie sie ihre Gedanken und Gefühle beruhigen sollte. Nach der Skal, die so vieles in Bewegung gesetzt hatte, hatte sie die Horde hinter sich gelassen, aber das schien ihr dieses Mal so abwegig, da sie sich im Clan der Nordorcn zunehmend wohl und richtig fühlte. Sie hatte den Gedanken schon lange vor dem Gespräch verworfen, kein Grund also, ihn überhaupt anzuschneiden.

    Raek fragte nach Zielen, die sie noch hatte, und empfahl ihr sich damit abzulenken. Ein guter Rat. Sie dachte an die vielen, denen sie helfen wollte und all das was sie im Clan noch lernen wollte, doch als sie ihre Gedanken aussprach unterbrach Rriia sie und fragte nach dem, was sie jetzt im Moment am meisten wollte.

    Fortsetzung folgt . . .
    Zuletzt geändert von Bashek Gremash am 18.04.2020, 09:24, insgesamt 1-mal geändert.
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    von Bashek Gremash » 14.01.2020, 17:28

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil II

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra



    Bild

    "Dahz dhe Geista mer bald ma blah'n wahz se von mer wollen."

    Sunekka griff diesen Gedanken auf und sagte, dass es ihr oft helfen würde, ihre Lieblingsorte zu besuchen, und in jenem Moment schien es Torgra, als würde das Feuer, an dem sie sich wärmten, seine Fühler weit ausstrecken, ihr Herz erwärmen und ihre Gedanken ordnen.
    Es würde wohl doch eine Reise bedeuten, oder auch mehr als diese eine. Die Pandaren, Meister des Nebels, waren die eine Möglichkeit, die ihre Gedanken ihr zeigten. Die andere, zu der ihr Herz sie drängte, lag in ihrer ursprünglichen Heimat, dem Frostfeuergrat, und beides kam ihr sinnvoll vor.

    "Wahz sen, wenn egh jetzt zho schnell wieder aaf Reisen geh, Sturm'makhai? Werd egh dhe Clan dann verlahzz'n mühzz'n?"

    Sie lächelte in Erinnerung an die Antwort, die Sunekka ihr darauf gab, und lauschte in sich hinein. Es stimmte. Der Clan würde in ihren Gedanken und ihrem Herzen bei ihr sein und mit ihr reisen, egal wo sie wäre, und egal wie schwierig der Weg sich entwickeln könnte. Und sie würde auch wieder dorthin zurückkehren.

    "Jetz' sen ehz nur dhe Frage, wohin egh zuerst geh'n soll," kam es leise brummelnd aus ihr hervor. Das Lagerfeuer war mittlerweile herunter gebrannt, nur die Glut wärmte den Fels noch, auf dem sie saß. Sie griff nach einem der trockenen Zweige neben sich und stocherte ein wenig darin herum, beobachtete die kleinen Funken, die noch inmitten der abgebrannten Scheite herumsprangen und die Spitze ihres Steckens, der nun auch langsam an der Spitze zu glühen begann. Ein paar Scheite waren schnell nachgelegt, die das Feuer neu entfachten. Die Flammen eroberten züngelnd das Holz und der orangerote Schein des Feuers, gepaart mit dem rotbraunen Felsboden, auf dem sie saß, ließ ihr Gesicht für einen Moment bräunlich erscheinen.
    Kurz streckte sie die steif gewordenen Beine und rollte sich anschließend am Lagerfeuer zusammen. "Morgen sen augh nogh aan dagaaaa - hhhhz", gähnte sie und nahm sich vor, an jenem noch einmal mit Sunekka oder Rriia zu sprechen.

    Fortsetzung folgt . . .
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    von Bashek Gremash » 20.03.2020, 17:51

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil III

    Erzählung von Tor'gra
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    Alle Gespräche waren geführt, Bashek, Rriia, die Sturm'makhai und der Durub wussten um ihren Entschluss und unterstützten sie darin. Ein letzter Schlagabtausch mit dem Donnerkrieger half ihr, die aufkommende Unruhe, die sie kurz überkam, zu bezwingen und sich außerdem besser auf das vorbereiten, was vor ihr liegen könnte. "Snaga uun Grom!", dachte sie, "un' mer muhzz dhe Snaga aafbau'n uun Erfahrung sammeln wie dhe Nordorc'n mosch'n." Bashek hatte ihr versprochen, ihr dazu noch einige Schriftrollen auf ihr Lager zu legen, die sie mitnehmen konnte.

    Nach dem Übungsmosch und einem anschließenden Gespräch mit der Sturm'makhai begann Torgra zu packen. Ihr abgenutztes Lagerfell, das Clanwams, einen Beutel mit Mampf aus den Vorräten der Donneräxte, wozu Sunekka ihr die Erlaubnis erteilt hatte. Geräuchertes und getrocknetes Fleisch für etwa drei Wochen, bei sorgsamer Einteilung, fand dadurch den Weg in ihren Beutel. Dazu ein paar nützliche Kräuter und ein Schlauch mit Wasser. Ihr Häutemesser, etwas Salz zum Konservieren von Häuten und Notwendiges wie ein Feuerstein, ein Wetzstein für ihre Lusk, etwas Seil, Flickzeug für die Rüstung und auch ein paar leere Beutel steckte sie ebenfalls mit ein. Die meisten dieser Dinge hatte sie bereits mitgebracht, lediglich das Salz, der Proviant und die Schriftrollen stammten vom Clan. Auch diese packte sie ein, sorgfältig in ein Ledertuch eingerollt und verschnürt, um sie bei passender Gelegenheit auf der Reise zu studieren. Als sie alles beisammen hatte, ließ sie sich müde auf ihr Lager fallen.

    Die Morgendämmerung hatte noch nicht eingesetzt, als Torgra wieder erwachte. An Schlaf war jedoch nicht mehr zu denken, ihre Gedanken an die bevorstehende Reise waren zu präsent. Also lag sie still da, lauschte den Atemzügen der Nordorc'n nahe ihres Lagers und richtete sich schließlich so leise wie möglich auf, schnürte sich das Gepäck auf den Rücken und machte sich auf den Weg zu Karragh. Auch die Sturm'makhai war früh auf, und so konnten sie noch einige Worte wechseln, während Torgra alles am Reitgeschirr ihres Wolfsgefährten festzurrte. Ein letzter Gruß, dann machten sich Wolf und Reiterin auf den Weg.

    Fortsetung folgt...
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    von Bashek Gremash » 03.04.2020, 11:52

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil IV

    Erzählung von Tor'gra
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    Als Torgra den Raum der Windportale in Zudazar betrat, war dort nur wenig Betrieb, und so erntete sie den einen oder anderen missbilligenden Blick des diensthabenden Blutelfenmagiers, während sie zögernd das Portal nach Orgrimmar anstarrte. Brummelnd "Ehz sen dhe schnellzhte un' dhe reghteghe Weg..." trat sie auf das Portal zu und wollte gerade hindurch schlüpfen...

    Nicht alles, was schnell geht, ist auch richtig, Welpe. Hast du den Schamaninnen nicht zugehört?

    Die Orc fuhr erschrocken herum, aber außer ihr und dem Spitzohr war niemand dort. Sie bleckte kurz ihre Hauer zu einem Lächeln, eine Geste die den Elfen seltsamerweise nicht zu beruhigen schien. Beschwichtigend hob sie die Hände, bevor sie sich wieder dem Portal zuwandte. "Wo sen dhea?", fragte sie , "Un wiezho nennt dhea mer "Welp'n"?"

    Ich bin, wo du bist, kam die rätselhafte Antwort. Und ich nenne dich Welpe, weil du - egal was du bisher erreicht zu haben glaubst - ein Welpe bist. Du bist unsicher, ungeduldig, und kennst deinen Weg nicht.

    Ihre wochenlange Verwirrung und der Frust, der sich angestaut hatte, platzten wie ein Knoten und sie spürte, wie ihre Stimmbänder kitzelten und sich ein leises Knurren in ihrer Kehle formte, das sie nach einem Seitenblick auf den Magier nur mühsam unterdrückte. "Dann sag mer, wo egh sugh'n soll, wenn dhea schlauer sen." Gleich darauf warf sie dem Magier einen schiefen Blick zu. Hatte der etwa vor sich hin gemurmelt "Das wäre nicht schwer.."? Aber der Blutelf betrachtete sie mit regloser Miene und stoischem Blick. Also wandte sie sich wieder dem Portal zu.

    "Alzho..?" In ihrer Stimme schwang ein Hauch Herausforderung mit. Abwartend verschränkte sie ihre Arme vor der Brust. Aber die fremde Stimme schwieg nun.

    Fortsetung folgt...
    Zuletzt geändert von Bashek Gremash am 18.04.2020, 09:19, insgesamt 1-mal geändert.
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    von Bashek Gremash » 17.04.2020, 19:58

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil V

    Erzählung von Tor'gra
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    Inzwischen hatte sich der Portalraum bereits gefüllt und hinter ihr erklang eine trockene, leicht nasale Stimme "Wenn es Euch recht ist, Orc, bewegt Euch entweder durchs Portal oder durch die Tür. Ihr seid nicht die einzige Reisende." Mit diesen Worten schob sich Großtelemant Oculeth in ihr Blickfeld. Ein letzter gerunzelter Blick traf das Portal, ein weiterer den Großtelemanten, dann nickte sie und verließ wortlos das Gebäude. Auf der Plattform davor nahm sie eine Weile Platz, schloss die Augen und dachte nach.

    "Dhe äänzige andere Wegh sen me'm Schiff nagh dhe Echo-Inseln un' dhnn durch Durotar nagh Orgrimmar. Äägentlegh sen dahz nub mer Wegh gewes'n, ehz sen mehr Horde-Kontakt alzh egh wollte. Aba... mer khnn dhe Zäät auf'm Schiff nutz'n um zu lesen un' zu versteh'n. Außerdem muhzz egh mer augh überlegen wo ehz nagh Orgrimmar weiter geh'n soll..."

    Sie hatte Glück, eines der Transportschiffe wurde gerade klargemacht zum ablegen. Mit dem Goblinkapitän wurde sie sich schnell einig und heuerte als Sicherheitskraft auf dem Kahn an, unbezahlt, versteht sich - gegen die kostenlose Reisemöglichkeit. Als sich das Schiff schließlich in Fahrt setzte, stand sie noch lange an Deck und sah zu, wie Zandalar ganz allmählich hinter der angrenzenden Gebirgskette verschwand.

    Die Tage auf dem Schiff vergingen weitgehend ereignislos, abgesehen von etlichen Reibereien innerhalb der Besatzung, bei denen Torgra spätestens wenn die Streithammel handgreiflich wurden zu tun bekam. Den Großteil der Zeit hatte sie aber wenig zu tun. Die Tage verbrachte sie an Deck, um ihrer Aufgabe nachzukommen, die Nächte unter Deck beim Studium der Schriftrollen, die Bashek ihr eingepackt hatte. Aber auch Nachts kam es vor, dass sie sich oben hinsetzte, den Himmel betrachtete und einfach zuhörte. Den gelegentlichen Rufen der Mannschaft im Dienst, den Segeln, wenn sie sich flatternd im Wind bewegten oder stramm gespannt wurden, dem Schiff, wie es über das Meer segelte und von den Wellen mal stürmisch, mal sanft getragen wurde. Jeder dieser Momente bescherte ihr Ruhe, egal wie hektisch der Tag verlaufen war, und es gelang es ihr nach und nach, die Stimmen der Matrosen und die Schiffsgeräusche weitgehend auszublenden und sich auf die Geräusche des Windes und die schaukelnde Bewegung der Wellen einzulassen.

    Da sieh mal einer an, du lernst dazu. Gratuliere.

    Torgra schreckte aus ihrer Döseposition hoch und zuckte heftig zusammen, was eine kleine Kiste ganz oben auf dem Stapel, gegen den sie sich gelehnt hatte, dazu brachte herunter und ihr auf den Kopf zu fallen. Knurrend rieb sie sich den schmerzenden Schädel und blickte sich um.

    "Throm. Aba wenn dhea wahz zu blah'n hat, zägh dhea gefälligst un' khmm nub zho angeschlichen."

    Fortsetzung folgt...
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    von Bashek Gremash » 01.05.2020, 21:16

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VI

    Erzählung von Tor'gra
    Bilder von Tor'gra


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    Ich bin, wo du bist.

    "Ahyub. Wenn dhea sen wo mer sen, dann muhzz dhea dhe Grund sen wiezho egh aafgebroch'n bin."

    Das... stimmt. Und es stimmt auch wieder nicht so richtig.

    "Dahz maght nub Sinn...", stirnrunzelnd suchte sich Torgra einen Punkt an Deck, an den sie ihren Blick richten konnte, und entschied sich für ein kleines Astloch in der Planke vor ihr. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit dort hin. "Wie kann etwahz reghtegh sen unn' augh wieder nub?"

    Wenn du dich nicht auf Astlöcher konzentrieren würdest, sondern auf dich selbst, kämst du vielleicht drauf.

    Torgra stieß ein verärgertes Schnaufen aus und wollte gerade zu einer Erwiderung ansetzen...

    All dein Frust und der Ärger auf mich wird dir nicht helfen. Genauso wenig wie es dein verwundetes Ehrgefühl getan hat nach Lordaeron, die Wut auf die Kriegshäuptling oder deine Flucht in die Sümpfe und die Festung des Donneraxt-Clans. Du wirst nicht finden, was du nicht richtig zu suchen anfängst.

    Ein kurzer Moment verstrich, in dem Torgra sich eine Bemerkung verkniff, die ihr schon auf der Zunge gelegen hatte. Ein paar bewusste Atemzüge trugen die Worte, die sie hatte aussprechen wollen, erst ein Stück zurück zum Gaumen, dann sanft und unausgesprochen in die Meeresluft. Beiläufig nahm die Orc wahr, dass ihr Atem mittlerweile kondensierte und auch ihre Rüstung kühl auf ihrer Haut auflag. Sie war jedoch so in ihre Gedanken vertieft, dass sie der aufkommenden Kälte nur wenig Beachtung schenkte.

    Sehr gut, wieder ein Schritt weiter. Und jetzt denk nach.

    "Hrm. Wenn dhea sen wo egh sen. .. un dhea dhe Grund sen warum egh hier bin. Aba augh nub..." Während sie nachdachte, malte sie unbewusst mit dem kleinen linken Finger das Astloch nach, immer im Kreis, einmal herum und noch mal, und noch mal... Dann hielt sie plötzlich inne und starrte auf das, was sie da tat. "Egh dreh mer em Krääzh. Me' dhe Denken un' dem wahz egh magh..."

    Sie spürte wie sich ein Stück des Nebels lichtete, den sie innerlich wahrnahm, und wartete, ob die seltsame Stimme etwas dazu sagen würde, erntete jedoch nur Schweigen. Dennoch fuhr sie ermutigt fort, "wahz hab egh... hrm. Egh.. hab vasught mer Ehre wieder zu finden aba egh hab nub reghtegh zugehört bizhea. Egh wollte dahz allezh wieder wird, wie ehz war, wenn egh nur nub mehr uur dhe Kriegshäuptling mosch sondern uur un me' Orc'n dhe dem alten Weg folgen un' wissen wahz Ehre sen." Sie nickte zu ihren Worten und spürte, dass auch die Stimme ihr zustimmen würde, also setzte sie fort, "dhe Rääze sen ash Schritt wahz andarehz zu maghn, aba egh hab nur gewollt dahz egh ankomm un dhe Weg nub genug beachtet."

    Auch das schien wieder richtig, und so machte sie weiter, "wenn dhea sen wo mer sen un dhea sen dhe Grund, aba augh nub dhe Grund...", nachdenklich ergänzte sie, "wenn dhe Grund uur dhe Rääze mer sen und augh dhea sen, und dhea sen wo mer sen... dann muhzz dhea mer sen. Un' dhe Grund warum nub dhea, zhondan mer feige sen sen, weil egh dhe Lauscher nub aaf mer selbst gerichtet, un' mer selbst nub meha geglubscht hab."

    Kopfschüttelnd rappelte sie sich hoch und stand noch eine Weile an der Reling. Die nächtliche Kälte spürte sie nicht mehr, denn wie nach dem Gespräch mit Rriia, Raek und Sunekka am Feuer vor einigen Tagen fand sie auch jetzt wieder eine Flamme in sich selbst, die ihr Herz berührte und ihre Gedanken zu ordnen vermochte. Und plötzlich wusste sie ganz sicher, welchen Weg sie als nächstes nehmen würde.


    Fortsetzung folgt...
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    von Bashek Gremash » 07.10.2020, 12:51

    Tor'gra - Pfad einer Flammenwächterin

    Von alten und neuen Pfaden -Teil VII

    Erzählung von Tor'gra
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    Ashran, Kriegsspeer.


    Die Festung lag noch im Halbdunkel, als Torgra sich aus ihren Fellen schälte. Während sie ihre Schulterstücke festzurrte, dachte sie noch einmal an die bisherige Reise zurück.

    VvvvvV


    Nach der Fahrt von Zuldazar hin zu den Echo-Inseln hatte der Goblin ihr noch die Begleitung der Ladung, die für Sen'jin und Klingenhügel bestimmt war, aufs Auge gedrückt. Da die Richtung grundsätzlich stimmte und sie ein gutes Gefühl dabei hatte, ihre Gegenleistung für die Überfahrt auf die Begleitung der kleinen Handelskarawane auszudehnen, hatte sie keine Einwände erhoben. Etwa einen Tag es sie gekostet, doch dieser Tag hatte sie auch noch einmal auf die Probe gestellt. Krushk Eisenfaust, ein Kriegshymnenorc und Waffenbruder seit der ersten Tage, die sie ihrem Häuptling nach Orgrimmar gefolgt war, befand sich gerade in Klingenhügel, als ein Rudel Blutmähnen die sich nahende Karawane überfielen. Seite an Seite hatten sie gestanden, bereit die für die Orcs bestimmten Vorräte zu verteidigen, aber Krushk konnte nicht entgehen, dass sie beim Anblick des teils ausgemergelt wirkenden Rudels Stacheleber zunächst gezögert und ihnen dann zwei große Kisten vor die Füße geschmettert hatte. Daraufhin vergaßen die Eber den Kampf, klaubten die Vorräte zusammen und verschwanden mit ihnen. Bei der anschließenden Lagerfeuerrunde im Klingenhügel hatte Krushk sie verärgert zur Rede gestellt.

    "Was sollte das, Torgra? Die Stacheleber sind unsere Feinde, seit wir diesen Ort befestigt haben, das weißt du so gut wie ich. Die Vorräte waren für die Krieger gedacht, die sich hier auf die Kriegsfronten vorbereiten."


    " Hat dhea..." brummelnd brach sie ab, "ich meine, hast du sie dir mal angesehen? Diese zwei Kisten konnten wir entbehren. Die Stacheleber sahen nicht so aus, als hätten sie gut drauf verzichten können."

    "Und? Je mehr von denen verschwinden, desto besser," knurrte Krushk. "Du hast dich verändert, Speertanz. Es gab noch Zeiten, da hattest du richtig Blut geleckt. Wie oft haben wir Seite an Seite gekämpft, du hast ausgeteilt und eingesteckt. Und jetzt wirfst du denen vor die Füße, was sie haben wollten? Es wäre ein Leichtes gewesen, die klein zu kriegen."

    Torgra hatte reglos da gestanden und sich erst klein wie ein Welpe gefühlt, der gerade von seinem Vater geschüttelt wurde, weil er unachtsam gewesen war. Dann jedoch hatte sie die Flamme wieder in sich gespürt und einen tiefen Atemzug genommen, der ihr half, Klarheit zu gewinnen. Aufrecht und gelassen erwiderte sie Krushks zornigen Blick.

    Aber worin hätte die Ehre gelegen, Krushk? Einen Gegner zu töten, der schon am Boden liegt?" Der Krieger knurrte, "Ich erkenne dich nicht mehr wieder, Torgra," und war wütend weggestapft. Sie hatte ihm noch minutenlang mit einem leisen Bedauern nachgesehen und dennoch verwundert die Wärme und Freude bemerkt, die zeitgleich in ihr ruhte.

    Ehz sen wahr, Krushk. Egh ben nub mehr dhe Kriegerin die egh mal war. Dhe Horde sen nub mehr, wahz se mal war. Egh weiß nogh nub, wer egh sen werd, aba dahz hier sen nub mehr mer Wegh.

    VvvvvV


    Es erstaunte sie noch immer, wie gut und richtig auch diese Begegnung gewesen war, obwohl sie den Entschluss, nicht mehr der Horde zu dienen, bereits vor vielen Monden für sich gefällt hatte. "Aba egh hab se nub ganz bewusst gefällt. Egh ben weggerannt," murmelte sie und erntete dafür die Zustimmung ihrer inneren Stimme.
    Geflüchtet. Nicht vollends blindlings, aber auch nicht sehen-wollend. Lediglich ihre Wut und Selbstverachtung hatte sie angetrieben. Die bewusste Entscheidung, die sie dieses Mal hatte fällen können, fühlte sich weitaus besser an. Und in Orgrimmar hatte sie dann auch ohne inneren Widerspruch das Windportal nehmen können, das sie hierher nach Ashran geführt hatte.

    Die letzte Nacht hatte sie zum ersten Mal seit langem tief und fest geschlafen. In ihrem Traum hatte sie viele Gesichter kommen und schwinden sehen, manche bewusst, andere unbewusst. Die beiden Schamaninnen der Nordorc'n, Rriia und Sunekka, lächelten ihr zu, und im nächsten Augenblick war sie plötzlich tatsächlich wieder ein Welpe, der in dicke Felle eingewickelt am großen Versammlungsfeuer der Frostwölfe hockte und fasziniert in die Flammen blickte. Sie vergaß alles andere, völlig gebannt von deren Tanz. Plötzlich formte sich ein Gesicht aus dem Feuer heraus; das Gesicht eines betagten männlichen Orcs, der eine Augenbinde trug. Sie kannte dieses Gesicht, auch wenn es im Feuer etwas anders schien als sie es in Erinnerung hatte. Drek'thar, der Schamane der Frostwölfe.

    Die Geister haben dich schon angekündigt, Torgra. Ich warte auf dich...

    Seinem Ruf folgte sie nun, zurück zu ihren Wurzeln.
    Torgra schnürte ihre letzten Habseligkeiten zusammen und kraulte Karragh, der in Ashran auf sie würde warten müssen, noch einmal ausgiebig das Nackenfell. Dann ging sie zu dem Windreiter, der schon für sie bereit stand. Als sie aufgesessen war und er sie hoch in die Lüfte trug, paarte sich die Freiheit des Fluges mit der Leichtigkeit und Freude, die sie in ihrem Herzen spürte. Ein lautes "Hoowah!" schmetternd, ließ sie die Festung unter sich zurück.


    Fortsetzung folgt...
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