Chronologie Band 4
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    Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:22

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter - Teil IV

    Die Kälte der weißen Berge stieg ab, und drang tief in den Wald hinein. Dunst bildete sich, der still und langsam zwischen den Bäumen über Stock und Stein entlangschlich. Balróg hatte sich ein kleines aber wärmendes Feuer entfacht. Müde schaute er in die Flammen. Er dachte an seine Andrága. Wenn sie jetzt hier wäre, hätten sie bestimmt dicht umschlungen dem Wald, dem Knistern des Feuers oder dem Zirpen der Grillen zugehört. Wie aus dem nix schoss ihm die Erinnerung seiner ersten gemeinsamen Jagt in den Kopf.

    Sie hatten ihre schwere Rüstung abgelegt, und leicht bekleidet, mit dem nötigsten, begaben sie sich in den Wald. Sie mit ihrem Bogen und er mit seinem Jagdmesser. Zu der Zeit hatte Balróg noch nicht viel Erfahrung auf der Jagd und machte, der überlegenen Jägerin das Leben nicht leicht. Sie hatten ein Widder entdeckt und folgten seiner Spur, als der Schamane wir ein Oger über trockene Zweige latschte. Sie selber schlich so leise durch das Unterholz, was ihren starken Körperbau Lügen strafte. Als der Widder, den sich nähernden Trampel entdeckte, schoss das Tier los um die Flucht zu ergreifen. Der Vierbeiner kam aber nicht weit. Aus dem nichts sirrte ein Pfeil durch die Luft, und traf den Widder in den Hals. Verwirrt schaute Balróg zu der Orcin hinüber und fragte sich, wie sie so schnell und unbemerkt dahin gekommen war.

    Sie verbrachten an diesem Tag das erste Mal die Nacht zusammen. Der Schamane, der die Horde verlassen hatte, verstand nun wieder, oder vielleicht zum erstmal, wofür es sich zu kämpfen lohnte.

    Bedrückt fragte sich der Nordorc, ob er den Ringkampf verloren hatte. Die Müdigkeit übermannte ihn, und er legte seinen Kopf auf den weichen Moosüberwucherten Boden.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:22

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter- Teil V

    Vor mehr als einem Jahr

    Die weiße Dame jagte schon eine Weile ihr Blaues Kind hinterher. Das junge Paar der Schildwall Orcs lagen Ruhelos in ihren Zelt und schauten beide zu wie das Feuer langsam aber sicher erlosch. Als es soweit war, lag alles nur noch in einem fahlen blauweißen Schein.
    Andrága die sich dicht an den Schamanen heran geschlungen hatte, starte gedankenverloren in die glutroten Augen vom Balróg. Er betrachtete stolz die starken Gesichtszüge von ihr, und grunzte sie zufrieden an. Andrága schenkte ihm nur ein böses Hauerlastiges Grinsen, worauf der Schamane sich auf sie warf und sie fest hielt. Die Jägerin die nun zum gejagten wurde, versuchte nach im zu treten. Sie züschte böse: "Das Wild ist erst erlegt wenn es Tot ist, und unterschätze nie ein verwundetes Tier" Balróg gab ihr darauf nur ein ungläubiges brummen zurück, und zerriss den dünnen Stoff mit dem sie nur bekleidet war. Die Jägerin nutzte ihre Chance, und ergriff mit ihrer nun frei gewordenen Pranke, einen von Balróg Fängen. Nun da sie den Stier an den Hörnern gepackt hatte, zerrte sie den Schamanen von sich herunter, und drückte so sein Hinterkopf auf den Boden. Mit ihren scharfen Krallen kratzte sie einen Schlitz in die Robe des Schamanen, was ihn entblößte. Er versuchte Andrága zu packen, aber sie wusste gut mit dem festen Griff um seinen Hauer um zugehen, und so sprang sie auf ihm drauf. Balróg rammte ihr fünf krallen von einer seiner Pranken in die Brust. Schmerz verzerrt keuchte die Junge Jägerin, und griff ihn zwischen die Beine. Als sie sich vereinigt hatten hämmerte Sie mit ihren Leib auf den Schamanen ein, der mit der anderen Pranke ihren Rücken zerkratzte. Andrága beugte sich vor, und biss ihm die Brust blutig. Schweiß und Blut der beiden mischten sich, was die Wunden schmerzhaft brennen ließen.

    In den Wäldern, nahe am Lager der Schildwall Orcs, schlich ein Späher der Nachtelfen gerade herum. Er hörte ein Stampfen und Grunzen, und verharrte darauf hin auf der Stelle. Er lauschte aufmerksam den Geräuschen zu, um ihren Ursprung heraus zu finden. Als Plötzlich ein Brüllen gemischt mit ein seltsamen Schrei, die Vögel aus den Baumkronen jagte. Erschrocken, floh er hastig zurück in sein Lager. Wo er den anderen erzählte, dass er gehört hätte wie eine Donnerechse von ein Abhang gerutscht ist und verendet ist.

    Da wo die Bäume etwas lichter standen, konnte der Orc Schamane immer noch die weißen Spitzen der Berge, in der Ferne sehen. Der Gewaltmarsch, durch das dichte Unterholz, ließ keine direkte Wege zu. Und so musste Balróg feststellen, dass er wohl seit Stunden im Kreis gelaufen wahr. Irgendwann gelangte die grüne Gestalt an einen kleinen Fluss. Neue Hoffnung brannte in ihm auf, denn auch die Forstwolfe konnten auch nicht ohne Wasser überleben. Der Schamane folgte dem Fluss, stromaufwärts, vielleicht fand er so doch noch den Clan.
    Das Gelände wurde gröber und stieg auch leicht an, der Fluss war mittlerweile zu ein reißenden Bach geworden, und der Orc musste über etliches Geröll klettern, durch dem sich das Wasser drängte. Er schaute sich um, um sich zu orientieren. Aber das Gebirge, wo er her gekommen war, lag nun in der Ferne.
    Als der Bach sich beruhigt hatte, entsprang er einem See, der sich nun verhöhnend vor den überraschten Blick des Schamanen ausbreitete.

    Bei der Krabbelei war es schwer gewesen den Orc unbemerkt zu folgen. Fast hatte sie es verbockt, als sie ihm durch dem Wald gefolgt war, und ihn bei seiner Rast beobachtete.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:23

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter - Teil VI


    Da wo die Bäume etwas lichter standen, konnte der Nordorc-Schamane immer noch von fern die weißen Spitzen der Berge, erkennen. Der Gewaltmarsch durch das dichte Unterholz, ließ keinen direkten Weg zu. Und so musste Balróg feststellen, dass er wohl seit Stunden im Kreis gelaufen war. Irgendwann gelangte der Nordorc an einen kleinen Fluss. Neue Hoffnung brannte in ihm auf, denn selbst die Forstwölfe konnten nicht ohne Wasser überleben. Der Schamane folgte dem Fluss stromaufwärts, vielleicht fand er auf diesem Pfad doch noch den Clan.
    Das Gelände stieg stetig durch unwirtliches Gestein an. Der Fluss war mittlerweile zu einem reißenden Bach herangewachsen, und der Nordorc musste über etliches Geröll klettern, zwischen welchen sich der Strom seinen Weg unaufhaltsam bahnte. Er schaute sich um, um Orientierung zu erlangen. Aber das Gebirge, wo er hergekommen war, lag nun weit hinter ihm.
    Als der Bach sich beruhigt hatte, mündete er in einem See, der sich nun herausfordernd vor den überraschten Blicken des Schamanen ausbreitete.

    Es wurde schwer seinen Spuren zu folgen. Durch all die Kletterei und Bachüberquerungen wurde es schwer dem Nordorc unbemerkt auf den Fersen zu bleiben.
    Sie fluchte! Fast hätte sie seine Spur verloren, als sie ihm durch den Wald folgte, um ihn bald darauf bei seiner Rast zu beobachten.
    Auf dem durchgeweichten Boden des Seeufers, hinterließ der Nordorc deutliche Spuren, welche von seinem Kampfgewicht zeugen, als die Orcin die tiefe der Fußabdrücke mustert.

    Bevor Balróg wieder im Wald herumirrte, blieb er dicht am Wasser. Es war so auch einfacher an etwas Essbarem zu kommen. Auch wenn er sich nichts aus Fisch machte, war dieser doch dem nagenden Hunger vorzuziehen.
    Nachdem die ersten Sonnenstrahlen am Morgen den See in glänzendes Silber verwandelte, setzte der Schamane seinen Weg fort. Mit der Zeit verdrängten die Nadelbäume zunehmend die vorherrschende Vegetation. Ein seltsames Geräusch erweckte seine Aufmerksamkeit. Sein Blick sucht auf der Stelle die Gegend ab, bis er ein Ovales Objekt am Himmel zu entdecken glaubte. Es war ein Luftschiff der Goblins, welches immer höher Aufstieg. So langsam ahnte Balróg wo er sich befand, und schlug die Richtung ein, um den Ort zu erreichen, wo der Zeppelin ablegte.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:24

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter - Teil VII

    Etwas belustigt, beobachtete Balróg wie die kleinen grünen Gestalten auf dem Deck, hektisch hin und her wuselten. Goblins, einfach unverkennbar! Der Goblin mit einem gewaltigen Hut – scheinbar der Kapitän –, rief einige Befehle, und die Maschine, die den riesigen Propeller antrieb begann laut los zu brummen. Kurz danach ruderte ein weiterer Goblin, welcher die Leinen gelöst hatte, mit seinen, proportional zu langen Armen hin und her. Er brüllte dem Kapitän etwas zu, was der Schamane aber durch den Lärm nicht verstehen konnte. Der Goblin am Steuerruder legte ein Hebel um, der fast so groß war wie er selber, und der Propeller des Zeppelin kam langsam zum Stehen. Etwas irritiert beäugte der Nordorc den Goblin, der da so wild winkte. Dieser Goblin hatte nun dem Luftschiff den Rücken zugewendet, und machte seltsame Handbewegungen.

    Rasche Schritte glitten regelrecht über den Boden, bis sie die unzähligen Stufen im Eiltempo ebenfalls mühelos überwand, um hastig den Turm zu erklimmen. Sie schenkte den Goblins keine Beachtung, und hechtete im letzten Moment mit einem Sprung auf das Luftschiff, ehe dieses ablegte. Die Orcin auf den Holzplanken des Decks zum Stehen und hielt kurz inne, ehe sie wie ein Schatten eilig ins Innere der Kajüte untertauchte.

    Unter Deck des Zeppelins, konnte man nur noch die aufbrausende See beobachten und dem Wind lauschen, welcher über die Segeln des Luftschiffes pfiff.. Der Wind nahm spürbar zu, und ließ das Schiff, welches mit dicken Tauen an der mit heißer Luft gefüllte Ballonhülle hing, bedrohlich schaukeln. Die Goblins befahlen alle in Schiffsinnere zu gehen. Der Nordorc brauchte aber dahingehend keine Einladung, und er taumelte die Treppe vorsichtig hinunter.
    Der Schamane ließ sein Blick kurz über die anderen Passagiere schweifen. In einer Ecke entdeckte er eine ihm unbekannte Orcin. Sie war es, die im letzten Moment auf das Luftschiffe aufsprang. Auch die Orcin schien seine Anwesenheit zu bemerken, ehe sie sich wieder wegdrehte. Balróg konnte nur kurz, einen Blick auf ihr Gesicht erhaschen, welches die Orcin unter einer Kapuze versteckte. Er beließ es dabei und suchte sich einen sicheren Platz, um die Überfahrt ohne unnötigen Blessuren hinter sich zu bringen.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:26

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter - Teil VIII


    Am Horizont zeichnete sich so langsam die Küste ab. Kleinere Wolken versperrten dem Schamanen eine klare Sicht. Undeutlich sah er, von der Sonne rötlich verbrannte Steine eines trockenen Landstrichs. In Falten legte sich die Stirn des Nordorcs, als er sich fragend umsieht. Als ob der Goblin Gedanken lesen konnte, verkündigte er lauthals.
    „Kalimdor voraus!"
    Wut stieg in Balróg auf, und er stapfte auf den erstbesten Goblin zu, der sichtlich zur Schiffsmannschaft gehörte. Seine große grüne Pranke packte den Goblin am Hals.
    „Kalimdor, wahz maghen wer en Kalimdor?", grunzte der Nordorc außer sich.
    Aus Reflex, griff der Goblin nach den Arm des Schamanen und versuchte ihn von sich wegzuziehen. Als es dem Goblin nicht gelang, drückte er seine Krallen in den Unterarm des Nordorcs, und zischte.
    „Landen, du dummer Affe."
    Er verstand absolut nicht, was der Nordorc von ihm wollte.
    Schmerz schoss durch Balrógs Arm und er würgte den Goblin noch etwas stärker. Hilflos fing die kleine grüne Gestalt an zu gurgeln.

    Es war ein leichtes dem Schamanen in der Stadt unbemerkt zu folgen. Als das Luftschiff in Orgrimmar angelegt hatte, wollte der Nordorc gleich weiter, auf ein anderes Luftschiff. Nur hatten ihn etliche Goblins, welche für die Sicherheit zuständig waren, mit vorgehaltener Donnerbüchse vermittelt, dass seine Reise hier ein vorzeitiges Ende gefunden hat. Die Orcin hatte zwar den Tumult auf dem Schiff mitbekommen, aber nicht verstanden worum es genau gegangen war. Der Schamane wollte aber anscheinend kein Ärger mehr machen, und wandte sich ab. Aufmerksam beobachtete sie ihn und heftete sich wieder an seine Fersen. Als der Nordorc in die nächste Schenke einkehrte, versteckte sie sich auf der anderen Straßenseite, bis er wieder herausgekommen war. Sie nahm wieder die Verfolgung des Nordorc auf.

    Die Sonne brannte unerbittlich auf den roten Stein. Obwohl der Wind nur leicht zu spüren war, konnte man dessen Auswirkungen deutlich an der Landschaft erkennen, und sogar schmecken, wenn er einem den Staub unvorbereitet ins Gesicht peitschte. Als sie die Schlucht erreichten, ließ die Orcin den Abstand zwischen ihr und dem Schamanen noch weiter auseinander driften. Sie schlich vorsichtig von einem Geröllhaufen zum nächsten. Der Nordorc marschierte sehr zügig und zielstrebiger, als er ein Waldtück erreicht. Anscheinend kannte sich der Nordorc hier bestens aus.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:26

    Kampfeslust

    Es ist Abendanbruch und am Horizont versinkt Schritt für Schritt das wärmende Auge, während der Krieger sich auf seinem Reitwolf Hrodgir nach vorne lehnt. Er grault dem Vierbeiner durch die Mähne. Wolf und Nordorc grunzen zufrieden. Der Krieger ist schon zur Abendjagd aufgebrochen. Doch noch beobachtet er dem Lichtschauspiel und grinst leicht. Es ist ein langer und ereignisreicher Tag zur Neige gegangen. Es hat sich gut angefühlt, wieder in einem Rudel sich unter Feinde zu begeben. Zuerst mit Starkfang und Sunekka in Ashran, wo es ein Kraftakt gewesen ist, die demoralisierte Horde wieder aufzubauen und schlussendlich zu Siegen zu führen. Und danach schloss sich auch Wolf an, um gemeinsam den Kampf auf einem anderen Schlachtfeld fortzusetzen. Es waren gute Kämpfe und der Krieger war zufrieden, was er gesehen und erlebt hat. Er grinst leicht und kommt dann ins Grübeln.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:27

    Karuna - Die Suche
    Verschollene Tochter - Teil IX

    Mit jedem Schritt quietschten seine Stiefel vom nassen Leder. Seit der schwarze Drache Azeroth verwüstet hatte, konnte man nicht mehr ohne Hilfsmittel trockenen Fußes über den Fluss gelangen. Aber die Abkühlung, die es mit sich gebracht hatte zum anderen Ufer zu schwimmen, kam dem Nordorc sehr gelegen.

    Das Gras gedieht zwar nur direkt in Ufernähe sehr gut, aber da wo es sich schon gelb färbte, stand es immer noch so hoch, dass die Orcin hinkauernd, gut vor den Blicken des Schamanen, geschützt war. Mit ihrem braunen Haar und ihren dreckigen Lumpen verschmolz sie förmlich mit der sie umgebenden Landschaft.

    Die Schatten der Berge schoben sich so langsam über die trockene Steppe, und der Nordorc legte noch ein paar Schritte zu. Der Schamane wollte nicht im Freien übernachten, und es war auch bis zur kleinen Hafenstadt nicht mehr weit. Er hoffte nur, dass diese kleinen Kröten von Goblins es nicht geschafft hatten, die Betreiber des Hafens irgendwie von seinem kleinen Ausbruch an Bord des Luftschiffs Bericht zu erstatten.

    Es war nicht ungefährlich den steilen Hang hinab ans Ufer bezwingen. Die Gischt des Meeres brandete ans Ufer und die Geräusche hießen Balróg willkommen, denn er hatte es geschafft. Viel Zeit für die Nachtruhe blieb ihm aber nicht. Doch die bescheidene Hängematte in der Taverne, war jetzt auch nicht wirklich ein guter Ort, um eine ruhige Nacht zu verbringen. Man hatte ihm gesagt, dass das nächste Schiff mit dem ersten Licht des Tages auslaufen würde. Und so ging er schon früh an Bord. Diesmal ging er direkt zum Kapitän, um nach dem Reiseziel sich zu erkundigen. So eine Panne wie beim letzten Mal wollte er sich nicht wieder leisten. Erleichtert sah Balróg, dass der Kapitän ein Troll war, und bekam von ihm die Antwort die er zu hören hoffte.

    Als das Schiff friedlich in dem leichten Wellengang hin und her schaukelte, ging er unter Deck, um sich ein Platz zu suchen, wo er seine Habseligkeiten verstauen konnte. Die Schlafkabinen lagen im Heck des Schiffes, hinter einer kleinen Schenke, die natürlich wieder von einem Goblin betrieben wurde. Der Nordorc manövrierte seinen massigen Körper durch die Kneipe, und suchte sich eine Hängematte aus, wo er sein Reiserucksack liegen ließ. Mit den großen Fingern holte er seinen Goldbeutel hervor und steuerte auf den Tresen zu. Das Bier, welches der Goblin ausschenkte war gut, sogar sehr gut. Balróg nahm noch einen tiefen Schluck, und sah dabei zufällig wie ihn zwei strahlende blaue Augen beobachteten. Er stellte seinen Krug ab, und spähte in die dunkle Ecke, sah aber nur, dass da eine fremde Orcin saß. Sie hatte sich mittlerweile auch schon weggedreht. Als der Schamane feststellte, dass sein Bier ein geleertes Ende fand, verlor er das Interesse an der Orcin und hielt lieber nach dem Gastwirt Ausschau. Nachdem der Nordorc wieder einen gut gefüllten Krug, des köstlichen Gebräus, in seinen Pranken hielt, war die Fremde vollends verschwunden. Er ließ seinen Blick noch mal durch die Schenke wandern, fand sie jedoch nicht mehr.

    Fortsetzung folgt...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:27

    Am letzten Abend vor der Donnerprüfung, führt der Donneraxt-Häuptling Urog noch Gespräche mit einigen Nordorcs, um die letzten Vorbereitungen für das große Ritual zu treffen, welches im Orc-Volk damals auch als Om'riggor bekannt war...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:28

    Tag der Donnerprüfung

    Bereits am Morgen nimmt das Treiben in der Donneraxtfestung seinen Lauf. Seit dem frühen Vormittag werden Vorbereitungen für eine große Clantradition der Nordorcs getroffen.

    Vorbereitungen für die weihende Donnerprüfung gehen voran. Sturmschwestern kümmern sich um die geordneten Arbeitsabläufe der Späher, damit am Abend reichlich für die Feier bereitsteht. Claneigene Spezialitäten. Starkfang, Raaka, Karula, Krigat und Rriia haben sich um reichlich Holz und Getreide und Holz gekümmert. Späher schleppen Holz für das große Lagerfeuer inmitten des Festungshofes heran, welche entflammt wird und einige Schamanen bereits Blut den Ahnen opfern, dass dieser Abend für alle Nordorcs gesegnet sein möge. Mütter tragen ihre Säuglinge gebunden am Rücken, um so unbehindert die Trockenfrüchte sortieren zu können.

    Andere Nordorcinnen führen ihre unwilligen Welpen zu den Schamanen und bitten mit einer Opfergabe um den Segen der Ahnen, dass die Stärke ihres Volkes in ihrem Kind weiter wächst. Die Opfergabe in Form von etwas Fleisch oder gebackenes Brot wird gereicht und der Schamane macht ein Zeichen auf die Stirn und die entblößte Brust des Welpen.

    Hochlandäpfel wird es nicht brauchen, denn ein weiteres Rudel mit Raaka, Wolf, Starkfang, Karula und Rriia hat sich um alles Notwendige gekümmert, damit es reichlich Donnerschnaphz gibt. Späher füllen große Bottiche nun mit diesem Donnerschnaphz auf. Donnerkrieger halten über alles ein wachsames Auge und helfen mit ihrer Kraft, wo es nötig ist. Immer für ihr Volk bereit. Im Festungshof ist Tüchtigkeit angesagt, welche von lärmenden Kleinkindern begleitet wird, die verspielt herumtollen. Der Häuptling sieht zu der hohen Flamme, wo ein erfahrener Schamane bereits sein Ritual abhält und Kräuter in die Stichflammen wirft. Er blickt zu den Wolken auf und sein Geist hofft, dass die Nordorc-Ahnen heute Abend mit ihren Nachfahren sein werden...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:29

    Donnerprüfung - Der Reiferitus
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Sunekka

    Ein Abend hat seinen Anfang genommen, wie es ihn schon viele mal gegeben hat unter etlichen Generationen von Nordorcs. Und doch hat dieser Abed etwas Besonderes für sich gehabt. Es sind schon viele Monde ins Land gezogen, seitdem die letzte Donnerprüfung vollzogen wurde. Etwas, dass im Orcvolk einst nur als das Om’riggor bekannt war – ein Reiferitus, für welchen man sich verdienen muss. Ein Reiferitus, welchen die Nordorcs zu den ersten Schritten führt, um ein wahrer Nordorc zu werden. Gromgeweiht würde es in diesem Clan heißen. Eine heilige Weihe, die von Generation zu Generation über viele Jahre hinweg weitergegeben wird. So war es nun besonders, dass nach so langer Zeit endlich diese Ritus wieder Einzug halten konnte. Auch der Häuptling war die letzten Monde viel auf Jagd, fern seines Clans. Dieser Abend sollte auch für ihn etwas neues wieder werden, um sich ebenfalls wieder in die Reihen seines Clans einzugliedern. Denn sollten zu dieser Donnerprüfung die Donneräxte Karula, Fulthar und Gremragnak Blutfaust ihre Weihe sich verdienen dürfen. Ein großer Abend wartet auf diesen Clan…

    Die Nordorcs errichten ein Feldlager in der Wildnis und machen sich bereit für die ersten Eröffnungsrituale, ehe der Häuptling den Donnerprüflingen erklärt, welcher Feuerprobe sie sich unterziehen müssen, um den Reiferitus zu bestehe. Sunekka, die Scharfseherin vom Donneraxt Clan ruft die Elemente um deren Beistand an…

    Die Donnerprüfung nimmt ihren Lauf und die Donneräxte Gremragnak, Karula und Fulthar stellen sich nacheinander mutig der Prüfung. Ihnen gegenüber stehen die erfahrenen Nordorcinnen Rriia, Krashka und Krigat. Den Anfang nimmt die Orcin Fulthar. Nervosität steigt in ihr auf, doch hält sie diese nicht ab, dass zu tun, was getan werden soll. Sie besteht. Mutig stützt sich auch Gremragnak in den Ritus und besteht erfolgreich. Am Ende bleibt nur Karula übrig. Doch sie ist alles andere als nervös. Mit Freude erwartet sie diesen Abend schon seit sehr langer Zeit, um sich am Ende holen, was sie sich verdient hat. Auch Karula besteht….

    Die Prüfung ist um, um die Nordorcs sammeln sich, um die Abschließende Zeremonie abzuhalten und die bestandenen Donnerprüflinge einen nach den anderen zu ehren und als Teil der Nordorcs in ihre Reihen zu empfangen. Mit einem Blutritual wird der Segen der Ahnen erbeten und das Volk geeint. Grom uur Grom.

    Aber auch irdisches gibt es, dass einen kann. So auch, wie es Brauch ist, ein großes Fest, mit reichlich Schmaus und Donnerschnaphz. Allem voran, die große Ankündigung um den Erfolg der Donnerprüflinge. Auch Wolf und ein Clanfreund, der Troll Zan’ju geselligen sich dazu. Und jeder war eingeladen, der an diesem Abend dem Rudel Nordorcs über den Weg gelaufen ist. Es wird gesungen, es wird gegrölt. In geselliger Runde wird der Abend bis spät in die Nacht zum Abklingen gebracht…

    Die Nordorcs, welche am Ende noch munter waren und stehen konnten, haben sich dann gemeinsam ins Land der Winde begeben. Nach Nagrand, wo sie einige verbündete Tauen vom getroffen haben. Über alles wachend, großen Elemente und die Geister der Ahnen…
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:30

    Feuerholz und Getreide
    Tagebuch von Karula
    Text von Karula, übersetzt von Urog
    Bilder von Rriia

    Am Abend des „Mondagaz“ versammelte der Donnerkrieger Starkfang die Nordorcinnen Rriia, Raaka, Krigat und mir Karula, um sich. Die Scharfseherin hatte nämlich gesagt, dass der Clan Feuerholz und Getreide braucht. Naja. Sowas kann man doch immer gebrauchen.

    Nachdem wir uns am Feuer mit reichlich Mampf vollgehauen hatten, ist das Rudel auch mit Tempo in Richtung Dunkelhain. Starkfang befahl einen Raubzug, den wir nur allzu gerne umsetzten. Kraft und Blut für die Donneräxte.

    Auch beim Holzfällerlager gab es noch keine Zwischenfälle. Die Paar Weichhäute, die vorher da waren, hatten es uns auch schon in transportable Planken gesägt. Fleißige Menschen!
    Von den Holzfällern sind wir direkt nach Seehain. Die paar Menschen und Zwerge bisher waren nicht genug, um unseren Durst nach Blut zu stillen. Starkfang befahl auch hier den Angriff. Es gab hier zwar endlich mehr Wachen zu zerreißen, aber meine Gefährtin war noch nicht befriedigt. Auch der vereinzelte Blaurock, der uns vor den Bogen kam, war nur ein kurzer Spaß.
    „Kann man aus Getreide nicht sogar Schnaps brauen?! Das muss ich Raaka fragen!“


    Und als ich schon dachte, mir kocht das Blut bald genug, führte Starkfang das Rudel durch die Brennende Steppe und – Leck mich am Ârsch – ich hasse die heiße Luft da noch mehr als die schwüle in den Sümpfen. Es stinkt nach Schwefel und verbrannten Leichen. Da kommts mir jetzt noch hoch. Aber wo war ich? Ah, Dabuh. Wohin gingen wie denn noch mal? Also durch den Schwarzfels (der dann zusätzlich noch nach Scheíße stank) und Loch Modan, bis ins Sumpfland.
    „Oder war es doch Stark, der so gestunken hat?“

    Die Reise war lang und wir hatten nicht den erhofften Wiederstand von den Blauröcken. Aber der Gesang von den Nordorcs machte Spaß! Manche Sachen konnte ich gut nachsingen, aber das muss ich echt noch besser lernen. Dann nacht es noch mehr Laune.
    „Ich muss mir unbedingt das Gekritzel für den Singsang besorgen! Ich will beim nächsten Mal auch mitsingen können!“

    Wir rasteten im Sumpfland von den Zwergen und teilten den ersten Donnerschnaphz und die erste Stärkung für die Reise in den Norden. Das Wetter erinnerte jedenfalls an Zuhause. Frisch gestärkt und guter Dinge ging es in den Norden.


    Unser Rudel traf auf einen fliegenden Panda, der uns beim Betreten der Hochlande erspähte. Starkfang erteilte den Jagdbefehl, und obwohl der Fellknubbel flog, konnte ich sie aufspüren und erlegen. Auch wenn ich geschimpft wurde, dass meine Jagdtier – Kaolla - und ich nix für die anderen übrig gelassen hatten.
    Wir entzündeten ein Feuer, um zu zeigen, dass wir nicht grollen und zogen weiter zum Hof. Stark war schnell verschwunden, um die Vorarbeiter zu finden, um das Getreide zu holen. Kaolla und ich fangen das Schwein in den Ställen viel interessanter. Denn obwohl wir gerade gemampft hatten, sagt mein Maden die ganze Zeit: „Mampf das Schwein und trink sein Blut!“. Leider durfte ich aber nicht…

    Wir luden alle das Getreide auf unsere Reitwölfe. Leider musste auch Kaolla Getreide tragen. Obwohl sie protestierte, musste sie aber was tragen, die Arme. Befehl ist Befehl.
    Da es schon spät war und ich eine Schmolllippe wegen dem Schwein zog, entschied ich nach Hause in die Sümpfe zu reiten. Der Clanauftrag war erfüllt. Wir hatten eine schöne Zeit und immerhin ein ganz klein wenig Blut an den Äxten.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:31

    Ein eigenartiger Abend

    Am Tag danach, inmitten der Sümpfe, sind die Donneräxte wieder in ihre Siedlung heimgekehrt. In der Halle des Donners sitzen einige dieser Nordorcs beisammen und halten Rat bei der Flamme Donneraxt. Es war ein sehr eigenartiger Abend in Orgrimmar, zu welchem sie gerufen wurden. Es war sehr viel eigenartig. Nicht nur die Geschichte, sondern die Versammlung an sich. Darin waren sich alle bei der Flamme einig. Wenigstens konnte er in Erfahrung bringen, dass es noch einen Trollstamm gibt - Wildherzen. Die Welt braucht solche Stämme. Der Häuptling blickt weiter aus starrer Miene ins Flackern des Feuers, wodurch die Furchen und Narben in seiner Miene noch tiefer werden. Nichts hat in dieser rätselhaften Geschichte zusammengepasst. Den Krieger beschwichtigt auch der Funken eines Gedankens, dass es am Ende nicht wirklich um das ging, was nach außen hin preisgegeben wurde. Die Tage, welche folgen mögen, werden vielleicht das Rätsel lüften…
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:31

    Gedanken einer Nordorcin - Teil I
    Erzählung von Attra

    Nachdenklich blickte Attra aus dem schmalen, unverglasten Fenster in ihrer Kammer auf den Festungshof. Während der Wintermonate war die Fensteröffnung fast durchgehend mit Holzklappen und einem Fellvorhang geschlossen gewesen, um die eisige Zugluft abzuhalten. Nun war es endlich seit Tagen warm und durch das geöffnete Fenster malte die Sonne schräge Streifen auf den Steinboden der Kammer. Die wärmenden Felle waren zusammengerollt und verstaut worden. Sie würden wohl erst wieder im Herbst hervorgeholt werden. Jetzt freuten sich die Orc'n über die kurze Zeit, während der das Wetter im Sumpf zwar angenehm warm war, aber sich noch nicht im Hochsommer der erstickende Geruch des austrocknenden Sumpfes wie eine Glocke über die Donnerfestung gelegt haben wird.

    Die Sturmschwester hatte die Hände auf dem Rücken verschränkt und betrachtete mit einem kaum sichtbaren Lächeln das Treiben auf dem Festungshof. Hinter ihr auf einem groben Tisch lagen vergessen Kräuterbündel, Fläschchen und irdene Tiegel. Selbstvergessen lehnte sich Attra mit der Schulter gegen die Fensteröffnung und legte eine Hand auf den von der Sonne erhitzten Stein.

    Die Kräuter, die in kleineren und größeren Bündeln von der Decke hingen, erfüllten den Raum mit einem würzigen Geruch nach Leben. Attra würde bald wieder losziehen, weitere Heilkräuter sammeln. Viele ihrer Vorräte waren über den Winter zusammengeschrumpft und müssten aufgefüllt werden. Es herrschte immer Bedarf an jemandem, der wusste, wie die einzelnen Pflanzen anzuwenden und zu sammeln waren, um heilende Wirkung zu entfalten.

    Die Orcin drehte sich halb vom Fenster ab und runzelte leicht die Stirn. Vielleicht wird es Zeit, sich unter den jungen Makas im Clan umzusehen. Vielleicht würde eine von ihnen die selbe Begabung zeigen, sich in die Natur einzufühlen, wie Attra sie damals als kleines Mädchen gezeigt hatte. Mit leicht zusammengekniffenen Augen musterte sie ihre vergessene Arbeit auf dem Tisch. Noch hatte sie niemanden gefunden, der in Frage kam. Mit einem Seufzen wandte sich Attra vom Fenster und dem Treiben auf dem Festungshof ab und ging zurück zu der wartenden Arbeit. Salben, Pflaster und Elixiere mussten aufgefüllt werden.
    Fortsetzung folgt...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:32

    Gedanken einer Nordorcin - Teil II
    Erzählung von Attra

    Sie waren grade aus den Sümpfen nach Hause gekehrt, die Rüstung voller Matsch und Blut. Die Nacht war schon vor Stunden über den Sümpfen hineingebrochen, die Luft war erfüllt von den Geräuschen der Nachttiere. Eine Eule, sirrende Insekten und der Schrei einer großen Raubkatze. Müde war Attra aus dem Sattel ihres Reitwolfes Lo‘ gerutscht, hatte ihren Kopf gegen seine Mähne fallen lassen und sich nichts mehr gewünscht, als sich zusammen zu rollen und hier auf dem Festungshof neben ihrem Wolf einzuschlafen. Sie zwang sich, die Augen zu öffnen und blickte glasig über die anwesenden Orc’n, die sich begeistert erzählten, welche Heldentaten sie heute Nacht alle vollbracht hatten. Und mit jedem Satz wurden die Geschichten glorreicher. Ein kurzes Lächeln huschte über das Gesicht der Sturmschwester. Ihre Orc’n. Und sie hatte dazu beigetragen, dass die Scharmützel am heutigen Abend so glimpflich abgelaufen waren.

    Attra schwankte erneut, krallte ihre Finger fester in die Mähne ihres Reitwolfes und schloss kurz die Augen, bis die Sterne, die in ihrem Blickfeld tanzten, wieder verschwunden waren. Tief sog sie die feuchte, dumpfe Nachtluft in die Lungen. Sie stieß sich von Lo‘ ab, sah sich nach einem der Peons um und drückte ihm die Zügel in die Hand. Sie wusste, er würde sich um den müden Wolf kümmern, ihn absatteln und abreiben, ihn füttern und tränken. Die Sturmschwester wusste auch, eigentlich sollte sie diese Aufgabe übernehmen, aber die Erschöpfung fraß sich bleiern durch ihre Glieder. Sie drehte den Kopf und ließ ihren Blick über die versammelten Clanorc’n wandern. Überzeugte sich, dass keiner ernsthafter verletzt war. Um Urog würde sich Sunekka kümmern, wenn er Hilfe benötigen würde. Und den Ahnen sei Dank, niemand sah so aus, als müsse sie die nächsten Stunden mit dem Tod um das Leben eines geliebten Orc’n ringen.

    Die Sturmschwester rieb sich energisch über die Augen und trat durch das offene Tor in die große Halle. Die Feuer brannten bereits, der Duft von frisch gebratenem Fleisch, von verkohltem Holz, verschwitzten Orc’n und nassen Rüstungen schlug ihr entgegen wie eine Mauer. Sie zwang sich, die Schritte in die Halle zu machen, mit jedem der Clanorc’n zu sprechen, ihnen zu sagen, wie gut sie sich geschlagen hatten in dieser Nacht. Und alles was sie wollte, war nur noch sich hinzulegen. Zu schlafen. Sie taumelte erneut vor Müdigkeit, hielt sich kurz an der Wand fest und ließ den Blick noch einmal über ihren Clan schweifen. Sie lächelte. Dann wandte sich Attra ab und verschwand hinter dem Ledervorhang, der ihre Kammer von der großen Halle abtrennte.
    Fortsetzung folgt...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:32

    Gedanken einer Nordorcin - Teil III
    Erzählung von Attra

    Nach drei stolpernden Schritten war sie vor dem niedrigen, mit Fellen ausgepolsterten Podest, auf dem sie schlief. Ihre Beine knickten ein und sie fiel hart auf den Steinfußboden ihrer Kammer. Die Sturmschwester krallte sich rechts und links in die Felle, ließ ihren Kopf dazwischen sinken und schloss die Augen. Ja, sie hatte ihren Teil dazu beigetragen, die Zwerge zu finden.

    Attra erinnerte sich daran, wie sie auf dem Rücken von Lo‘ gesessen hatte, als der Befehl kam: „Sught nagh ehnen!“ Und Attra hatte sich hinaufgeschwungen, hatte ihren Geist hinauf in die Wolken geworfen. Hatte noch ein letztes Mal auf die zusammengesunkene Orcin auf dem Rücken des vertrauten Wolfes geblickt und war dann hinaufgewirbelt, verfolgt von den gelben Augen Lo’s. Sie hasste das Gefühl, an zwei Orten gleichzeitig zu sein, konnte fühlen wie sie gleichzeitig fest auf dem Rücken ihres Wolfes saß und mit der Geschwindigkeit eines Gedankens durch die Luft über den Wipfeln der Sumpfbäume raste. Wie sie seltsam verdreht und auseinandergerissen wurde. Und doch, sie musste immer weiter. Weiter. Weiter. Seltsam, dass es einmal nichts schöneres für sie gegeben hatte.

    Und dann war sie tiefer gesunken, durch die Baumwipfel hindurch, war langsamer geworden. Hatte sich an den Wind geschmiegt, gesucht, gespäht und dann ihre Beute gefunden. „Egh hab‘ seh." Es war nicht mehr als ein Flüstern aus ihrem Mund. Und sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter, wurde schmerzhaft zurückgerissen. Wirbelte durch die schmutzig-grünen Blätter, sah wieder die Orcin auf dem Wolf, deren graues, eingesunkenes Gesicht ihr auf die Brust gesunken war. Und war dann wieder eins.
    Fortsetzung folgt...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:33

    Gedanken einer Nordorcin - Teil IV
    Erzählung von Attra

    Leise aufstöhnend hob Attra wieder den Kopf von ihren Schlaffellen und kroch über den Boden zu einem leeren Wassereimer in der Ecke. Die Übelkeit, die im Hintergrund gelauert hatte, brach jetzt über sie hinein. Sie hätte nicht daran denken sollen, wie sie auf dem Wind geritten war. Ihre Fingerknöchel traten weiß hervor, als sie den Eimer packte und sich ihr Magen unter Krämpfen entleerte. Als sie irgendwann nicht einmal mehr Galle würgte, ließ sie den Kopf zu Tode erschöpft auf den harten Rand des hölzernen Eimers sinken, holte probehalber flach Luft und als das nicht dazu führte, dass sie sich erneut übergeben musste, stellte sie den Eimer ab und kroch zurück zu ihrem Schlafpodest.

    Mit letzter Kraft zog sich die Sturmschwester auf ihre Schlaffelle, rollte sich auf der Seite zusammen und zog mit einem Rück eines der Felle bis zum Haaransatz über sich. Sie würde jetzt nur noch schlafen. Schlafen.

    Noch während sie sich in die Tiefen des Schlafs fallen ließ, konnte sie die Vorgen draußen in der Halle hören, die sich Geschichten von Mut und Tapferkeit erzählten.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:33

    Lok'narash - Zwerge im Sumpf - Teil I
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Sunekka

    Die Sonne sinkt langsam hinab und taucht den Sumpf der Nordorcs in ein gespenstisch warmes Licht, als würde der ganze Horizont brennen und Kunde von Gefahr bringen. Der Häuptling sieht den letzten Sonnenstrahlen dieses Tages zu, ehe er die Schmiede wieder verlässt. Den ganzen Tag über hat er seiner Rüstungen gearbeitet und sie hier und da ausgebessert oder abgenutzte Lederteile ersetzt. Auch seine Klinge hat neues Schmierfett zu kosten bekommen, statt wie sonst Blut. Eine alte Regel, ein Krieger ist so gut wie seine Klinge. Dieser Krieger wickelt die seine nun ein und macht sich am Weg zur Halle des Donners.

    Bereits im Festungshof erkennt er die Wachen und einen fremden Orc, welcher beim Näherkommen als Brogok von den Schlächtern wiedererkannt wird. Der Häuptling lässt eine Begrüßung aus und steuert geradewegs mitten in die Halle des Donners, wo sein Clan bereits auf ihn wartet. Es gibt einiges zu besprechen, so auch das jüngste Eintreffen eines unerwarteten Gastes. Donnerkrieger Starkfang lässt Brogok herein und der Krieger bekommt die Gelegenheit vor den Nordorcs sein Anliegen vorzutragen. Nach vielen Worten, von der einen und der anderen Seite, wo Brogok zu verstehen gegeben versucht wurde, willigt der Häuptling am Ende ein. Die Nordorcs werden dem jungen Krieger helfen Shragah, die Anführerin der Schlächter zu finden und ihn zu diesen auch wieder zurückzuführen, wo Brogok als Fernwacht-Orc auch hingehört.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:34

    Lok'narash - Zwerge im Sumpf - Teil II
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Sunekka

    Es war schon eine fortgeschrittene Stunde, als auch die jüngste Gefahr besprochen wird. Späher berichten, dass Zwerge vor einigen Tagen im Sumpf einmarschiert sind und eine Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen haben. Es wird zu einem Kriegszug aufgerufen, wo die Nordorcs sich in zwei Rudel aufteilen, um ihre Heimat wieder zu sichern. Der Häuptling lässt die Rudel sich vorher mit Verpflegung stärken, ehe sie durch den Sumpf pirschen. Nur ein törichter Narr lässt Krieger mit leeren Mägen in den Kampf marschieren. Die Jägerin Karula und die Sturmschwester Attra machen die Feinde aus. Ein Zwergenlager am Ufer des Sumpfes. Hinter ihnen, nur das offene Meer. Mal sehen,

    Der Häuptling ordnet an, dass die beiden Rudel sich von zwei Seiten nähern und an der Landzunge, wo es keinen Ausweg für die Feinde gibt, die Zwerge langsam einkreisen. Der Plan geht auf. Die Zwerge haben sie schon bemerkt und zücken die Waffen, als die Nordorcs sie Schritt für Schritt einkreisen. Als der Häuptling einen Steinwurf vor dem Anführer der Zwerge steht, fordert er diese auf sich aus dem Sumpf zurückzuziehen. Mehrmals will er den Zwerg und seine Schar verscheuchen, doch diese bleiben Standhaft. Also blieb dem Nordorc-Krieger keine andere Wahl, als den Angriff zu eröffnen. In Zwei Wellen werden die Zwerge schwer zurückeschlagen und beim zweiten Angriff bis ans Ufer zurückgedrängt. Nun bleibt ihnen wirklich nur mehr die See.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:35

    Lok'narash - Zwerge im Sumpf - Teil III
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Sunekka

    Doch der Häuptling hebt seine Pranke und lässt die Rudel sich zum Jägerlager der Nordorcs zurückziehen. Die Zwerge sind zertrümmert und sollen sie sich nun zurückziehen. Im Jägerlager wird um die hohe Flamme herum kurz Rat gehalten. Sind die Zwerge wirklich abgezogen und hat der Clan wieder seinen Frieden im Sumpf? Das konnte keine der Mienen im Fackelschein der Flammen beantworten. Der Häuptling blickt zur Scharfseherin, neben ihr der Schütze Bronkar, und dann zum Donnerkrieger Starkfang. Der junge Krieger soll ein Rudel sammeln, und die Küste abreiten, um nachzusehen, ob die Zwerge abgerückt sind. Die Späher Karula, Krigat, Gremragnak und die Sturmschwester Rriia schließen sich dem Rudel an. Der Häuptling hat den Entschluss gefasst, dass ein Rudel ausreicht, da die Zwerge in keiner gefährlichen Zahl angerückt sind, wie vermutet.

    Ein Rudel sucht die Küste ab, während das andere Rudel nur beobachten wird. Und es sollte am Ende doch noch zu einem weiteren Kampf kommen. Die Zwerge werden erneut von einem Rudel zurückgeschlagen und vollends zum Rückzug gezwungen. Sie ziehen sich zurück, denn Norsorcs brauchen keine Gefangenen und lassen daher alle abrücken. Der Sumpf ist wieder sicher und der Clan zieht sich wieder gen Donnerfestung zurück. Die Nordorcs beziehen ihre Posten und Lager und lassen den Abend beim gemütlichen Lagerfeuer im geselligen Gespräch ausklingen. Für heute sind die Zwerge vertrieben und orcische Freicheit zieht wieder ein. Fragt sich nur, für wie lange.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:35

    Lok'narash
    Nachwuchs und Welpen

    Die Nordorcs kümmern sich wieder um ihre Kinder und um den Nachwuchs ihrer Wölfe. Welpe und Orc werden gemeinsam aufwachsen und manche daraus entstandenen Bande werden sich nicht mehr trennen. Doch das weiß nur die Zeit und das täglichen Zusammenleben zwischen Orc und Wolf. Die Nordorcs gehen wieder zur Jagd und werden aber auch von den Nordorcinnen begleitet oder gar geführt. Jedes Rudel hat sein Jagdrevier. Während der andere Teil des Clans daheim im Sumpf bleibt und auf den Nachwuchs und die Nordorcinnen, die sich um die Kinder kümmern wachen. Im Festungshof hallen Kinderstimmen wieder, während die Wächter dem Herumtollen ruhig zu sehen und sich ab und an ein Grinsen abringen lassen. Aus der Halle des Donners strömt bereits ein verführerischer Duft vom Eintopf, welchen die Sturmschwestern zubereiten. Die Scharfseherin zieht sich etwas zurück und schließt die Augen, um dem Geist des Sumpfes und der Ahnen zu lauschen. Viel zu viel Unruhe hat in letzter Zeit das Leben dieses, einer der letzten lebenden Orc-Clans, gefährdet…
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:36

    Lok'narash
    Ruhe nach dem Sturm
    Erzählung und Bilder von Sunekkâ

    Die Scharfseherin atmet tief die feuchte, modrige Luft der Sümpfe ein. Der Kampf war vorbei und die Kazads hatten ihre Sümpfe Richtung Rotkammgebierge verlassen. Die Ahnen und Geister der Elemente hatten ihnen beigestanden ihre Heimat gegen den Feind zu verteidigen. Gemeinsam kehrte das Rudel nun in ihre Feste zurück und setzte sich um das Lagerfeuer.
    Mit aufmerksamen und geübten Blick schaut sie sich ihre Clanbrüder und Schwestern an. Niemand schien lebensbedrohliche Verletzungen davon getragen zu habe.Sie sprachen noch lange am Lagerfeuer über die Angriffe der Kazad und die Nacht brach an. Nach und nach zogen sich einige Nordorcn in ihre Felle zurück.
    Als die Luft frischer wurde zogen sich die übrigen Nordorcin in die grosse Halle ans Feuer zurück und srachen da weiter vergangenes und bevorstehendes. Erst als der Mond dann schon hoch am Horizont stand gingen auch die letzten Nordorcn in ihre Felle und es kehrte Ruhe in der Halle ein.

    Mit dem ersten Sonnenstrahl beginnt ein neuer Tag. Die Scharfseherin verlässt die Hallen und zieht sich an die grosse Flamme Donneraxt vor den Palisaden zurück. Tief nimmt sie den Geruch der Sümpfe in sich auf und ihr Atem wirde ganz ruhig.
    Ihr Blick ruht auf die tanzende Flamme und das Knistern des Holzes in den Flammen dringt ans Ohr der Orcin. Der Geist der Orcin scheint auf eine Reise zu gehen, nach und nach verblasst die Umgebeung und auch die Gräusche scheinen in der Ferne zu verschwinden.
    Lange sitzt die Orcin so da und scheint selber mit der Umgebung zu verschmelzen. Nach einiger Zeit kehrt der Geist in die Orcin zurück und ein leises grunzen ist zu hören. Sie lächelt sanft und kehrt in die Feste zurück...
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:37

    Lok'narash - Zwerge im Sumpf II
    Die zweite Zwergenwelle - Teil I
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Hel'ska

    Trügerisch, wie das Wort eines Elfen, legte sich im Laufe der vergangenen Woche wieder Frieden über den Sumpf. Seitdem die Nordorcs in Rudeln ausgeströmt sind und feindliche Truppen der Zwerge bis ans Ufer gedrängt haben, um sie am Strand vollends zu zerschlagen, konnte jeder im Clan davon ausgehen. Kinderstimmen hallten durch die Dorffestung und die Nordorcs gingen wieder ihrer Arbeit nach.

    Ab an und an schickte der Häuptling einen Späher in den Sumpf, um nach dem Rechten zu sehen und Bericht zu erstatten. Die Botschaft von drohender Gefahr bleib aber aus. So konnte sich die Scharfseherin Sunekka wieder in Ruhe mit den Sturmschwestern um das Clanlager kümmern und der Häuptling die Vorbereitungen für eine baldige Suche treffen. Jagdrudel pirschen in den Grenzlanden nach Essbarem. Alles geht seinem gewohnten Gang nach und das Clanleben kehrt wieder ein.

    Bis die Nordorcin Karula aus dem Sumpf ins Dorf heimkehrt und dem Häuptling gehetzt und in knappen Worten einen Spähbericht überbringt. Unruhe kehrt in Dorf zurück. Rasch werden die Kinder von besorgten Müttern in die Halle des Donners gerufen, Wachen stehen davor. Ein Horn wird geschmettert, Trommeln geschlagen, denn der Clan wird in Alarmbereitschaft gesetzt. Feinde sind immer noch in der Nähe und scharen sich erneut zum Angriff. Der Häuptling lässt die Nordorcs Starkfang, Gremragnak und Bronkar vor die Palisade sich umsehen, um auch die letzten Clanangehörigen ins sichere Innere der Palisadenumzäunung zu bringen. Die Sturmschwester Rriia und Krigat bereiten bereits ein Mahl zu, wo noch ein letzter Happen gegessen werden kann, ehe die Ungewissheit seinen Anfang nimmt, wann es wieder Zeit für Nahrung geben wird. Auch Hel’ska setzt sich dazu, eine Schamanin in Ausbildung und versucht zu helfen, wo sie nur kann.
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:38

    Lok'narash - Zwerge im Sumpf II
    Die zweite Zwergenwelle - Teil II
    Chronik von Urog
    Bilder von Rriia und Hel'ska

    Als die Alten und Welpen in der Halle in Schutz sind, kommt auch der Häuptling in den Festungshof hinaus und gibt Bescheid, dass sich das Rudel der Ostflanke zuwenden soll. Nachdem auf dieser Seite nichts vom Feind zu erkennen war, schwenkt das gesamte Rudel in den Westen, zum Pfad gen verwüstete Lande. Vor dem Festungstor sollten die Nordorcs die Zwerge sichten, welche ausgerechnet den Schutz der Bäume suchten. Die Nordorcs formieren sich vor dem Tor und um die Palisaden, als Khaz Modan überraschend zum Angriff schlägt und auf die Donneraxtprallt. Ein heftiger Kampf entbrannt. Auf beiden Seiten werden Schneisen geschlagen, auf beiden Seiten gibt es Verluste. Gebrüll und Schmerz in allen Richtungen.

    Zwerge sind klein von Wuchs, aber dafür haben sie einen niederigen Tiefpunkt und gewaltige Durchschlagskraft. Wo Schild und Panzer nicht ausreichen, soll der Dickschädel für den Ausgleich sorgen. Schlussendlich schaffen es aber die Nordorcs die Schar Zwerge von der Festung zurückzudrängen. In einem zweiten Gefecht, welches minder blutig war und tiefe Wunden auf beiden Seiten klaffen ließ, werden die Sprösslinge aus Khaz Modan erneut zurückgedrängt und tief in den Sumpf getrieben. Der Vormarsch der Zwerge hat sich nun in einem Rückzugsgefecht entwickelt, denn die Nordorcs lassen dieses Mal nicht locker und treiben sie vor sich her. Der Häuptling vom Donneraxt Clan ließ die Nordorcs auf diese Weise eine Botschaft überbringen, wessen Heimat dieser Sumpf ist.


    Und am Ende ist das Scharmützel beendet. Die Zwerge ziehen sich schwergeschlagen gen Rotkammgebirge zurück. Die Nordorcs mit nicht minder weniger Wunden kehren wieder in ihre Dorffestung zurück. Die Schamaninnen kümmern sich um die Verwundeten, während der restliche Clan sich erschöpft zu Boden sinken lässt. Sie haben Grund zur Freude, denn der Feind scheint nach einigen Wochen des Gefechts nun endgültig zurückgeschlagen. Besorgt blickt der Häuptling die etlichen Angehörigen seines Clans und er nickt grunzend, als ihm klare wird, welche Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen sind. Doch nicht mehr Heute…

    Ende
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:39

    Das Clanleben kehrt wieder ein
    Erzählung von Sunekkâ

    Nebel steigt vom feuchten, modrigen Sumpfboden emport. Es ist noch ruhig in den Sümpfen, nur das Zwitschwern vereinzelnder Vögel und der Wind der durch das Blätterwerk der Bäume geht und zu hören. In der Feste der Orcs sieht man auf den Palisaden nur die Wachen stehen. Am Horizont erhebt sich so langsam die Sonne und je höher sie steigt um so mehr Leben scheint auch in den Sümpfen zu erwachen.

    Die ersten Orcn erwachen und begeben sich an ihr Tagewerk. In der Schmiede wird das Feuer wieder angeschürt und ein grosser, kräftiger Orc beginnt mit seiner Arbeit. Rüstungen und Waffen müssen nach dem letzten Kampf wieder ausgebessert und repariert werden. Das Hämmern halt durch den ganzen Sumpf. Auch die Wölfe erwachen und beginnen mit ihrem Morgengeheul zu Bergrüssung. Aus der grossen Halle kommen die Welpen der Orcn gerannt und tollen im Festungshof und den Ställen herum. Nach einiger Zeit hört man eine Orcin aus der Halle etwas rufen und die Welpen versammeln sich in einem Kreis im Hof. Peons tragen grosse Schüsseln mit Fleisch und Frischgebackenem in den Hof. Nun kommen auch die anderen Orcen in den Hof zusammen und setzen sich zu den Welpen um das gemeinsame Frühmahl mit ihnen einzunehmen.

    Nach dem Mahl verlassen einige Orcen die Feste und begeben sich auf die Jagd oder gehen auf Kundschaft in die nähere Umgebung. Kräuterkundige Orcinnen begeben sich mit den älteren Welpen in die Sümpfe um nach Kräuter zu suchen. Die Sturm´Makhai bleibt unterdessen mit den anderen Welpen in der Feste. Sie lehrt den wissberierigen Welpen die Kunde der Kräuter. Wie man sie zur Lagerung behandelt, sie frisch Zubereitet oder auch Medizin herstellt. Jeden Tag lernen so schon die Jüngsten sich in der Natur selber zu helfen. Welpen die weniger für das Wissen der Natur zu begeistern waren lernten zu Anfang spielerisch den Kampf. Erst ohne Waffen und mit fortschreitendem Alter dann auch mit der Waffe. Während die Sturm´Makhai den jüngsten dabei zusah wie sie sich die Kräuter alle anschauten und es ihr nachmachten sie zu bündeln fiehl ihr Blick auch immer wieder zu den kämpfenden, oder auch tollenden Krieger mit den Welpen hinüber. Ein leichtes Schmunzeln zeichnete auf dem Gesicht der Orcin ab.

    Als die Orcinnen mit den Kräutern aus den Sümpfen wieder zurückkehren überlässt die Sturm´Makhai ihnen die Aufsicht der Jüngsten. Nun ist es an der Zeit, dass sie sich anderen Aufgaben widmet und holt ihre Reitwölfin Ashanta aus den Ställen.

    Gemeinsam mit ihrer Reitwölfin reitet die Sturm´Makhai durch die Sümpfe. Vor einer ruhig gelegenen Höhle hält sie an ,macht ein kleines Lagerfeuer und liess sich nieder. Die Orcin nimm einige Kräuter, die sie mitgenommen hatte und wirft sie in die Flammen. Ein leises Zischen ist zu hören und von der Flamme steigt der Duft der Kräuter empor. Mit tiefen Atemzüge nimmt sie den Duft in sich auf. …
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    Bashek Gremash
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    Re: Chronologie Band 4

    von Bashek Gremash » 24.04.2022, 14:39

    Aaz'nodûm

    Der Abend der Clanversammlung bricht an. Berichte treffen im Clan ein. Alt und Jung haben das Recht mitzureden über die gemeinsame Clanzukunft. Auf einem Stützbalken der Halle des Donners hängt ein Lederner Aushang mit einem eisernen Nagel befestigt.

    Nach seiner Heimkehr berichten ihm die Nordorcs von dem Fremden, welcher vor einiger Zeit seinen Weg in die Sümpfe zur Dorffestung des Clans gefunden hat. Der Häuptling grunzt und lauscht jedem einzelnen Wort aufmerksam. So erfährt er einiges über diesen Fremden, welcher sich Thukruck nennt.

    Am Ende der Berichte nickt der Häuptling und nimmt einen Schluck Donnerschnaphz, um ihn dann an die Scharfseherin weiterzureichen. Auch sie genehmigt sich einein wärmenden Schluck und lauscht dann den Worten vom Nordorc. Der Fremdorc wird als Gast der Nordorcs bleiben dürfen und solange diese Gastfreundschaft inne haben, bis der Häuptling den Thukruck zu sich ruft, um ihm seine Entscheidung zu verkünden. Diese wird besagen, ob Thukruck bei den Nordorcs bleiben wird dürfen, oder fort vom Donneraxt Clan wird ziehen müssen. Das alleine wissen vorerst nur die Ahnen.

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